Für alle, die schon ein wenig hereinschnuppern wollen…

Am 08.12.2021 erscheint mein neues Buch mit dem Titel: „Seelenbalsam – 33 heilsame Wahrheiten, die dir viel zu selten gesagt werden“. Für alle, die schon neugierig sind und sich auf das Buch freuen, gibt es heute eine exklusive Leseprobe!

Wie du bestimmt schon weißt, richtet sich das Buch an Menschen, die in ihrem Leben die ein oder andere seelische Verletzung erlitten haben. Der „Seelenbalsam“, wie ich ihn nenne, soll uns an motivierende Wahrheiten erinnern, die wir vor lauter Schmerz vergessen oder niemals anerkannt haben.
Das Buch hat nur einen Anspruch und verfolgt nur ein Ziel: Es soll sich gut anfühlen, es zu lesen. Es soll uns das Gefühl geben, wertvoll und liebenswürdig zu sein, auch wenn das Leben sich manchmal so anfühlt, als sei dies nicht der Fall. Dies soll es aber nicht mithilfe von motivierenden Phrasen und Kalendersprüchen geschehen. Der Seelenbalsam beruht auf Logik und Verstand. Das macht ihn so wertvoll. Er ist kein hoffnungsvolles Gebet, sondern ein Statement. Er ist praxiserprobt und deshalb so effektiv. Er funktioniert in der echten Welt.

Ob es mir gelungen ist, ein fundiertes Wohlfühl-Buch auf die Beine zu stellen, wird sich zeigen. Heute bekommst du vorab die Möglichkeit, dir selbst ein erstes Bild zu machen!

In der folgenden Leseprobe spreche ich über Respekt. Respekt, den wir vor uns selbst haben und von anderen einfordern sollten. Allerdings verlasse ich dabei die konventionellen Pfade. Es geht nicht um Resepekt vor großen Leistungen oder Heldentaten. Es geht um eine Art von Respekt, die unsere Gesellschaft beinahe vergessen hat und ich hoffe, dass bereits dieser erste Einblick ins Buch dich dazu motivieren wird, dich selbst aus einer anderen Perspektive zu betrachten.

Eine Sache noch, bevor es losgeht: Ich würde mich über ein kleines Feedback in den Kommentaren freuen. Wie gefällt dir die Leseprobe? Macht sie Lust auf mehr? Vorab ein großes Dankeschön für deine Einschätzung. Nun aber zur Leseprobe!

Leseprobe

Auszug: „Seelenbalsam“ – Kapitel 6 – © Michael Leister

[…]

Es gibt Menschen, mit denen das Schicksal gnädig zu sein scheint. Sie kommen relativ unbehelligt durch das Leben und haben einfach eine gute Zeit. Das fängt bereits bei der Geburt an. Sie haben liebevolle, emotional ausgeglichene Eltern und wachsen in wirtschaftlich stabilen Verhältnissen auf. In der Schule finden sie schnell Anschluss und zeigen stets gute Leistungen, was sich dann natürlich später beim Studium und der Berufswahl auszahlt. Einige dieser Menschen haben das große Glück, niemals schwer zu erkranken und keine größeren Schicksalsschläge zu erleiden. Ja, so etwas gibt es und lasst uns froh für alle sein, für die das Leben ein solch unkompliziertes Abenteuer ist. Es ist jedoch eine Tatsache, dass so viel Glück nur Wenigen vergönnt ist. Viele von uns haben es deutlich schwerer und das nicht selten vom ersten Tag an. Nicht alle Eltern sind liebevoll und ausgeglichen. Nicht jeder hat das Privileg, in stabilen Verhältnissen aufzuwachsen. Einige von uns sammeln ihre ersten seelischen Narben bereits in den frühesten Tagen ihrer Kindheit. Sie lernen früh, was Schmerz ist. Sie lernen früh, wie sich Verzicht und Entbehrungen anfühlen. Sie lernen nicht, wie sie ihr eigenes Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl stärken. Wer einen solch schwierigen Start in das Leben hat, hat es auch in der Jugend schwer. Für wen das Erwachsenwerden kein Zuckerschlecken ist, der lernt zu kämpfen. Und zwar jeden Tag aufs Neue. Es kann ein Kampf sein, morgens aufzustehen und einen neuen Tag in Angriff zu nehmen. Es kann ein Kampf sein, in den Spiegel zu blicken und die Person zu akzeptieren, der man in die Augen sieht. Ebenfalls kann es ein Kampf sein, gütig und fair zu anderen zu sein, wenn man selbst bereits so viel Leid und Ungerechtigkeit erlebt hat. Wirklich verstehen, was ich damit meine, kann nur jemand, der all das schon selbst durchgemacht hat. Und ich glaube, es besteht eine relativ hohe Wahrscheinlichkeit, dass du es nachvollziehen kannst. Denn wer würde sich ein Buch namens „Seelenbalsam“ kaufen, wenn sein Leben immer nur eine lustige Spazierfahrt gewesen ist? Ich glaube, du und ich, wir verstehen uns. Darüber hinaus glaube ich, etwas über dich zu wissen. Dass du dieses Buch liest, bedeutet, dass du noch nicht aufgegeben hast. Dass du nach Wegen und Mitteln suchst, deine Wunden zu heilen. Dass du dich nicht auf der Ausrede einer schweren Vergangenheit ausruhst, sondern deine Erfahrungen nutzt, um dir eine bessere Zukunft aufzubauen. Und ich frage mich ernsthaft, ob dir jemals jemand gesagt hat, wie stark und mutig das eigentlich ist. Aus meiner eigenen Erfahrung heraus habe ich nämlich nichts als Respekt vor jemandem, der immer wieder aufsteht und sich dem Leben immer wieder stellt, egal wie stark der Gegenwind auch sein mag.

In unserer Gesellschaft gibt es ein ziemlich verzerrtes Bild von all jenen, zu denen das Leben nicht allzu gnädig war. Man betrachtet sie als gebrochen. Man unterstellt ihnen fehlende Sozialkompetenzen, denn wer ist schon sonderlich sympathisch und empathisch, wenn er selbst nur Negatives erfahren hat? Man sieht jemanden, der aktuell keine großen Erfolge nach außen vorzuweisen hat, als unbedeutend an oder vielleicht sogar als Verlierer. Da jedes Klischee einem Fünkchen Wahrheit entspringt, denke ich, dass das durchaus auf wenige Menschen zutreffen mag. Es gibt manche, die den Kampf aufgegeben haben und sich nicht mehr erholen wollen. Es gibt jene, die andere schlecht behandeln, weil sie selbst keine anständige Behandlung erfahren haben und es gibt definitiv einige Menschen mit einer Verlierer-Mentalität, die niemals gewinnen können, weil sie es gar nicht erst versuchen. Das ist jedoch eine Minderheit und es ist frustrierend, dass unsere Gesellschaft das nicht sieht.

Wer vom Leben „gebrochen“ wurde und wieder aufgestanden ist, um weiterzumachen, ist unfassbar stark. Dafür braucht es Charakter und ein großes Herz. Wer das nicht selbst am eigenen Leib erfahren hat, kann sich nicht vorstellen, wie schwer der Kampf ist, den man gegen sich selbst, den Schmerz und das Schicksal führt, um ins Leben zurückzukehren. Als Gesellschaft sollten wir aufhören, solche Personen mitleidig zu belächeln und anfangen, sie als Vorbilder zu betrachten. Denn die stärksten Bäume wachsen im Sturm und Stärke ist etwas, das wir alle gut gebrauchen können. Vor allem in diesen schwierigen Zeiten, die mit Sicherheit nicht leichter werden.

Es scheint naheliegend, dass Schmerz, Trauer, Entbehrungen und Frust das Schlechteste aus einem Menschen hervorholen und es ihm unmöglich machen, gut zu anderen zu sein. Meine Erfahrung lehrte mich jedoch, dass oft etwas ganz anderes der Fall ist. Die schwersten Schicksale bringen die sensibelsten Seelen hervor. Die größten Herzen und das meiste Verständnis finden wir in jenen, die selbst viel Leid erfahren haben. Sie wissen, was Schmerz ist und wollen andere davor bewahren. Es sind oft genau diese Menschen, die Gutmütigkeit und Vertrauen im Voraus geben, ohne etwas dafür zu erwarten. Die, die von Herzen helfen, auch wenn sie schon dafür ausgenutzt wurden oder keine Gegenleistungen erhalten haben. Die, die teilen, auch wenn sie selbst nicht viel haben. Denn die Wahrheit ist, dass man erst dann begreift, wie wichtig es ist zu helfen, wenn man selbst dringend Hilfe benötigt hätte und sie nicht bekam. Wenn du selbst ein großes und liebendes Herz hast, und wenn du stets für deine Mitmenschen da bist, auch wenn du dafür nicht die Wertschätzung erhältst, die du verdienen würdest, dann möchte ich dir meinen Respekt aussprechen. Es ist leicht, eine positive Grundeinstellung zu haben und anderen zu helfen, wenn das Leben gut zu einem ist. Aber es braucht verdammt viel Charakter, um all das zu tun, wenn man selbst kaum Kraft zum Teilen hat.

Was ich ebenfalls gelernt habe, ist, dass jemand Erfolgloses nicht zwangsläufig erfolglos ist. Du kannst heute einem Obdachlosen begegnen, ohne zu wissen, dass er in fünf Jahren wohlhabend und glücklich sein wird. Unsere jetzige Situation ist immer nur eine Momentaufnahme. Was in jemandem vorgeht, welchen Plan er hat und welchen Weg er gehen wird, wissen wir nicht. Hättest du mich vor sieben Jahren persönlich getroffen, hättest du wahrscheinlich auch nicht geglaubt, dass ich irgendwann genau das hier tun würde. Nicht nur in meinen Coachings, sondern auch dank der vielen Lesermails, die ich erhalte, erfahre ich immer wieder von unglaublich inspirierenden Erfolgsgeschichten. Am beeindruckendsten sind natürlich immer die von Personen, die aus den schwersten Rückschlägen etwas Bemerkenswertes gemacht haben. Sie alle verbindet eine Eigenschaft: Sie geben niemals auf. Deshalb interessiert es mich nicht, ob jemand im Monat 100.000 oder 1.000 Euro verdient. Es interessiert mich nicht, ob jemand einen Ferrari oder ein Fahrrad fährt und genauso interessiert es mich nicht, ob jemand in einer Luxusvilla oder in einem kleinen Appartement wohnt. Sobald ich sehe, dass jemand sich nicht mit einer negativen Situation abfindet und für eine bessere Zukunft kämpft, habe ich Respekt und ich finde, dass wir alle diesen Respekt empfinden sollten. Gerade in unserer heutigen Zeit brauchen wir Vorbilder, die uns zeigen, wie man konstruktiv und produktiv ist. Ich folge lieber jemandem, der selbst schon ganz unten war und den Weg zurück gefunden hat, als jemandem, der die Härte des Lebens nur als theoretisches Konstrukt aus Lehrbüchern kennt.

Es gibt einen Spruch, der mir sehr viel bedeutet und wer schon einmal etwas von mir gelesen hat, wird ihn sicherlich kennen:

„Ganz unten“ ist ein toller Ort, um das Fundament für ein glückliches Leben zu bauen.

Wer in der Lage ist, ganz unten etwas Nachhaltiges aufzubauen, kann es überall sehr weit bringen, davon bin ich überzeugt. Und wer schon ganz unten war und heute immer noch die Kraft hat, ein guter Mensch zu sein, ist ein großartiges Vorbild. Ich hoffe, dass wir als Gesellschaft lernen, diese bewundernswerten Eigenschaften mit dem Respekt zu belohnen, den sie verdienen.

Lass dich nicht von deinem Weg abbringen. Es ist großartig, dass du hier bist und diese Zeilen liest. Meinen Respekt hast du. Am wichtigsten ist jedoch, dass du dir selbst die Wertschätzung entgegenbringst, die du verdienst. Denn das, was du jeden Tag aufs Neue leistest, ist alles andere als selbstverständlich. Du kannst, darfst und solltest stolz auf dich sein. […]

[Ende des Auszugs]

Nicht mehr lange…

Was sagst du dazu? Wie gefällt dir dieser erste Einblick?

Ich freue mich riesig darauf, das gesamte Buch ab kommendem Mittwoch mit euch allen teilen zu dürfen. Vor allem, da Buchveröffentlichungen aktuell so ein schwieriges Thema sind und selten pünktlich geschehen, kann ich es kaum erwarten, endlich an den Start zu gehen. Ich glaube, dass es aktuell viele Menschen da draußen gibt, die ein wenig Trost und Motivation gerade gut gebrauchen können. Es ist jetzt wichtiger denn je, mental stark zu sein und ich hoffe, mit „Seelenbalsam“ meinen Beitrag dazu leisten zu können.

An dieser Stelle möchte ich mich bei allen bedanken, die mich auf dieser Reise begleiten. Ich kann nur hoffen, dass du weißt, wie viel mir deine Lesertreue bedeutet. Ohne dich hätte ich im wahrsten Sinne keinen Grund, ein solches Projekt überhaupt auf die Beine zu stellen. Also danke! Vielen Dank dafür, dass du ein Teil dieser Reise bist und danke dafür, dass es dich gibt!

Wir hören uns dann nächste Woche wieder. Bis dahin wünsche ich dir eine wunderbare Zeit!

Es ist schön, dass du dabei bist.
Michael

 

Titelbild: Unsplash.com, Jonas Jacobson