Sie ist kurz, simpel, leicht anzuwenden und macht dauerhaft glücklich! 

Wie es der Titel des Artikels bereits verrät, geht es heute um eine Erkenntnis. Eine wichtige Erkenntnis, die dich nachhaltig glücklicher macht und befreit. Das ist nicht dahergesagt, sondern tatsächlich so!

Besagte Erkenntnis ist dir mit Sicherheit auch schon in den Sinn gekommen, doch im Alltag unserer modernen Gesellschaft geht sie schnell unter. Du wirst später selbst merken, wieso.
Heute möchte ich jedoch keinen „klassischen“ Artikel schreiben und dir die so wichtige Einsicht plump verraten. Ich möchte dir dabei helfen, dich selbst an sie zu erinnern und zu erkennen, wie wichtig sie doch ist.
Dies mache ich, indem ich dir 2 Beispiele gebe und dazu jeweils Fragen stelle, die eindeutig hervorheben, worum es hier eigentlich geht.

Was ändert es daran…?

Die meisten Menschen machen sich viel zu viele Gedanken darüber, welche Meinung andere von ihnen haben. Die Konsequenzen dessen sind weitreichender als man zugeben möchte.
Im Folgenden gebe ich dir 2 kleine Beispiele, die das verdeutlichen:

1) Im Rahmen meiner Arbeit lernte ich vor ein paar Jahren einen jungen Mann kennen, der sehr viel Wert auf seinen „Auftritt“ legte. Er trug sehr teure Kleidung, auffällig viel Schmuck und fuhr ein luxuriöses Auto. Ich wusste, welchen Beruf er ausübt und fragte mich, wie er sich all das leisten konnte. Natürlich ging mich das im Grunde nichts an, aber der junge Mann rückte seinen „Reichtum“ ständig in den Vordergrund jeder Konversation. Andauernd sprach er über seinen Besitz und vor allem über sein Auto. Irgendwann bemerkte ich schließlich: „Wow, das lässt du dir ja alles etwas kosten.“, worauf er antwortete: „Das muss ich auch. Nicht, dass die Leute noch anfangen zu denken, ich sei arm.“

Ich war ziemlich verwundert darüber und fragte deshalb: „Was passiert denn, wenn andere Leute denken, du seist arm?“
Daraufhin sah er mich noch verwunderter an und sagte nach einer kurzen Pause: „Naja…das sollen die halt nicht denken. Ich arbeite hart und es soll so aussehen, dass sich das lohnt.“
„Lohnt es sich denn?“, fragte ich.
Er lachte und antwortete: „Naja, es geht ziemlich viel Geld für das Auto drauf, aber ansonsten ja.“

Ich erkannte in ihm das bedrückende Problem, das ich selbst viele Jahre lang mit mir getragen hatte und entschied mich dafür, ihm ein wenig behilflich zu sein.
Ich sagte: „Es so aussehen zu lassen, dass du viel Geld besitzt, sorgt also dafür, dass für dich keins übrig bleibt. Das hat schon etwas Komisches, oder?“
Er lächelte. Ich fuhr fort: „Nehmen wir mal an, du hättest 5.000 € auf dem Konto. Würde sich der Kontostand ändern, wenn jemand sagt, du seist bestimmt ein armer Mensch? Würde sich der Kontostand durch diese Aussage verringern?“
„Natürlich nicht!“, antwortete er. Ich fuhr fort:
„Und wenn jemand denkt, du seist bestimmt ein reicher Mann, erhöht sich dann dein Kontostand? Verdienst du dadurch mehr Geld?“
Mein Gegenüber war sichtlich verlegen und schaute auf den Boden. Ihm fehlten die Worte, also half ich ihm. Ich sagte: „Was die anderen über dich denken, ändert nichts daran, wer du bist, was du hast oder was du machst. Wenn du selbst all den materiellen Besitz haben willst und dich damit gut fühlst, dann soll dir nichts im Weg stehen. Aber wenn du ihn eigentlich nicht brauchst und dich nur belastest, damit andere ein gewisses Bild von dir haben, dann bemühst du dich völlig umsonst.“

Er war ein aufgeschlossener Mensch. Er verschränkte nicht die Arme und protestierte nicht. Er erkannte, dass ich nicht meine Meinung, sondern die Wahrheit geäußert hatte. Die Erkenntnis stand ihm ins Gesicht geschrieben. Einige Monate später erhielt ich einen Anruf von ihm. Er bedankte sich und erzählte mir, dass diese simple Erkenntnis sein Leben zum Positiven verändert hatte.

2) Ein Motiv, das hinter den Handlungen vieler Menschen steht, lautet: „Was sollen denn die anderen über mich denken?“
Die meisten Menschen haben ständig Angst davor, dass andere „etwas“ über sie denken könnten. Sie wollen nicht als geizig, neidisch, zornig, eifersüchtig, nachlässig oder egoistisch gesehen werden. Deshalb handeln sie unnatürlich. Du kennst das: Wie oft hast du schon teure Geschenke gekauft, um nicht geizig zu wirken? Wie oft hast du schon die Schicht eines Arbeitskollegen übernommen, obwohl du das gar nicht wolltest, nur damit die anderen nicht sagen können, du seist unkollegial? Wie oft schon hast du deine Wohnung vor dem Eintreffen deines Besuchs übergründlich geputzt, nur damit niemand denkt, du seist unreinlich?

Der Alltag sehr vieler Menschen wird von dem Gedanken beherrscht, anderen gefallen zu müssen. Und wenn man ehrlich ist, findet jeder von uns die ein oder andere Sache, bei der er sich zu viele Sorgen um die Worte oder Gedanken seiner Mitmenschen macht. Deshalb möchte ich noch einmal verdeutlichen, was nicht vergessen werden darf:

Was ändern die Gedanken anderer daran, wie du wirklich bist? Macht es dich zu einem schlechteren Menschen, wenn andere negativ über dich denken? Und macht es dich zu einem besseren Menschen, wenn andere positiv über dich denken?
Natürlich möchte man anziehend auf andere wirken. Natürlich möchte man ein intaktes Sozialleben haben. Aber das kannst und wirst du auch, wenn du einfach so bist, wie du bist.
Die Menschen, die dich nicht so mögen, wie du bist, haben in deinem Leben tatsächlich nur wenig zu suchen.
Diejenigen, die dein „wahres“ Ich mögen und akzeptieren, sind die Menschen, mit denen du am meisten Glück teilen kannst.

Am Ende des Tages musst du feststellen, dass du dein Leben alleine lebst. Egal, wie viel Anteilnahme andere auch zeigen mögen: Du löst deine Probleme selbst. Du entwickelst dich selbst weiter. Du stellst dich den Herausforderungen des alltäglichen Lebens alleine. Es ist DEIN Leben, das du lebst. Und deswegen gilt in DEINEM Leben auch die zentrale Erkenntnis, um die es heute geht.

Die Erkenntnis ist: Die einzige Meinung über dich, die wirklich zählt, ist deine eigene.

Wenn du das wirklich verstehst und verinnerlichst, befreist du dich von zahlreichen Sorgen und Zwängen. Du hilfst dir dabei, „natürlicher“ zu leben, dein Selbstbewusstsein zu fördern und gibst den wertvollen Menschen um dich herum mehr Möglichkeiten, dich so kennenzulernen, wie du wirklich bist.

Ich hoffe, dass die heutigen Beispiele dir dabei helfen konnten, die Wichtigkeit dieser Erkenntnis nachzuvollziehen. Denk immer an das gute alte Sprichwort: „Was juckt es die Eiche, wenn sich ein Schwein daran reibt?“ 🙂

In deinem Leben führst du die Regie. Du musst dich nicht den anderen anpassen. Du musst niemandem gefallen, außer dir selbst.

In diesem Sinne wünsche ich dir ein wunderbares, entspanntes Wochenende und eine wunderbare Zeit.

Es ist schön, dass du dabei bist.
Michael

 

Titelbild: Gratisography.com