Falls du noch nach Ideen und Ansätzen suchst…

Glücklicher sein. Wer möchte das nicht? Die gesamte Persönlichkeitsentwicklung dreht sich um die Suche nach einer höheren Lebensqualität. Seit inzwischen 10 Jahren (ich werde auch nicht jünger…) ist diese Suche nach Glück nicht mehr nur meine persönliche Mission, sondern auch Teil meines Berufs. Ich habe über viele Ansätze philosophiert, einige ausprobiert und sehr viele beobachten und untersuchen dürfen. Irgendwann kam ich zu dem Schluss, dass es im Prinzip gar nicht so schwer ist, glücklich zu sein. Es gibt einfach nur viele Einschränkungen, die uns daran hindern.

Es ist eine unangenehme Wahrheit, dass unsere Gesellschaft einen Alltag lebt, der persönliches Glück einschränkt oder sogar verhindert. Die meisten mögen es nicht, wenn man so etwas öffentlich äußert. Schließlich rüttle ich damit auf unangenehme Weise an der Realität vieler Menschen. Doch ich verfolge keine bösen Absichten. Ich bin einfach nur ehrlich. Kleiner Beweis gefällig?

Hier sind ein paar Stichworte, mit denen wir Glück assoziieren:

  • Freiheit
  • Leichtigkeit
  • Liebe
  • Gesundheit
  • Fröhlichkeit
  • Zufriedenheit
  • Erfolg
  • Individualität

Hand aufs Herz: Wie viele Menschen denken bei diesen Stichworten an ihren Alltag? Damit möchte ich einfach nur sagen, dass das, was wir unter Glück verstehen, nur selten das ist, was wir täglich im Alltag praktizieren.

Somit liegt die Lösung eigentlich auf der Hand. Wir müssen unseren Alltag so umstrukturieren, dass das Glück – oder zumindest das, was wir unter „Glück“ verstehen – Platz darin findet. Leichter gesagt als getan, ohne Frage. Aber der Prozess ist jede Mühe wert.

Die Mission liegt also darin, unsere Definition von Glück in die Realität umzusetzen. Um dich bei diesem Vorhaben zu unterstützen, stelle ich dir im Folgenden drei bewährte Ansätze vor.

 

1. Harte Arbeit

Selbstlob gehört nicht unbedingt zu meinen größten Stärken, doch ich kann guten Gewissens sagen, dass ich stolz auf meine Arbeitsmoral bin. Schon früh in meinem Leben habe ich begriffen, dass Dinge nur dann wirklich gut werden, wenn man viel Zeit, Energie, Aufmerksamkeit, Sorgfalt und Liebe darin investiert. Es ist einfach nur logisch. Ich kann schließlich nicht einen Ziegelstein in Zement eintunken, ihn auf eine Wiese schmeißen, und erwarten, dass dort ein Traumhaus entsteht. Was gut werden soll, erfordert viel Arbeit und Hingabe.

Wie kann ich also etwas so Wichtiges wie mein Glück, also meine gesamte Lebensqualität, dem Zufall überlassen? Ich kann nicht ein Buch lesen und glauben, jetzt sei mein Leben besser. Ich kann nicht einmalig ein paar positive Glaubenssätze aufschreiben und hoffen, meine gesamte Gedankenwelt sei jetzt transformiert. Ich kann mich nicht einmalig aufheitern und dann erwarten, für immer fröhlich zu bleiben. Lebensqualität ist harte Arbeit, und zwar Tag für Tag.

Es vergeht kein einziger Tag, an dem sich Leute deshalb nicht bei mir beschweren. Ernsthaft, ich lese tagtäglich Beschwerden darüber, wie anstrengend die Persönlichkeitsentwicklung doch sei. Bitte versteh mich nicht falsch: Ich verurteile das nicht. Oft kann ich es sogar verstehen. Aber es führt einfach zu nichts. Viel vom Leben zu wollen, aber nur wenig darin investieren zu wollen, ist nicht die sinnvollste Lebenseinstellung, und irgendwie ist es auch eine ungesunde Erwartungshaltung.

Deshalb sage, schreibe und predige ich so oft: „Es muss nicht leicht sein. Es muss nur die Mühe wert sein.“

Und das ist es. Was gibt es wichtigeres als unser Glück? Wie kann das Engagement für eine hohe Lebensqualität jemals zu anstregend sein? Diese Frage lasse ich jetzt einfach mal im Raum stehen, denn jeder muss sie für sich selbst beantworten.

Meine konkrete Empfehlung an dich lautet: Scheue keine Mühen. Setze dich intensiv mit deiner Vergangenheit, deiner jetzigen Situation und deiner Zukunft auseinander. Identifiziere deine größten Herausforderungen und Probleme. Entwickle Lösungen. Wenn du nicht weißt, wie, dann bilde dich weiter. Lies Bücher, höre Hörbücher, besuche Seminare, investiere in ein persönliches Coaching oder arbeite dich einfach durch diesen Blog. Antworten findet man nur, indem man sie sucht. Setze dir Ziele und entwickle machbare Pläne, um sie zu erreichen. Setze dich mit deinen Stärken und Schwächen auseinander. Akzeptiere, was du nicht ändern kannst. Entwickle weiter, was Potenzial hat. Vergleiche dich nicht mit anderen, sondern immer nur mit der Person, die du gestern warst. Gehe jeden Tag weiter, auch wenn der Schritt nur winzig ist. Dokumentiere deine Reise, indem du ein Journal oder Tagebuch führst. Halte Schwarz auf Weiß fest, dass du täglich dein Bestes gibst. Gib nicht auf. Beweise Ausdauer, zelebriere Geduld und genieße deine Reise.

Wenn du die Kraft aufbringst, diesen Weg zu gehen, ist es unmöglich, nicht glücklicher zu werden. Das versichere ich dir.

 

2. Verantwortung

Wer Erwartungen hat, kann enttäuscht werden. Wer nichts erwartet, kann nur positiv überrascht werden.

Diese simple Weisheit hatte seit jeher einen starken Einfluss auf meine Reise. Ich habe zu viel Zeit meines Lebens damit verschwendet, anderen die Schuld dafür zu geben, dass ich nicht glücklich war. Auch auf das Schicksal habe ich gerne meinen Finger gerichtet, weil ich nicht zufrieden damit war, unter welchen Umständen ich in dieses Leben gestartet bin. Für jeden Schicksalsschlag und jede unglückliche Fügung habe ich das Leben verflucht. Irgendwann dämmerte mir die Erkenntnis, dass all das nichts brachte.

Schuldzuweisungen, Beschwerden und Erwartungen sind durch und durch negativ. Sie drängen uns in die Opferrolle. Vor allem aber führen sie zu nichts. Sie sind absolut nicht produktiv. Sie ändern gar nichts.

Es gibt einen grundlegenden Unterschied zwischen Schuld und Verantwortung. Dieser besagt, dass ich mir nicht den Schuh für alles anziehen muss, was passiert, aber dass ich immer die Verantwortung dafür trage, wie es weitergeht.

In einfacheren Worten: Wir suchen uns nur selten aus, was passiert. Aber wir suchen uns immer aus, wie wir damit umgehen und was wir daraus machen.

Das Leben gibt die Karten und wir spielen das Blatt. So sind die Regeln. Sobald wir aufhören, uns über ein schlechtes Blatt zu beschweren, können wir viel mehr Energie darin investieren, ein gutes Spiel abzuliefern. Das lohnt sich.

 

3. Ballast ablegen

Manchmal begegnet man neuen Perspektiven, die ganz nett und nützlich sind. Und manchmal eröffnen sich uns Perspektiven, die wie ein Blitz einschlagen und alles verändern.

Für mich persönlich schlug der Blitz ein, als ich begriff, dass es nicht immer nur darum geht, was wir noch alles tun können, um glücklicher zu sein, sondern auch darum, was wir lassen können.

Vorhin habe ich den Wert harter Arbeit angepriesen. Wir dürfen dabei aber nicht vergessen, dass wir uns nicht unendlich viel auf einmal zumuten können. Jede Maschine hat ihre Belastungsgrenzen. Kein Auto kann endlos beladen werden. Kein Mensch kann sich unendlich belasten.

Die schönsten Reisen sind die, bei denen wir möglichst wenig Gepäck auf den Schultern tragen. So können wir die Reise mehr genießen, nicht wahr? Nun, das Leben ist eine Reise, und das Gepäck ist reichlich.

Identifiziere deinen Ballast. An welchen negativen Emotionen hältst du fest? An welchen Menschen hältst du fest, die eigentlich keinen Platz mehr in deinem Leben haben? Welche Erinnerungen belasten dich? Welche Aufgaben übernimmst du, die eigentlich nicht in deinen Verantwortungsbereich gehören? An welchen Zielen hältst du fest, die schon längst nicht mehr aktuell sind? Welche Schuldgefühle nagen an dir? Leidest du noch immer unter Selbstzweifeln, die andere dir eingeredet haben, obwohl sie schon längst nicht mehr Teil deines Lebens sind?

Ballast hat viele Gesichter. Deshalb sollten wir uns gut überlegen, welchen wir mit uns tragen.

Vor einer sehr, sehr langen Wanderung wirst du dir auch klarmachen müssen, dass dein Rucksack nur ein begrenztes Volumen hat. Du wirst spüren, dass deine Belastbarkeit ebenfalls Grenzen kennt. Warum sollte das mit unseren Gedanken und Emotionen anders sein?

Wie heißt es so schön: Lass los, was dich herunterzieht. Manchmal finden wir Glückseligkeit nicht nur in dem, was wir tun, sondern auch in dem, was wir lassen.

 

Was Glück wirklich ist

Abschließend möchte ich dir noch das Folgende mit auf den Weg geben: Glück ist kein Moment. Glück hat nichts mit Zufall zu tun. Glück ist keine Emotion.

Glück ist eine Entscheidung.

Wir fangen an, glücklich zu sein, sobald wir uns dazu entscheiden, glücklich zu sein. Lies das ruhig nochmal.

Ich hoffe, dass es da draußen Menschen gibt, die Mehrwert in diesen Zeilen finden. Viel Glück 🙂

 

Es ist schön, dass du dabei bist.
Michael

 

Titelbild: Unsplash.com, MI PHAM