3 wertvolle Lektionen, die ich von Tieren gelernt habe

…und von denen auch du profitieren wirst!

Tiere sind großartige Wesen. Ich könnte wirklich ein ganzes Buch darüber schreiben, warum ich sie so besonders finde und was wir alles von ihnen lernen können. Vielleicht werde ich das sogar eines Tages tun. Heute habe ich jedoch nicht vor, ellenlange Texte zu verfassen. Offen gesagt ist mir einfach nicht danach. Das hindert mich aber nicht daran, 3 wertvolle Erkenntnisse mit dir zu teilen, die ich durch den Umgang mit Tieren erlangt habe.

Ich habe mir vorgenommen, eine große Liste anzulegen, mit all den großartigen Dingen, die wir von Tieren lernen können. Deshalb würde ich mich sehr über deine Ergänzungen unter dem Blogartikel freuen. Was hast du durch den Umgang mit Tieren gelernt? Woran sollten wir Menschen uns ein Beispiel nehmen? Ich bin gespannt auf deine Erfahrungen!

3 wertvolle Lektionen

1. Freundlichkeit entwaffnet

Warum lieben wir Hunde so sehr? Und warum können wir ihnen einfach nicht böse sein? Weil sie lieb sind. Weil sie stets freundlich sind. Weil sie total offenherzig sind. Wenn du mit einem Hund befreundet bist und nur 2 Stunden ohne ihn unterwegs warst, wird er dich danach begrüßen, als hättet ihr euch seit Jahren nicht gesehen. Wir Menschen lieben das Gefühl, besonders zu sein. Wir wollen wertvoll sein und Hunde vermitteln uns genau das: Sie lieben uns, wenn wir sie gut behandeln. Und genau dafür werden sie von uns geliebt. Eine schöne Sache, oder?

Bei Menschen ist das dann eher komplizierter. Wir gehen nur selten komplett freundlich, ehrlich und offenherzig auf andere zu. Wir haben gesellschaftliche Filter, durch die unsere Gedanken gesiebt werden. Wir fragen uns, was die anderen wohl über uns denken, je nachdem, wie wir uns verhalten. Wir überlegen uns ganz genau, welchen Eindruck wir vermitteln wollen und passen unser Verhalten entsprechend an. Einem Hund kommt so etwas gar nicht in den Sinn. Er ist einfach ehrlich: Wenn er dich sieht, freut er sich. Und genau das macht ihn so sympathisch.

Ich hatte mal einem Hund gegenüber ein schlechtes Gewissen, weil ich tags zuvor streng zu ihm gewesen war. Bevor ich ihn wiedersah, fragte ich mich, wie ich Wiedergutmachung leisten könnte und ob er wohl nachtragend sein würde. Als ich bei ihm ankam, sprang er auf mich zu, als wäre ich sein bester Freund auf der Welt. Er war absolut nicht nachtragend und ich war einfach dankbar dafür. Für mich war das eine unglaublich starke Lektion: Manchmal braucht es keine Worte, um einen Konflikt beizulegen. Manchmal muss man nur zeigen, dass man einander liebt und vergibt.

Diese maßlose Ehrlichkeit ist wohl auch der Grund dafür, dass man einem Hund einfach nicht böse sein kann. Ihre vollkommen ehrliche Freundlichkeit ist entwaffnend. Diese Erkenntnis habe ich auf meinen Alltag übertragen. In der oft so rauen und strengen Geschäftswelt begegne ich unhöflichen und streitsüchtigen Menschen mit vollkommener Freundlichkeit. Nicht auf eine verlogene Art und Weise. Ich bin freundlich, weil ich es für richtig halte und das Ergebnis ist immer wieder dasselbe: Man kann mir einfach keine bösen Absichten unterstellen, wenn ich keine mitbringe. Man kann mir nichts abschlagen, wenn ich der freundlichste Mensch im Raum bin. Sich mir anzuschließen, wirkt instinktiv wie die sinnvollste Entscheidung. So, wie es instinktiv richtig ist, einen Hund zu mögen, weil er einfach nur Gutes ausstrahlt.

2. Loyalität verbindet

Freundschaft ist etwas Wunderbares. Aber was ist eigentlich „wahre Freundschaft“? Das definiert jeder völlig anders. Es gibt Freunde auf oberflächlicher Ebene, mit denen man immer etwas Lustiges unternehmen kann. Dann gibt es Freunde, mit denen man stundenlang über Gott und die Welt reden kann. Und dann gibt es noch jene, mit denen man durch dick und dünn geht. Besonders in schweren Zeiten zeigt sich oft, wer ein wahrer Freund ist und wer nicht.

Eine Freundschaft zerbricht, wenn ein „Freund“ uns in schweren Zeiten hängen lässt und sie blüht auf, wenn man uns den Rücken stärkt. Wir belohnen Loyalität, indem wir eine Freundschaft vertiefen und wir bestrafen Illoyalität, indem wir Abstand nehmen. So wichtig sind uns Treue und Rückhalt. Während wir im Laufe des Lebens oft von Menschen enttäuscht werden, erleben wir es so gut wie nie, dass ein Tier uns hängen lässt. Ich habe schon Pferde gesehen, die sich schützend vor Menschen gestellt haben, als sie Gefahr gewittert haben. Und das, obwohl Pferde Fluchttiere sind. Wir sehen täglich Hunde, die neben Obdachlosen auf der Straße sitzen und ihnen treu Gesellschaft leisten. Sogar ich war neulich erstaunt, als der sonst wilde und zappelige Hengst meiner Frau auf mich zukam, seinen Kopf an meinen legte und tief durchatmete. Ich hatte an diesem Tag niemandem gesagt, wie furchtbar schlecht es mir ging. Er konnte es einfach spüren und zeigte mir, dass er für mich da ist. Eine wirklich beeindruckende Geste.

Dies zeigte mir umso mehr den Wert der Loyalität. Meine Lehre daraus ist: Wann immer ich meine Freunde in Not sehe, bin ich für sie da. Denn ich habe verstanden, dass Treue und Rückhalt das sind, was Menschen wirklich langfristig zusammenschweißt. Die Welt braucht mehr Loyalität und wir sollten uns an den Tieren ein Beispiel nehmen.

3. Man muss nicht immer etwas „tun“

Über diesen Gedanken habe ich sogar mal einen Blogartikel geschrieben. Jedes Mal, wenn ich Kühe auf einer Weide sehe, werde ich daran erinnert, dass man nicht immer etwas „tun“ muss. Der ständige Drang nach einer Beschäftigung ist eine furchtbare menschliche Eigenschaft. Wir müssen immer produktiv sein, immer „etwas schaffen“. Und dann gibt es da noch die Kühe, die einfach auf der Weide entspannen, ein bisschen Gras futtern und sich die Sonne auf das Fell scheinen lassen. Seltsamerweise scheinen sie dabei glücklicher zu sein als wir Menschen. Wer ist jetzt der Dumme?
Notiz am Rande: Ja, heutzutage sind nur wenige Kühe sind glücklich. Das liegt allerdings nicht an ihrem Lebensstil, sondern daran, was Menschen mit ihnen machen.

Meine Lehre daraus ist: Man kann auch eine gute Zeit haben, indem man nichts macht. Da kommt mir sogar spontan eine tolle Idee: Sobald ich diesen Blogartikel zu Ende geschrieben habe, mache ich frei. Ja, ich denke, das sollte ich machen. Mal schauen, ob die Philosophie der guten alten Kühe wirklich funktioniert 😉

Man wird alt wie eine Kuh…

…und lernt auch von Tieren noch dazu! Es gibt sehr, sehr viele Dinge, die wir aus dem Verhalten von Tieren lernen können. Mir gefällt das Thema so gut, dass ich ernsthaft erwäge, ein Buch darüber zu schreiben. Ich würde mich über ein bisschen Inspiration von dir freuen! Was hast du bereits von Tieren gelernt? Welche wichtigen Lektionen hat dir der Umgang mit ihnen vermittelt?

Ich freue mich auf viele Anregungen und wünsche dir einen wunderbaren Tag!

Es ist schön, dass du dabei bist.
Michael

 

 

Titelbild: Unsplash.com, Jamie Street

32 Kommentare, sei der nächste!

  1. Also ich denke das man durchaus etwas von Tiere lernen kann jedoch keine all so große Bewertung in die Sache legen sollte.

    Wie schön traurig süß klingen solche Meldungen: erst nachdem man über Wochen hinweg nichts vom Nachbar x gesehen und gehört habe und ein etwas strenger Geruch wahrzunehmen war ffnete die beigerufene Feuerwehr die Tür und fand den Nachbar der vor Wochen verstorben war. Treu an seiner Seite lag sein Hund. Meldung Ende.

    Das der Hund nur deshalb überlebte weil er anfing seinem Instinkt nachzugehen und das verwesende Herrschen als Futterquelle zu nutzen wird kaum berichtet.

    Auch die schöne Kuh auf saftiger Weide iist ein wunderschönes Bild was gerne in der Werbung verwendet wird und natürlich ist die tolle Milch die die Kuh gibt für das Super Bio Food das man kleinen Kinder gebe. Dafür sollen einige ja auch mit ihrem Namen stehen.

    Die Kuh aber macht nichts anderes als schlicht so zu funktionieren für was sie vorgesehen ist. Tt sie es nicht wird sie schnell als Schnitzel usw. in der Fleischtheke landen.

    Tiere haben durchaus schöne und weniger schöne Seiten und der Mensch von heute unterscheidet sich fast kaum noch vom Ter – beide versuchen wenn es so sein soll einfach zu überleben. Manche stellen sich dabei sehr schlau an andere wieder etwas doof und wieder andere funktionieren einfach nur und wenn nicht steigen sie ab und das war es dann.

    1. Hallo Ray,

      deine für mich wichtigste Aussage ist, dass der Mensch sich nicht wirklich vom Tier unterscheidet. Der Mensch IST das wahre Tier. Es gilt in unserer Gesellschaft als unanständig der Wahrheit ins Auge zu blicken, aber der Mensch ist grausamer als jedes Tier. Inzwischen differenziere ich sogar zwischen dem Verhalten eines Tieres unter natürlichen Umständen und dem Verhalten unter dem Einfluss von Menschen.

      Man KANN gewisse Dinge über-emotionalisieren, das sehe ich auch so. Allerdings wäre selbst der egoistischste Akt eines Hundes (das tote Herrchen fressen) noch lange nicht so grausam wie das, was der Mensch jeden Tag Tieren antut. Es ist eine unangenehme Wahrheit, aber nichts desto trotz die Wahrheit. Von daher ist es für mich völlig okay wenn ein Tier versucht zu überleben. Das mache ich ja auch 😉

      Viele Grüße
      Michael

      1. Wir leben zweifelsfrei in einer Zeit in der so ziemlich alles nicht mehr den „natürlichen Gegebenheiten“ entspricht. Da ist so ziemlich alles durcheinander und selbst wenn Frau Thunberg das Klima kritisiert ist das bestenfalls nur eine Kleinigkeit an Dummheit die wir betont alle so verzapft haben.

        Selbst wenn wir uns mit einem Schlag wieder salopp zu den Anfängen der Menschheit bewegen würden wäre das ein garantiertes Todesurteil für eine Vielzahl von Mensch Tier und Natur. Mag sich doof anhören aber ich würde gerne so ein ultimatives Extrem erleben. … viele andere wohl eher nicht. Aber eine Alternative gäbe es nicht denn wir haben wahrlich viel Mist gebaut der sich nicht einfach durch Verbot von Diesel oder A Waffen Verbot regulieren lassen kann.

        Was wir dann von Tiere lernen könnten wäre das sie sich ihre Ureigenschaften bewahrt haben. Auch der mensch hat solche Ureigenschaften nur ist es dem mensch sehr schwer diese noch anzuwenden. Die Tiere hingegen würden garantiert also die letzten lebewesen dieser Welt sein.

        Das wieder sagt oder lehrt uns an unsere Ureigenschaften zu denken diese zu aktivieren zu zu wahren und zu pflegen.

        Wer das tut wird keinesfalls jetzt zum Vegetarierer sondern weiß sich von einer ganz normalen Mahlzeit zu ernähren. Man braucht kein Diesel und sicher kein Auto um von A nach B zu kommen und selbst wenn sich die lieben Mitmenschen die Köpfe einschlagen weiß der (Ur)Mensch wie man da locker durchkommt.

        Deshalb sehe ich auch eine Wichtigkeit nicht nur unsere geistigen Fähigkeiten richtig zu programieren sondern auch unsere Survival Fähigkeiten zu bewahren. Was nutzt dir die beste Motivation und ein Streichholz wenn du keine Erfahrung hast was man damit alles machen kann?

        Jedes Tier hingegen hat sich seine Urfähigkeiten bewahrt und wendet diese auch an. Ich sage da meist immer zu meinen Enkel wenn sie einen süßen kleinen ach so lieben Hund sehen – denkt daran wenn der liebe kleine Hund warum auch immer in dir eine Beute sieht bist du wahrscheinlich in wenigen Sekunden Futter..

  2. Lieber Michael,
    wenn man genau in sich hineinspürt und achtsam ganz bei sich selbst ist, dann ist es auch dein Hund. Genau diese Erfahrung habe ich in einer Therapie mit Hund gemacht. Das war total faszinierend, da mein Hund normalerweise eher an der Leine zieht. Oder vor oder hinter mir geht. Schaffe ich es aber, ganz bei mir zu sein, dann läuft mein Hund ganz brav neben mir und ist mit seiner Aufmerksamkeit auch bei mir. Die Kunst daran ist, tatsächlich ganz bei sich zu sein!
    Schönes Wochenende!

    1. Hallo Elke,

      das ist ein wirklich sehr spannender Ansatz! Bisher habe ich noch gar nicht davon gehört, aber ich werde mich definitiv darüber informieren. Danke!

      Auch dir ein schönes Wochenende 🙂

      Viele Grüße
      Michael

  3. Hallo Michael,

    ein sehr schöner Artikel.

    Als Tierkommunikatorin könnte ich so viele schöne Geschichten erzählen über die Weisheit und uneingeschränkte Liebe unserer Tiere.

    Sie leben im hier und jetzt, das ist (finde ich) eine ganz wichtige Sache, die wir oft vergessen. Gestern ist vorbei, morgen ist noch nicht, heute ist der Tag auf den es ankommt. Mit all seinen großen und kleinen Wundern.

    Was du mit dem Pferd beschreibst kenne ich nur zu gut. Ja, oft braucht es keine großen Worte, sondern einfach eine „Schulter zum Anlehnen“, damit es uns besser geht.

    Ich stimme dir absolut zu:
    Unsere Tiere sind große Lehrer, wenn wir sie lassen.

    Herzliche Grüße
    Christina

    1. gestatte mir Bitte diese Meinung dazu:

      ich stelle keineswegs in Frage das Kommunikation zu Tiere unmöglich sei jedoch scheinen beide Seiten etwas anders auszulegen als man so denkt. Wohl wird es keine große Kunst sein einem an die zivile Welt gewöhnten Hund dies und das „zu sagen“ ohne das etwas „passiert“.

      Jedoch hat bislang noch niemand so wirklich diese Versuche gemacht (… obschon ich hier wirklich von der Umsetzung abrate…): besuche man mal ein ausgewachsenes Aligator Weibchen das auf seinem netzt sitzt und ihre Eier bewacht und versuche einen „Dialog“. Oder das „Gespräch“ mit einer „Schwarzen Witwe“ oder einer wildlebenden Kobra.

      Ich denke sehr schnell und schmerzhaft wird klar sein das der versuch des Dialogs so ziemlich übe schief gehen wird.

      Womöglich wird jedes Tier so seine eigene Sprache haben und das was wir ihm vermitteln wollen etwas anders auffassen oder erst garnicht wirklich so verstehen wie wir das ausdrucken wollen. Was dann aus solcher Sache ergibt kann doch echt nicht als Kommunikation bezeichnet sein.

      1. Das ist einfach eine Frage des Mindsets und der Herangehensweise. Wenn man sich nur die Negativ-Beispiele feststellt, wird man nur den Haken an der Sache sehen.
        Du wirst Recht haben, was z.B. extrem gefährliche Tiere betrifft, die einfach nur Jagdinstinkte haben.

        Allerdings gibt es auch Aufzeichnungen über Freundschaften zwischen Menschen und Löwen.

        Ebenfalls denke ich, dass es auch Menschen gibt, mit denen jeglicher Dialog unmöglich ist. Menschen, die von ihrer Kindheit an negativ konditioniert wurden und jeden Versuch eines intellektuellen Austauschs mittels Gewalt unterbinden.

        Konzentrieren wir uns deshalb lieber immer auf das Machbare und Mögliche! In diesem Bereich hat es schon sehr viele wertvolle Erkenntnisse gegeben 🙂

  4. Hallo,

    ein sehr schöner Artikel, welcher bestimmt ausbaufähig ist, bei sovielen tollen Vorbildern. 😉
    Ich finde es sehr schön bei meinem Hund immer wieder zu beobachten, dass sie IMMER nur im hier und jetzt lebt.
    Wieviele Menschen schaffen das schon bewusst?!!?
    Daran sollte man sich wirklich ein Beispiel nehmen. 🙂

    Lieben Gruß
    Line

    1. Hallo Line,

      oh ja, das ist ein sehr guter Punkt. Ein Hund genießt das Leben einfach. Natürlich ist er dadurch intellektuell zu weniger in der Lage als ein Mensch. Das steht außer Frage. Aber er hat definitiv mehr Freude am Moment, ohne sich ständig Sorgen wegen des Geldes, der bevorstehenden Einkäufe oder der Arbeit zu machen 😉

      Viele Grüße
      Michael

  5. Lieber Michael,
    Auch ich sage danke 🙏 für den tollen Artikel . Da ich selbst einen lieben Hund habe , kann ich das nur bestätigen . Er ist ein treuer Begleiter für mich und hat mir schon sehr viel Freude bereitet und in manchen traurigen Momenten zur Seite gestanden . Ein schönes Wochenende für Dich 😊 liebe Grüße Christiane

  6. Dass Hunde voll und ganz zu ihren Menschen stehen, kann ich voll bestätigen.

    Das geht sogar weit über die physische Welt hinaus. Ich spreche sehr oft gedanklich mit meinem Hund. Dabei erlebe ich immer wieder, dass er sein Verhalten mir gegenüber ändert. Ganz so, wie es Menschen in Verbindung mit einem tiefgründigen Gespräch tun.

    Dasselbe geht auch umgekehrt. Ich erlebe immer wieder, wie mein Hund zu mir kommt, mich mit hypnotischer Kraft anschaut, und mir etwas mitteilt. Bin ich in solchen Momenten offen, dann kommt die Botschaft an. Stecke ich in irgendwelchen Grübeleien fest, dann nicht. Er erkennt das, und verzieht sich wieder. Wartet ab. Versucht es später wieder, bis es klappt.

    Ich könnte viele solcher Geschichten erzählen. Es ist echte Kommunikation.
    Tiefgreifend.
    Wohltuend.
    Heilsam.

    Und ich bin davon ganz sicher, wenn wir Menschen nicht so versessen auf unseren Verstand fixiert sind, klappt das auch unter Menschen.

    1. Hallo Uta,

      von solchen Phänomenen habe ich schon öfter gehört und ich werde mich in den nächsten Monaten mal intensiver mit der Thematik beschäftigen. Einfach, weil ich sie so interessant finde!

      Es freut mich, dass du so eine tolle Beziehung zu deinem Hund hast 🙂

      Viele Grüße
      Michael

  7. Lieber Michael,

    Ein sehr schöner Beitrag und im privaten kann ich erzählen, dass unser Kater den Kindern dabei hilft, Respekt und Grenzen zu erlernen.
    Vom Großen Ganzen her muss ich sagen, dass ich es nun erlebt habe, dass Tiere fast eine ganze Stadt zu Mitleid und Trauer angeregt haben. Bei uns ist das Affenhaus nieder gebrannt und fast alle verknüpfen damit sehr viele Erinnerungen.Selbst die größten Zyniker unter uns, wurden auf einmal viel menschlicher und warmherziger bei diesem Thema.

    Liebe Grüße
    Jessie

    1. Hallo Jessie,

      ich denke ebenfalls, dass vor allem Kinder viel von Tieren lernen können. Eine sehr spannende Sache!

      Der Vorfall im Affenhaus ist wirklich tragisch und das schlechte Gewissen der Menschen drumherum zeigt, dass wir Tiere instinktiv viel stärker wertschätzen als wir im Alltag annehmen würden.
      Meiner Meinung nach werden sich diese Empathie und das Gefühl der Zusammengehörigkeit im Laufe der Zeit weiterentwickeln. Oder zumindest hoffe ich das.

      Viele Grüße
      Michael

  8. Hi Michael,

    Erstmal ein großes Lob an dein Buch, und dadurch bin ich auf diesen Blog gestoßen, kannst dir schon denken welches Buch es war :-)!?
    Ich habe selbst zwei Katzen, die eine ist verschmust, die andere etwas eigenwillig. Sie verstehen sich jedoch Prima.

    Egal wie lange ich nicht zuhause bin oder ob ich später aufstehe. Die Katzen liegen immer bei mir im Bett. Sie schlafen mit mir, egal ob ich auf der Couch im Wohnzimmer, im Bett im Schlafzimmer oder auf der Couch im Gästezimmer einschlafe. Egal wie ich sie den ganzen Tag behandelt habe, ob ich sie gestreichelt habe oder aufgrund meiner schlechten Laune, ignoriert habe. Sie kommen Abends immer zu mir. Ich streichelte Sie und komischerweise, wissen sie wenn ich nun ausgeglichen bin und langsam einschlafe können sie sich auch neben dran legen und schlafen. Sie sind nie nachtragend und auch niemals böse. Ich glaube sie mögen mich einfach so wie ich bin. Das wünschen sich viele Menschen, dass man sie deshalb mag, weil sie so sind, wie sie sind. Das ist in unserer Gesellschaft leider sehr selten geworden. Wir werden nach materiellen Gütern, nach unserem aussehen beurteilt. Scheuklappen sind heutzutage leider modern geworden.

    Im russischen gibt es ein tolles Sprichwort, übersetzt heißt es.

    Nach dem Aussehen und der Kleidung wird man empfangen, nach dem Intellekt wird man verabschiedet.

    Was so viel heißt, wenn du die falschen Klamotten hast und das falsche aussehen. Wirst du leider selten nach deinem Wesen, so wie du wirklich bist wahrgenommen.

    Das nochmal zur egoistischen und mit Scheuklappen versehenen Gesellschaft von heute.

    1. Hallo Anton,

      danke für deinen wertvollen Beitrag! Das Sprichwort war mir tatsächlich geläufig und ich mag es sehr.

      Ebenfalls wichtig finde ich deinen Punkt, dass Tiere uns nicht nach Status oder oberflächen Merkmalen beurteilen. Das meinte ich im Artikel mit den „gesellschaftlichen Filtern“. Tiere nehmen uns einfach so, wie wir sind. Deshalb sind wir ihnen so dankbar und verbunden.

      Es freut mich sehr, dass du so eine wertvolle Beziehung zu deinen Katzen hast! Und ja, ich kann mir bereits denken, welches Buch dich hergeführt hat 😉

      Viele Grüße
      Michael

  9. Hallo Michael,

    Schade das ich kein Bild einstellen kann
    Es gibt da ein super treffendes….

    Mensch und Hund sitzen auf einer Bank

    Gedankenblase Mensch: Auto Arbeit Uhr Vergangenes usw.

    Gedankenblase Hund: Mensch und Hund sitzen auf der Bank.

    Text dazu: Darum ist dein Hund glücklicher als Du !!!

    Schönes Wochenende

  10. Hallo lieber Michael

    Ich möchte dir etwas erzählen ich hatte eine Katze meine Juli mit der ich aufgewachsen bin ☺️
    Wir waren wie Schwestern sie hat mich Getröstet sie hat mich mental gestärkt
    Auf der Mauer gesessen wenn ich von der Schule kam
    Wenn ich krank war bei mir im Bett gelegen bis es mir besser ging
    Wir haben uns abgöttisch geliebt sie wurde stolze 21 Jahre alt es war eine unbeschreiblich schöne Zeit mit ihr….
    Noch heute gibt mir eine schnurrende Katze soviel Ruhe und Zufriedenheit es hat mich positiv geprägt mit einem Tier aufzuwachsen ❤️
    Jetzt mit dem Bränden in Australien es macht mich so traurig diese unschuldigen Wesen die einfach in Frieden leben wollten haben jetzt so ein schlimmes Schicksal 😞

    1. Hallo Vanessa,

      das ist wirklich eine schöne Geschichte! 21 Jahre…ein stolzes Alter und es freut mich, dass du mit dieser treuen Begleiterin aufgewachsen bist.

      Was derzeit in Australien geschieht, ist wirklich grausam. Wir können nur hoffen, dass die Menschheit daraus lernen wird und ihre Prioritäten überdenkt. Denn die Leidtragenden sind nur selten die, die die Entscheidungen treffen…

      Viele Grüße
      Michael

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