Das Fest der Liebe endet nicht selten als Fest der Enttäuschung, Streitereien und Unzufriedenheit. Lass uns herausfinden, woran das liegt und was man dagegen tun kann.

Zuerst einmal möchte ich mich für das große Interesse an meinem neuen Buch bedanken. Ich freue mich, dass so viele sich dazu entschieden haben, es zu lesen und hoffe, dass es allen Erwartungen gerecht wird. Wie bereits angekündigt, bekommt heute jeder, der sich für das Buch entschieden hat, die Möglichkeit sich einen kleinen Bonus abzuholen. Das funktioniert so:

Die Kundenbewertungen auf Amazon sind wichtig, da sie anderen potenziellen Lesern dabei helfen, einen ehrlichen Eindruck vom Buch zu bekommen. Deshalb würde ich mir wünschen, dass du mein neues Buch bewertest, nachdem du es gelesen hast. Da umsonst aber nur die Sonne aufgeht, habe ich mir einen kleinen Bonus ausgedacht, um diese nette Geste zu belohnen.
Wenn du auf Amazon eine Bewertung für das Buch hinterlässt, schreib mir eine Mail an michael@dein-fussabdruck.de oder an leister-michael@web.de und gib mir darüber Bescheid. Im Anschluss erhältst du von mir ein kleines Bonusgeschenk, bzw. 7 kleine Bonusgeschenke, die dich inspirieren und motivieren werden. Dieses Angebot ist nicht zeitlich begrenzt, aber eventuell könntest du noch vor Weihnachten etwas mit diesen kleinen Bonusgeschenken anfangen 🙂

Wenn du mein Buch auf Amazon bewerten möchtest, kannst du das entweder auf Amazon unter „Mein Konto“ –> „Meine Bestellungen “ tun, oder du gehst auf die Produktseite und klickst unten, wo die Kundenrezensionen sind, auf „Kundenrezension verfassen“. Hier geht es zur Produktseite: Garantiert unglücklich.

So viel zu den Neuigkeiten und dem Bonus. Kommen wir zum Thema des Tages:

 

Wenn Weihnachten zum Fest der Enttäuschung wird

Das Fest der Liebe und Besinnlichkeit steht vor der Tür und auch wenn die Weihnachtszeit eine ganz besondere ist, ist sie häufig nicht ganz so friedlich und besinnlich wie geplant. Doch wie äußert sich das konkret und was sind die Ursachen dafür? Was kann man tun, um das Weihnachtsfest mehr zu genießen und weniger Stress und Streit zu haben? Um das herauszufinden, sehen wir uns zunächst einmal 4 Gründe für Ärger und Enttäuschungen an Weihnachten an:

1) Was in der Weihnachtszeit ganz besonders heraussticht, ist der Stress. Wer ein schönes und ruhiges Weihnachtsfest erleben möchte, muss sich dafür einer ganzen Menge Stress aussetzen. Auf der Arbeit muss einiges erledigt und fertiggestellt werden, damit man über die Feiertage nichts mehr zu erledigen hat und ruhigen Gewissens abschalten kann. Es müssen Vorräte eingekauft werden, da die Supermärkte für einige Tage geschlossen sein werden und natürlich müssen Geschenke organisiert werden. Hinzu kommt, dass die ganze Welt diesem Stress ausgesetzt zu sein scheint und so kann ein einfacher Gang in den Supermarkt oder in die Innenstadt zur Herausforderung werden. Es wird geschoben, gedrängelt und gehetzt. Wenn all das geschafft ist, wartet zu Hause noch jede Menge Arbeit: Geschenke verpacken, das Festessen zubereiten, die Wohnung/das Haus weihnachtlich dekorieren, die Zusammenkunft mit der Familie organisieren, etc.
Es gibt einfach so viel zu tun und alles ist so anstrengend, dass man sich nicht wirklich auf das Fest freuen kann und kaum wahrnimmt, wie die Zeit an einem vorbeifliegt. Am Ende stellt man fest, dass man Weihnachten damit verbracht hat, alles möglichst perfekt zu organisieren anstatt sich zu entspannen und das Fest zu genießen.

2) Es gibt kein Fest, das so viele Familienstreitereien auslöst wie Weihnachten. Die ganze Familie versammelt sich zu Hause, manche sehen sich zum ersten Mal seit einigen Monaten wieder und während der eine viel zu erzählen hat und den Alleinunterhalter spielt, sind dem anderen die Anwesenheit so vieler Menschen und die laute Atmosphäre unangenehm. Es wird sich viel unterhalten und während dieser Gespräche kristallisiert sich langsam heraus, warum manche aus der Familie sich das ganze Jahr über nicht sehen: Weil sie sich ständig streiten und auch diesmal keine Ausnahme machen. Da schließlich Weihnachten ist, will man den Streit unbedingt vermeiden und versucht dazwischen zu gehen, was zu noch größerem Ärger führt. Das Ergebnis ist schlechte Stimmung, obwohl man sich eigentlich Besinnlichkeit gewünscht hat. Die Enttäuschung darüber ist besonders groß und das Weihnachtsfest, das nur ein einziges Mal im Jahr stattfindet, fühlt sich ruiniert an.

3) An Weihnachten bekommt man leicht das Gefühl, dass sich alles nur um Geschenke dreht. Die Medien propagieren natürlich, dass man nur von seiner Familie geliebt wird, wenn man die modernsten und teuersten Geschenke unter den Weihnachtsbaum stellt und das färbt tatsächlich auf viele Menschen ab. Oft fühlt sich der Weihnachtsabend so an, als würde man nur ein Programm aus Formalitäten abarbeiten, bis es endlich zur Bescherung kommt. Diese stellt dann den Höhepunkt des Abends dar und anschließend kann man fühlen, wie die Aufregung weicht und sich alles beruhigt. Zum ersten Mal kehrt eine gewisse Ruhe in das Fest ein, aber irgendwie fühlt es sich auch so an, als wäre es bereits vorbei. Verstärkt wird dieser Eindruck dadurch, dass man nach dem gegenseitigen Beschenken wieder getrennte Wege geht und der Abend somit endet. Man bekommt das ungute Gefühl, dass man sich nur gesehen hat, um Geschenke auszutauschen.

4) Besonders heikel und zugegebenermaßen auch komisch ist das Beschenken an sich. Das Schenken ist ein Thema für sich und wir haben uns sogar schon letztes Jahr um diese Zeit damit beschäftigt. Dennoch möchte ich dieses Thema nicht als Ursache für Enttäuschungen an Weihnachten auslassen. Bei der Bescherung hat man Erwartungen. Vielleicht hat man Erwartungen an das, was man selbst geschenkt bekommen möchte und wird dabei enttäuscht. Vielleicht hat man aber auch die Erwartung, dass die Beschenkten bestimmte Reaktionen auf ihre Geschenke zeigen, was schließlich überhaupt nicht eintrifft. Wenn man sein Geschenk auspackt und dabei von mehreren Augenpaaren gründlich ins Visier genommen wird, ist es schwierig, eine ehrliche und natürliche Reaktion darauf zu zeigen.  Man spürt die Erwartungen der anderen und muss deswegen krampfhaft alles gut finden, was man unter dem Geschenkpapier findet, auch wenn man enttäuscht ist oder sich die Frage stellt, wie jemand ernsthaft glauben konnte, man würde dieses Geschenk mögen 🙂

Wer Erwartungen hat, kann enttäuscht werden

Wie du siehst, sind auch an Weihnachten die meisten Enttäuschungen mit zu hohen Erwartungen verbunden. Man erwartet, dass das Fest perfekt wird, was natürlich unrealistisch ist. Man erwartet, dass sich alle gut miteinander verstehen, was mindestens genauso unrealistisch ist. Wer sich im Alltag häufig streitet, wird auch an Weihnachten keinen Halt davor machen. Das ist ganz normal. Es kommt einem einfach nur besonders schlimm vor, da man die Erwartung hat, dass niemand an den Feiertagen streiten darf.
Genauso sind es die Erwartungshaltungen gegenüber dem Schenken und den Geschenken an sich, die für Enttäuschungen sorgen. Wer sich einfach überraschen lässt, kann nicht enttäuscht werden. Wer ein bestimmtes Geschenk oder bestimmte Reaktionen von seinen Mitmenschen erwartet, wird mit Sicherheit enttäuscht.
Insgesamt investiert man so viel Energie und Arbeit in ein Weihnachtsfest und es ist mit so viel Stress verbunden, dass man eine gewisse Belohnung dafür erwartet. Auch wenn man diese meist erhält, nimmt man es gar nicht wahr, da man sie sich im Vorhinein in einer anderen Form ausmalt.

Das größte Privileg von allen

Was Weihnachten besonders macht und auch immer besonders machen soll, ist, dass man sich mit den Menschen versammelt, die man am meisten liebt. Man verbringt gemeinsam eine ruhige Zeit abseits von all dem Alltagsstress und den Verpflichtungen, die einen sonst voneinander trennen.
Man besinnt sich auf das, was wirklich wichtig ist und erkennt, wie viel Reichtum man doch in seinem Leben hat. Während so viele Menschen da draußen einsam sind, unter Armut leiden, obdachlos sind oder Opfer von Gewalt und Kriminalität werden, hat man es selbst warm und gemütlich mit den wichtigsten Menschen der Welt an seiner Seite. Das ist nicht selbstverständlich und gerade in unserer heutigen Zeit sollte man sich dessen mehr denn je bewusst sein.

Das Schenken ist eine nette Geste, bei der es um Freude gehen sollte und nicht darum, sich gegenseitig zu überbieten oder den Geldwert des anderen Geschenks wieder auszugleichen. Man sollte sich darüber freuen, dass jemand sich Gedanken und Mühe gemacht hat und alles ganz unbefangen auf sich zukommen lassen. Ob ein Geschenk nun lustig, praktisch oder eher fragwürdig ist, spielt im Grunde keine Rolle, solange es von Herzen kommt. Die Geste, jemandem etwas von Herzen zu geben, ist wertvoller als alles, das man in Papier einwickeln kann.

Wenn du Weihnachten wirklich vollkommen genießen möchtest, dann hab keine Erwartungen. Gib dir Mühe, das Fest für dich und die anderen so schön wie möglich zu gestalten, ohne etwas dafür zu erwarten. Wenn du die Freude und Wertschätzung der anderen siehst, wirst du dich mehr belohnt fühlen als je zuvor. Mach dir bei der Organisation keinen allzu großen Stress. Erledigt ist besser als perfekt. Die anderen werden mehr Freude haben, wenn du weniger gestresst und ausgeglichener bist. Lass die Sieben auch mal eine gerade Zahl sein und sieh darüber hinweg, dass ein Feiertag ist, wenn jemand schlecht gelaunt ist. Versuch viel lieber, ihn wieder aufzuheitern, denn das ist wesentlich effektiver und auch christlicher als jemandem zu sagen, er solle sich zusammenreißen.
Genieße die Bescherung, auch wenn sie eigentlich nichts mit Weihnachten zu tun hat. Freue dich über das, was auf dich zukommt und freue dich auch für die anderen. Hab einfach eine schöne Zeit und genieße jeden Moment, denn das Fest ist schneller wieder vorüber als man denkt.

Da das Weihnachtsfest vor der Türe steht, habe ich einfach mal ein paar meiner Gedanken zu den Enttäuschungen an Weihnachten niedergeschrieben. Was hältst du davon? Hast du schon einmal Ähnliches erlebt oder siehst du es vielleicht ganz anders als ich?

Vor Heiligabend wird kein Blogartikel mehr erscheinen und deshalb möchte ich die Gelegenheit nutzen, dir ein schönes, besinnliches und gesegnetes Weihnachtsfest zu wünschen. Ich wünsche dir eine glückliche Zeit und dass du kurz vor dem Start in das neue Jahr noch einmal viel Erholung und Glück auftanken kannst.

Es ist schön, dass du dabei bist.
Michael

 

Titelbild: fotolia.de