Der ultimative Trost für jedes Problem

Ein paar Gedanken, die uns auf den Boden der Tatsachen zurückholen…

Ist dir schon einmal aufgefallen, dass so ziemlich jeder Mensch seine Probleme für die wichtigsten hält, ganz egal, wie nichtig sie objektiv betrachtet auch sein mögen?

Der Kioskbesitzer, dem 20 Euro aus der Kasse gestohlen wurden, kennt tagelang kein anderes Thema, über das er sich so leidenschaftlich den Kopf zerbrechen kann. Das junge Mädel, das von ihrem Schwarm versetzt wurde, glaubt, dass sie nie wieder im Leben glücklich sein wird. Für den Fußballer, der aufgrund seiner Verletzung nicht am Sonntagsturnier teilnehmen kann, bricht die Welt zusammen.

Du kennst das mit Sicherheit. Wir geraten immer wieder in Situationen, die uns gehörige Kopfschmerzen bereiten. Das geht von Rechnungen, die wir noch bezahlen müssen bis hin zu schweren Schicksalsschlägen. Was auch immer das Leben uns serviert, wir haben im ersten Moment schwer damit zu kämpfen. So schwer, dass wir den Blick auf das große Ganze verlieren und glauben, wir seien die einzigen auf der Welt, die sich mit ihren Herausforderungen plagen.

Wie ein deprimierender Gedanke uns glücklich machen kann

Hast du dir schon einmal Gedanken über die Größe unseres Universums gemacht? Ich möchte jetzt nicht den Astrophysiker spielen, aber hier sind ein paar schwindelerregende Fakten, die zum Nachdenken anregen:

  • Wir leben in einem so riesigen Sonnensystem, dass wir die schiere Größe mit unserem menschlichen Verstand bereits kaum begreifen können.
  • Würden wir in das nächste bekannte Sonnensystem (bzw. Sternsystem) reisen wollen, müssten wir die Strecke von 4.367 x 9,5 Billionen Kilometern zurücklegen. Versuch mal, dir das bildlich vorzustellen.
  • Wäre diese unvorstellbare Distanz überbrückt, hätten wir das erste von ein paar hundert Milliarden Systemen erreicht.
  • Darüber hinaus vermutet man, dass das Universum um ein Vielfaches größer ist. Es könnte also sein, dass diese gigantischen Weiten nur ein Kekskrümel des großen Ganzen sind.

Als einzelner Mensch ist man bereits auf der Erde ein kleiner Krümel. Setzt man das in Relation zu allem, was wir bisher entdeckt haben, schrumpfen wir zu mikroskopisch kleinen Staubkörnern. Viele Menschen finden diesen Gedanken beängstigend. Ich finde ihn tröstlich. Warum? Das werde ich dir gerne erklären.

Kannst du dich an den schönsten Tag deines Lebens erinnern? Weißt du, was die Welt an diesem Tag gemacht hat? Ich schon. Sie hat dasselbe wie immer getan. Die Sonne ist auf- und untergegangen, die Uhren sind nicht stehengeblieben, alle sind ihrem üblichen Tagesgeschäft nachgegangen und es war alles wie immer.
Erinnerst du dich auch an den bisher schlimmsten Tag deines Lebens? Hast du eine Ahnung, was die Welt an diesem Tag gemacht hat? Ich verrate es dir: Exakt dasselbe wie immer.

Das Leben nimmt seinen Lauf, ganz unabhängig von unserer jeweiligen Situation. Will ich damit sagen, dass wir unwichtig sind? Nein, ganz und gar nicht. Ich möchte damit eine Erkenntnis fördern: Das Leben geht weiter. Wie schlimm es uns auch treffen mag, die Welt wird davon nicht untergehen. Auch, wenn sich das im ersten Moment vielleicht nicht so anfühlt.

Das Unkontrollierbare kontrollieren?

Wir suchen die Schuld für alle möglichen Dinge im Außen. Wir wollen die Welt verändern, wir wollen die Menschen um uns herum beeinflussen, wir wollen das Leben zu unseren Gunsten auslegen. Kein Wunder, dass wir uns dabei so machtlos fühlen und erfolglos sind. Wie soll man als mikroskopisch kleines Staubkorn all das beeinflussen? Das wird nicht so recht funktionieren. Stattdessen können wir es uns viel einfacher machen: Wir können uns verändern, beeinflussen und neu erfinden.

Mir ist bewusst, dass nicht jeder etwas mit diesen Gedanken anfangen kann. Das ist reine Geschmackssache. Mir persönlich haben sie aber dabei geholfen, Vieles leichter zu nehmen und locker zu bleiben. Was auch immer geschieht: Es findet sich stets eine Lösung dafür. Die Welt wird nicht untergehen, die Uhren werden nicht stehenbleiben und es wird auch wieder einen neuen Tag und Sonnenaufgang geben.

Im großen Ganzen magst du vielleicht nur ein Staubkorn sein. In deinem Einflussbereich bist du jedoch der Regisseur. Warum sollte es irgendwelche Grenzen für dich geben? Warum solltest du ein schlechtes Leben haben? Wieso suchst du dir nicht einfach aus, ein glückliches Leben zu führen? Auf diese Fragen werden dir jetzt spontan Antworten einfallen. Es wird ein großes „Aber“ in deinen Gedanken auftauchen. Schenke diesen Antworten Aufmerksamkeit. Sie sind die Gründe, die dich davon abhalten, glücklich zu sein. Identifiziere diese Gründe und gehe dagegen vor.

Ehrlich gesagt glaube ich, dass wir Menschen uns im Allgemeinen zu wichtig nehmen. Nicht nur jede Person für sich. Ich denke, dass die Menschheit ihre Rolle auf diesem Planeten und im Universum überschätzt. Wir sind ein Teil des großen Ganzen und anstatt es einfach zu genießen, versuchen wir krampfhaft, die Kontrolle über alles Mögliche zu gewinnen. Egal, welchen Preis wir oder alles und jeder um uns herum dafür zahlen muss. Anstatt ewig zu versuchen, das Unkontrollierbare zu kontrollieren, sollten wir uns um den Bereich kümmern, in dem wir wirklich etwas verändern können: Unseren Einflussbereich.

Eine neue Perspektive entdecken

Vielleicht wird der folgende Gedanke dir behilflich sein. Wann immer du das Gefühl hast, vor einem großen Problem zu stehen, erinnere dich daran, dass es im großen Ganzen ein mikroskopisch kleines Problem ist. Im ersten Moment ist das ein schwacher Trost. Sobald man ein paar Mal darüber nachgedacht hat, entwickelt es sich jedoch zu einem riesigen Trost. Es hilft uns dabei, die Dilemmas unseres Alltags lockerer  zu nehmen.

Mir ist durchaus bewusst, dass es viele Aspekte gibt, mit denen man gegen diese Perspektive argumentieren könnte. Allerdings bin ich mir auch ziemlich sicher, dass wir neue Sichtweisen zulassen müssen, um zu wachsen und uns weiterzuentwickeln. Seit ich die Herausforderungen meines Alltags als weniger wichtig erachte, kann ich besser mit ihnen umgehen und sie sogar effizienter lösen. Darüber hinaus bin ich weniger gestresst und glücklicher. Übrigens geht es auch vielen anderen Menschen so, die dieselbe Überzeugung teilen. Ich habe also meine guten Gründe, dir diese Sichtweise der Dinge ans Herz zu legen 😉

Lass die ganzen Informationen einfach mal sacken und sieh, ob sie auch dir zu mehr Lebensqualität verhelfen können. Ich wünsche dir viel Freude und Erfolg dabei.

Es ist schön, dass du dabei bist.
Michael

Titelbild: Unsplash.com, Greg Rakozy

Ein Kommentar, sei der nächste!

  1. schmunzel … unendliche Weiten wie es in einer TV Serie so schön lautet.

    Diesmal gehts du wahrlich in unendliche Weiten und so aus der Ferne betrachtet werden wir selbst mit bester Optik nicht in der Lage sein den einzelnen Menschen auf einem blauen Planeten wahrzunehmen. Bedenken wir noch all die großartigen Wissenschaftler wie Einstein kommen wir auf Dinge wo wir glauben das wir sie verstehen und dennoch vor großen Herausforderungen stehen.

    Eine so genannte Atomuhr erfasst unsere Zeit sehr genau. Ein Experiment belegte: eine dieser Atomuhren wurde auf einer Höhe von Normalnull gestellt eine andere in 2000m Höhe. Erstaunlich war das die Uhr in 2000m Höhe eine andere Zeit erfasste als die bei NN. Es handelte sich zwar nur um einige Nanosekunden aber der Beweis war erbracht oder wie Einstein sagen würde die Zeit / der Raum ist relativ. Demnach kann es als bewiesen gesagt sein das wir in gößer Höher mehr altern als untern bei NN.

    Dann gäbe es noch Nikola Tesla mit seinen großartigen Erfindungen.

    Und irgendwo dazwischen sind wir. Je nach Betrachtung erscheinen wir wie Riesen und aus einer ganz anderen Sicht sind wir nicht mal wahrnehmbar und dennoch existieren wir.

    Alles aber was wir tun oder auch nicht tun hat immer eine Auswirkung auf das was ist und das was sein wird. Manchmal erwarten wir da eine direkte Wirung zu sehen die natürlich dann auch (salopp) die Welt bewegte und vieles was wir dann so in der Eile wahrnehmen erscheint so unbedeutend und als wenn es echt jetzt nichts bewirkte. Damit liegen wir aber oft genug falsch.

    Aus einer anderen Sicht sollten wir uns jetzt aber nicht das das Ultimativ in unserer Gesamtheit sehen. Alles hat den gleichen Wert egal ob das jetzt die dümmste Eselei oder die tollste Erfindung ist. Darüber hinaus gehen wir all zu gerne in den Bereich des Glaubens obschon vieles rein nichts mit Glauben zu tun hat. Vor noch nicht all zu vielen Jahren dachte man das die Erde eine Scheibe sei oder das der Mensch nie mit einem Gerät sich durch die Luft bewegt. Der ein oder andere Glaube der schlicht oft vergewaltigt wurde hinderte uns auch weiter zu denken aber zum Glück dachten einige leute weite.

    All diese großartigen Dinge aber sind auch nur ein winziger Teil in einer Ganzheit die wir noch lange nicht erforscht haben und sicherlich noch lange nicht verstanden haben,

    Mit einem Aspekt möchte ich aber widersprechen. Einfach ausgeführt bemerkst du das sich die Welt egal ob was gutes oder schlechte passierte sich weiter drehte. Im ersten Anschein ist das auch so gewesen doch egal ob gut und schlecht das Ereignis veränderte die Zeit und den Raum und das auf Ebenen die wir noch lange nicht verstanden haben.

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