Wenn du in letzter Zeit wieder zu viel gegrübelt und dir Sorgen gemacht hast, dann lies weiter und entspann dich.

Du kennst das: Eigentlich hast du allen guten Grund dazu, dich wohl zu fühlen. Im Grunde genommen ist alles in Ordnung und das weißt du. Aber trotzdem bist du unruhig. Du grübelst und machst dir ständig Gedanken, von denen du genau weißt, dass du sie nicht denken möchtest. Du machst dir Sorgen und zweifelst. Du hinterfragst, wie du dein Leben lebst und ob du alles richtig machst. Du machst dir Sorgen über das, was noch kommen wird und fragst dich, ob du ausreichend darauf vorbereitet bist. Und da sind sie wieder, die negativen Gedanken. Eine feste Motivation aufzubauen, kann ein langwieriger Prozess sein. Sie mit negativen Gedanken wieder einzureißen, dauert nur wenige Momente.

Woher Zweifel, Selbstzweifel und Sorgen kommen, ist kein Geheimnis. Zum größten Teil finden sie ihren Ursprung in mangelndem Selbstbewusstsein und -vertrauen. Wer sich seiner selbst nicht vollkommen bewusst ist und sich deshalb nicht vertraut, fühlt sich nicht sicher und hat nur wenig Vertrauen darin, dass sich alles zum Guten wenden wird. Ein bewährtes Mittel dagegen ist selbstverständlich, selbstbewusster zu werden und sein Selbstvertrauen zu stärken. Wer mein Buch „Endlich selbstbewusst!“ gelesen hat, kennt mittlerweile sehr viele erprobte Möglichkeiten dafür und weiß auch, dass das Ganze ein Prozess ist, der nicht über Nacht stattfindet.
Manchmal ist der Gedanke, dass man noch einen langen Weg vor sich hat, demotivierend und zieht einen noch mehr herunter. Aus diesem Grund möchte ich heute ein paar Gedanken anführen, die dir zeigen sollen, dass wir uns einige Zweifel und Sorgen sparen können. Wie so oft kann ein kleiner Wechsel des Blickwinkels bereits große Veränderungen bewirken 🙂

Die Zweifel an der Qualität

Wir beschäftigen uns ständig mit der Frage, ob das, was wir tun, gut und richtig ist. Mache ich meinen Job gut? Habe ich heute gut gekocht? Habe ich die Streitsituation vorhin gut gelöst? Wird den anderen gefallen, was ich zu sagen habe? Sind meine Leistungen gut genug für meine Mitmenschen?
Immer alles „gut“ machen zu wollen, ist für viele Menschen ein regelrechter Zwang. Sie setzen sich selbst enorm unter Druck und wollen alles möglichst perfekt machen. Dahinter steht oft die Angst vor der Meinung der anderen. Man will nicht von seinen Mitmenschen für unqualifiziert gehalten werden. Man fürchtet sich vor Kritik und Ablehnung. Aber wieso eigentlich? Was ändert die Meinung anderer eigentlich an unseren Leistungen?

Zuerst einmal sollte man sich fragen, was überhaupt „gut“ bedeutet. Jeder hat einen anderen Maßstab dafür. Für den einen ist eine Nudel perfekt, wenn sie noch Biss hat und für den anderen ist sie es erst dann, wenn sie durchgekocht und matschig ist. „Gut“ selbst zu definieren und seinen eigenen Maßstab zu haben, gehört zur angeborenen Freiheit eines Menschen! Wir sollten dankbar sein und dieses Privileg nutzen, anstatt uns an den Maßstäben anderer zu orientieren.
Was ändert es eigentlich an der Qualität deiner Taten und Eigenschaften, was andere denken? Ob man dich für arm oder reich hält, ändert nichts an deinem Kontostand. Ob man dich für einen guten oder schlechten Sportler hält, ändert nichts an deinen athletischen Leistungen. Was deine Arbeitskollegen über deine Arbeitsleistung denken, ändert nichts an der tatsächlichen Leistung. Erst, wenn DU reich sein willst, wird sich dein Kontostand verändern. Wenn DU athletischer sein willst, wirst du es werden. Wenn DU deine Arbeitsleistung verbessern willst, wirst du es tun. Die Gedanken der anderen haben keine Macht über dich, solange du sie ihnen nicht gibst. Was bleibt, sind also deine eigenen Ansprüche.

Auch wenn man seine Mitmenschen ausblendet, können die eigenen Ansprüche einem das Leben schwer machen. Hierzu möchte ich nicht viel sagen, denn ganz grob betrachtet ist die Sache sehr simpel: Du bist, wer du bist und du tust, was du tust. Sobald du verstehst, dass du nur diese eine Persönlichkeit und diesen einen Körper hast, ist das alles für dich selbstverständlich. Was du tust, ist automatisch gut, denn es stammt von der wichtigsten Person in deinem Leben: Dir selbst. Im Prinzip war es das schon, ob du es glaubst oder nicht! Der eigene Anspruch ist niemals so stark ausgeprägt wie die Furcht vor der Meinung seiner Mitmenschen. Sich selbst (und nur sich selbst) zufriedenzustellen, ist wesentlich leichter als es seiner Umwelt recht zu machen.
Sich selbst zu akzeptieren und für „gut“ zu halten, ist nicht für alle Menschen selbstverständlich. Aber WENN du es tust, dann hast du auch keine Zweifel mehr an deiner eigenen Qualität. Der Weg zu dieser Selbstzufriedenheit und dem Einklang mit seinem eigenen Maßstab kann lang sein, aber er lohnt sich!
Denk daran, wenn du mal wieder daran zweifeln solltest, ob du etwas wirklich gut oder richtig machst. Der einzige Maßstab für „gut“, der zählt, ist dein eigener!

Die Sorge vor dem Unbekannten

Der Klassiker der negativen Gedanken! Wie oft machst du dir Sorgen über das, was noch kommt? Kennst du das Gefühl, wenn du dich auf nichts konzentrieren kannst oder nachts noch lange wach im Bett liegst, weil du mit den Gedanken bereits woanders bist? Gehörst du zu den Menschen, die sich den Kopf über etwas zerbrechen, das noch gar nicht passiert ist? Wenn ja, dann bist du mit absoluter Sicherheit nicht alleine damit.
Was ich nun sagen, bzw. schreiben werde, kennst du bereits. Es ist nichts Neues und ich bin weder der erste, noch der letzte, der es aufschreibt. Du kennst es, aber du vergisst es gerne. Du blendest es aus, weil du all deine Gedanken auf die Zukunft und das Unbekannte fixierst. Heute möchte ich dich noch einmal daran erinnern:

Wir Menschen sind keine Hellseher. Wir können die Zukunft nicht voraussagen, also ist jeder Gedanke an morgen eine reine Spekulation. Spekulationen sind keine Tatsachen und deshalb bringen sie dir nichts. Tatsache ist, dass du genau jetzt lebst. Dein Leben findet jetzt statt und dies ist der Moment, in dem du deine volle Konzentration brauchst.
Wenn du morgens aus dem Haus gehst, weißt du noch nicht, was dir unterwegs passieren wird. Du weißt nicht, was du sehen oder erleben wirst, also machst du dir auch keine Gedanken darüber. Du kannst dich nicht auf etwas vorbereiten, das du nicht kennst. Die beste Vorbereitung ist, aufmerksam im Hier und Jetzt zu sein. So kannst du auf jede Eventualität, wenn sie dann eintritt, am besten reagieren.
Welchen Einfluss hat es auf den jetzigen Moment, was morgen passieren wird? Das kannst du jetzt noch nicht wissen. Du wirst es morgen wissen, wenn du den nächsten Tag erlebt hast. Jede Spekulation ist, so hart es auch klingt, Zeitverschwendung.
Es ist nicht schlimm oder verboten, an das Bevorstehende zu denken und sich darauf einzustellen, ABER es ist unnötig sich Sorgen zu machen. Was dich letztendlich erwartet, kannst du jetzt noch nicht wissen und deshalb macht es keinen Sinn, sich Sorgen zu machen.

Weniger zweifeln, mehr genießen

Wenn du weniger zweifelst und aufhörst, dir Sorgen zu machen, gewinnst du mehr Zeit für die schönen Dinge im Leben. Du wirst mehr positive Gedanken denken können, denn nun blockieren nicht mehr so viele negative Eindrücke deinen Geist. Unbeschwertheit bedeutet Leichtigkeit. Leichtigkeit bedeutet, dass dir das Leben leicht von der Hand geht. Das wiederum heißt, dass du glücklich bist 🙂

Ich hoffe, dass diese kleinen, aber wichtigen Gedanken dich ein wenig vom Grübeln abhalten und dir etwas Leichtigkeit bringen. In diesem Sinne wünsche ich dir ein schönes und vor allem unbeschwertes Wochenende. „Mach dir keine Sorgen“ ist keine Floskel, sondern ein sehr hilfreicher Rat. Gib ihn gerne weiter.

Es ist schön, dass du dabei bist.
Michael