Ein paar „Vorsätze“, die wir uns nicht entgehen lassen sollten… 

Du und ich, wir brauchen kein neues Jahr, um etwas zum Positiven zu verändern. Alles, was wir brauchen, sind eine Entscheidung und der nächste Atemzug. Und auch wenn uns beiden das vollkommen bewusst ist, ist es dennoch schwer, sich nicht vom Charme und der Romantik hinter der Vorfreude auf ein neues Jahr mitreißen zu lassen. Ich gebe ehrlich zu: Der Jahreswechsel symbolisiert frischen Wind, und das kann einfach gut tun. Vor allem dann, wenn man gerade ohnehin Anlauf für die nächsten Schritte nimmt.

Lass uns dieses Momentum nutzen und darauf aufbauen. ABER: Bitte nicht mit den klassischen Vorsätzen. Und bitte nicht mit dem üblichen Ansatz, der so aussieht, dass wir hochmotiviert lossprinten, nur damit uns bereits nach wenigen Tagen die Puste ausgeht. Ich fürchte, dieses jährlich wiederkehrende Missverständnis ist der Grund dafür, dass alle Fitnessstudios im Januar und Februar überrannt werden, um sich dann ab dem März wieder gähnender Leere zu erfreuen. Also nein, wir entfernen uns von den Klassikern und versuchen, ein wenig tiefer zu gehen.

Die fünf Anregungen, die ich dir geben werde, wird nicht jeder sympathisch finden. Aber sie sind ehrlich. Und wenn du sie beherzigst, bringen sie auch Potenzial für echte Veränderung mit.

 

1. Ignoriere dein Smartphone.

Das Smartphone ist das kleinste Gefängnis der Menschheitsgeschichte. Es umfasst nur wenige Quadratzentimeter und schafft es dennoch, unseren Geist einzusperren, indem es unsere Aufmerksamkeit an sich reißt und völlig zerpflückt.
Allein in Deutschland geht man davon aus, dass wir unsere Smartphones täglich 3-4 Stunden nutzen. Bei jüngeren Menschen ist die Zahl oft höher.

Lass uns mal großzügig sein und annehmen, es seien „nur“ 3 Stunden. Multipliziert mit 7 Tagen ergibt das 21 Stunden pro Woche. Das entspricht einer Teilzeitbeschäftigung.
Dabei sollten wir auch berücksichtigen, dass die Inhalte, die wir währenddessen konsumieren, uns über die Nutzungszeit hinweg beschäftigen. Man kann also sagen, dass wir ein sehr großes Stück unserer Zeit und Aufmerksamkeit in… naja, in was denn eigentlich investieren? Diese Frage muss wohl jeder für sich selbst beantworten. Doch ich kann dir versichern: Als ich vor ca. 2 Jahren zum ersten Mal in meinem Smartphone überprüfte, wie viel durchschnittliche Nutzungszeit ich hatte, wurde mir übel. Dabei habe ich sogar noch die Ausrede, es größtenteils für meine Arbei zu nutzen. Dennoch… zu viel.

Also empfehle ich dir heute genau zwei Dinge:

1. Schnapp dir dein Smartphone und finde heraus, wie viel durchschnittliche Nutzungszeit du hast.
2. Was immer das Ergebnis ist: Lass 2026 das Jahr sein, in dem du diese Zahl drastisch reduzierst.

Lass 2026 das Jahr sein, in dem du dir deine Aufmerksamkeitsspanne und mentale Klarheit zurückholst. Du wirst erstaunt sein, auf wie viele Bereiche deines Lebens es sich positiv auswirken wird…

 

2. Hinterfrage mehr.

Wenn ich sage, dass wir mehr hinterfragen sollten, dann meine ich damit eigentlich: Hinterfrage alles.

Hinterfrage die Nachrichten, die du siehst, hörst und liest. Hinterfrage, warum du tust, was du tust. Hinterfrage sämtliche Freundschaften und Beziehungen in deinem Leben. Hinterfrage, ob du glücklich bist.
Die meisten Menschen mögen das nicht, denn es ist einfacher, in der Komfortzone zu bleiben und auf „Autopilot“ zu leben.

Aber ich bin nicht hier, um Menschen dazu zu ermutigen, nicht nachzudenken. Ich bin hier, um Horizonte zu erweitern. Und das erreichen wir nur, indem wir hinterfragen.
Wer hinterfragt, muss sich unangenehmen Erkenntnissen stellen. Aber wer hinterfragt, lebt achtsam und bewusst.
Es ist jedem von uns selbst überlassen, zu wählen, welche Lebensweise die sinnvollere ist. Doch wenn wir wirklich über uns hinauswachsen wollen, müssen wir verstehen, WARUM wir uns bisher nicht so weiterentwickelt haben, wie wir uns das gewünscht hätten. Das Hinterfragen ist der wichtigste Schritt, um Antworten zu finden.

 

3. Setze dich mit deinen Baustellen auseinander.

Lass uns direkt an den letzten Punkt anknüpfen. Beim Hinterfragen entdecken wir die „Baustellen“ in unserem Leben. Das ist völlig in Ordnung.

Wichtig: Für manche könnte das demotivierend sein. Das sollte es jedoch nicht. Denn lass uns bitte nicht vergessen, dass jede dieser „Baustellen“ Potenzial bedeutet. Wo umgebaut werden muss, kannst du dich frei entfalten. Es ist also eine reine Frage der Perspektive, ob wir das Gefühl haben, ein unvollständiges Wrack zu sein, oder ob wir uns als Menschen voller Potenzial und Möglichkeiten sehen.

Meine klare Empfehlung: Schreibe jede „Baustelle“ auf. Mach dir eine hübsche Übersicht mit all dem Verbesserungspotenzial, das du siehst.
Die meisten Menschen wissen nicht, was sie mit ihrer Zeit anfangen sollen, wenn sie nicht gerade damit beschäftigt sind, zu „funktionieren“. Dieses Problem können wir nicht haben, wenn wir damit beschäftigt sind, unser Potenzial zu entfalten.

 

4. Investiere so viel Zeit wie möglich in Lösungen.

Auch dieser Punkt knüpft direkt an den vorherigen an. Weißt du, es gibt Zeiten im Leben, in denen man sich einfach mal treiben lassen kann. Einfach mal dem Schicksal das Ruder überlassen. Doch 2026 wird nicht ein solches Jahr sein.
Es ist ein Jahr, das von uns erfordert, Verantwortung zu übernehmen und die beste Version von uns zu sein, die wir sein können.

Lass uns nicht wieder den Fehler machen, uns ewig über Probleme und Herausforderungen zu beschweren. Offen gesagt sollte es nicht einen einzigen Moment geben, den du oder ich damit verschwenden, immer denselben Mist durchzukauen. Wir brauchen Lösungen. Fortschritt. Erfolgserlebnisse. Und nein, ich spreche nicht von Geld oder beruflichem Erfolg. Oder zumindest nicht nur. Wenn Geld und Erfolg auf deiner Agenda stehen, dann viel Erfolg!
Was ich jedoch in erster Linie meine, sind Lösungen für alle offenen Probleme und Herausforderungen unseres Lebens.

Niemand erwartet, dass du es perfekt machst. Niemand erwartet, dass dir am 31.12.2026 die Sonne aus dem Allerwertesten scheinen wird. Aber lass uns dafür sorgen, dass wir am Ende des Jahres zurückblicken und stolz darauf sein können, was wir für uns erreicht haben.
Sorgen und Ängste erinnern dich nur daran, dass du ein Problem hast. Sich auf sie zu fokussieren, bringt dich keinen Schritt weiter. Es sind Lösungen, die wir brauchen. Sie sind es, die den Großteil unserer Aufmerksamkeit verdienen.

 

5. Lass los, was dich herunterzieht.

Ein Klischee, ich weiß. Aber hast du dich jemals gefragt, wie viel emotionale Altlast du von Jahr zu Jahr mit dir trägst? 

Der Start in ein neues Jahr kann eine fantastische Gelegenheit sein, loszulassen, was uns herunterzieht. Und offen gesagt gehört das auch zu den ursprünglichen Gründen, warum Menschen überhaupt angefangen haben, Silvester und somit den Start in ein neues Jahr zu feiern. Um zu verabschieden und hinter sich zu lassen, was nicht gut war. Um daraus zu lernen. Um weiterzuziehen. 

Selbstverständlich passiert das alles nicht über Nacht. Aber 2026 könnte das Jahr sein, in dem du den Prozess ins Rollen bringst. Und wer weiß… vielleicht wirst du dich am nächsten Silvesterabend so leicht fühlen wie schon lange nicht mehr vor dem Start in ein neues Jahr. Ich würde es dir wünschen…

In diesem Sinne: Uns allen ein fantastisches Jahr 2026. Auf ein Jahr, in dem wir wachsen, die Komfortzone verlassen, über uns hinauswachsen, durch Achtsamkeit wieder zu uns finden und aus dem Vollen schöpfen. 
Ich werde hier sein und mein Bestes geben, um dich auf diesem Weg zu begleiten und zu unterstützen.

 

Es ist schön, dass du dabei bist.
Michael

 

Titelbild: Unsplash.com, Danil Aksenov