Weil die alten Methoden manchmal immer noch die besten sind…

Motiviert sein, positiv denken, achtsamer leben, mehr von den guten Gewohnheiten etablieren und die schlechten hinter sich lassen. Wer würde das nicht wollen? Wer möchte nicht erfolgreicher und glücklicher sein? Im Grunde könnte es doch so einfach sein: Wir setzen uns persönliche Ziele und geben uns Mühe, diese auch zu erreichen. Klingt unglaublich simpel, oder? Was so einfach sein könnte, ist in Wirklichkeit kompliziert. Im Alltag geht es nämlich um viel mehr als das Erreichen der persönlichen Ziele. Wir müssen unseren Lebensunterhalt sichern, uns täglich unerwarteten Herausforderungen stellen und dann sind da noch diese vielen anderen Faktoren, die uns vom Wesentlichen ablenken:

  • Konflikte mit Mitmenschen
  • Negative Glaubenssätze, die uns im Laufe unserer Erziehung eingetrichtert wurden
  • Negative Meinungsmache durch die Massenmedien
  • … u.v.m.

Das sind natürlich Steilvorlagen für alle Pessimisten, die nun wieder sagen können: „Ja, genau! Das ist alles so schwer, dass man sein Leben gar nicht zum Positiven verändern kann!“
Ich muss mich an dieser Stelle mal wieder dafür entschuldigen, diesen Menschen auf die Füße zu treten. Jammern und Aufgeben gibt es hier nicht. Das ist eindeutig der falsche Blog dafür (sorry). Wir kümmern uns stattdessen darum, wie wir TROTZ aller Widrigkeiten das Beste aus dem Leben machen.

Ein ganz klassischer Ansatz dafür ist, seine Gedankenwelt neu zu programmieren. Das überschneidet sich stark mit vielen Lehren der beliebten NLP-Methoden (Neurolinguistische Programmierung). Ich persönlich bin da jedoch sehr ungezwungen und setze auf ein simples Rezept, das sich sehr leicht im Alltag umsetzen lässt. Schauen wir uns das mal genauer an!

Eine neue Wahrheit erschaffen

Wenn das nicht dein erster Blogartikel über die Persönlichkeitsentwicklung ist, dann wirst du sicherlich schon an vielen Stellen der Tatsache begegnet sein, dass unser Unterbewusstsein extrem mächtig ist. Wir können ALLES für wahr halten, wenn wir es nur schaffen, es unserem Unterbewusstsein einzutrichtern. Hier ist ein Extrembeispiel dafür:

Es gibt Kindersoldaten, für die es völlig normal ist, andere zu töten. Warum? Weil sie es anerzogen bekamen. Sie kennen keine Alternative und glauben deshalb, sie täten das Richtige. Die meisten von uns dagegen finden das höchst unmoralisch und würden niemals jemanden töten können. Wir haben eine andere Wahrheit anerkannt.

Das zeigt sehr anschaulich, dass wir auch die abwegigsten Dinge als richtig empfinden können, sobald unser Unterbewusstsein die entsprechenden Gedanken vollständig angenommen und akzeptiert hat. Glücklicherweise können wir dieses Prinzip zu unserem Vorteil nutzen und die Funktionsweise dessen ist fast zu schön, um wahr zu sein: Wir füttern unser Unterbewusstsein einfach permanent mit positiven Gedanken und hilfreichen Anregungen, um sie Stück für Stück anzunehmen.

Natürlich wirkt das ziemlich estoerisch und viele Menschen glauben nicht, dass das funktioniert. Ich persönlich sehe da keinen esoterischen oder spirituellen Hintergrund, sondern einen logischen. Wenn wir uns permanent einen Wunsch-Zustand vor Augen führen, drängen wir uns selbst dazu, diesen zu erreichen. Unser Unterbewusstsein schaltet dann Ressourcen (Kraft, Motivation, Fokus) frei, damit wir diesen Wunsch-Zustand verwirklichen.

Erwecke den Hunger

Wenn du wirklich Hunger hast, wird alles andere zweitrangig. Du machst das Stillen deines Hungers zur höchsten Priorität.
Wenn du unter Wasser bist, ist dein primäres Ziel, wieder an die Oberfläche zu kommen und zu atmen. Alles andere verliert mehr und mehr an Relevanz.
Wenn du dich in einer schlechten Situation befindest und es zur höchsten Priorität machst, einen glücklichen Wunsch-Zustand zu erreichen, wirst du dich auch in erster Linie darum kümmern.

Sollte eigentlich selbstverständlich sein, oder? Leider schauen die meisten Menschen jedoch nur auf das, was in ihrem Leben schief läuft. Sie beschweren sich über ihre Probleme und ersticken in ihren Sorgen. Sie machen die Probleme und Sorgen zu ihrer neuen Realität.
Deshalb ist es so wichtig, einen kühlen Kopf zu bewahren und sich mit seinen Wünschen auseinanderzusetzen.

So, wie der „echte“ Hunger uns dazu bewegt, dringend nach Nahrung zu suchen, müssen wir auch einen Hunger erwecken, der uns dazu bewegt, unser Leben zu verbessern. Der echte Hunger ist eine Basisfunktion des Menschen, auf die wir uns verlassen können. Den Hunger auf mehr Lebensqualität müssen wir erst wecken. Aber wie stellt man das an?

Die Neuprogrammierung

Ganz einfach gesagt müssen wir uns permanent damit auseinandersetzen, was wir für uns und unser Leben wollen. Wir müssen es uns ständig vor Augen führen. Es muss noch präsenter sein als all die negativen Nachrichten und Meldungen da draußen. Es muss realer sein als all der Zweifel, die Sorgen und Probleme. Während viele daran zweifeln, dass das auch wirklich funktioniert, machen es sich zahlreiche andere zunutze und genießen ihr Leben. Welchen Weg du einschlägst, kannst du dir aussuchen.

Die wichtigste Grundlage ist, positive Glaubenssätze zu formulieren. Formuliere sie im Ist-Zustand, so als wären die Dinge bereits so, wie du sie dir wünschst. Hier sind ein paar Beispiele:

  • Ich bin glücklich und motiviert.
  • Ich lasse mich durch nichts aus der Ruhe bringen.
  • Ich genieße mein Leben.
  • Ich bin mit dem zufrieden, was ich habe.
  • Ich bin mit vielen wunderbaren Dingen gesegnet (Beispiele aufzählen).
  • Ich schaffe, was ich mir vornehme.
  • Ich mache gerne Sport und genieße die Resultate.
  • Es macht mir Spaß, mich gesund zu ernähren.
  • Es macht mir Spaß, an meinem Erfolg zu arbeiten.
  • Ich habe gerne einen positiven Einfluss auf mein Umfeld.

Wichtig dabei ist, dir die Dinge so zu verkaufen, als wären sie bereits real. Denn sie sollen deine Realität werden! Es gibt viel zu viele negative Dinge da draußen, die auf exakt dieselbe Weise zu deiner Realität geworden sind. Du hast die Möglichkeit, das zu ändern. Lasse sie nicht ungenutzt.

Schreibe dir die Glaubenssätze auf. Lies sie mehrmals am Tag durch. Denk sie dir. Sprich sie von mir aus ein und höre sie dir immer wieder an. Setze dich mit ihnen auseinander, genauso wie mit den Massenmedien, Social Media, etc.
Dann, nach einer Weile, wirst du feststellen, dass deine Aufmerksamkeit immer mehr auf positive Dinge gezogen wird. Das ist nicht zu schön, um wahr zu sein. Es ist einfach nur so, dass die meisten Menschen das nicht konsequent durchziehen. Sie finden es albern oder glauben nicht daran, dass es funktionieren könnte.

Gleichzeitig merkt keiner, wie jeden Tag aufs Neue die Manipulation durch Massenmedien funktioniert… Welch Ironie.

Es liegt ganz bei dir. Ich hoffe, dass dieser Exkurs über den Klassiker der Gedankenprogrammierung dir in vielen Situationen hilfreich sein wird. Feedback ist natürlich (wie immer) herzlich willkommen!

Es ist schön, dass du dabei bist.
Michael

 

Titelbild: Unsplash.com, © Toomas Tartes