Meine beste Lektion zum Selbstwertgefühl

Selbstwertgefühl

Was du unbedingt über das Selbstwertgefühl wissen solltest…

Heute gebe ich dir eine kurze, aber dafür sehr wertvolle Lektion zum Thema „Selbstwertgefühl“. Ich selbst lernte diese Lektion vor mehr als 5 Jahren von einem erfolgreichen Geschäftsmann, der mich bei meinen ersten Schritten als Unternehmer unterstützte. Sie lehrt uns, dass unser Wert nur von uns selbst definiert wird und dass wir uns selbst aussuchen, ob andere uns gut oder schlecht behandeln.

Was ein Porsche mit deinem Selbstwertgefühl zu tun hat

Viele Menschen würden gerne einen Porsche fahren, doch nur wenige können ihn sich leisten. Das ist einer der Gründe dafür, warum ein Porsche so begehrenswert ist: Nicht jeder kann ihn haben.
Wenn du nun unbedingt einen solchen Sportwagen fahren möchtest, was machst du dann? Du arbeitest härter und sparst konsequenter, um dir diesen Wunsch irgendwann zu erfüllen. Die Alterantive wäre, dass du dich mit weniger zufrieden gibst und ein günstigeres Auto kaufst. Was jedoch mit Sicherheit niemals passieren wird, ist, dass der Porschehändler zu dir kommt und sagt: „Ach, was soll’s, ich gebe Ihnen den Wagen für 100 Euro.“
Nein, der Porsche steht selbstbewusst zu seinem Wert und verringert ihn nicht. Nur, wer sich den Sportwagen auch wirklich leisten kann, bekommt ihn.

Was hat das mit deinem Selbstwertgefühl zu tun?

Den Wert eines Gegenstands mit dem Selbstwert eines Menschen zu vergleichen, mag oberflächlich wirken. Vergiss jedoch bitte nicht, dass wir lediglich eine Metapher verwenden, um die Lektion anschaulicher zu gestalten. Das Modell lässt sich nämlich hervorragend auf uns übertragen!

Du bist ein wunderbarer Mensch. Deine positiven Eigenschaften und guten Absichten zeichnen dich als solcher aus. Deswegen hast du auch einen hohen Wert. Wer mit dir befreundet sein möchte oder sich deine Aufmerksamkeit wünscht, sollte „den Preis“ dafür zahlen können. Nicht mit Geld, sondern ebenfalls mit positiven Eigenschaften und guten Absichten.

Es mag sehr hart klingen, aber tatsächlich geben wir uns „unter Wert“ her, wenn wir unsere Zeit mit Menschen verbringen, die es schlecht mit uns meinen. Wenn andere uns ausnutzen, schwerwiegend kritisieren, enttäuschen und verletzen, sollten wir das nicht zulassen. Das wäre so, als würde man den Porsche-Schlüssel jemandem übergeben, der gerade einmal 10 Euro bezahlen kann.

Im Klartext heißt das: Deine Freundschaft muss man sich „leisten“ können. Wer das nicht kann, hat auch keine Chance. So, wie man den Porsche nicht mit nach Hause nimmt, wenn man den Preis nicht zahlen kann.

Du hast ein Anrecht auf ein starkes Selbstwertgefühl

Ja, das wirkt auf den ein oder anderen vielleicht arrogant. Und manche mögen vielleicht denken, es sei eine überhebliche Denkweise. Betrachtet man das Ganze jedoch objektiv, stellt man fest, dass es nur wahr und richtig ist.
Es ist dein gutes Recht, ein gesundes Selbstwertgefühl zu haben. Schließlich geht es um DEIN Leben und deine Zufriedenheit. Es ist genauso dein gutes Recht, deine Zeit nur jenen Menschen zu widmen, die sie auch zu schätzen wissen, also den „Preis“ gerne bezahlen.

Warum solltest du dich von Menschen ausnutzen, beleidigen oder demütigen lassen, die es nicht gut mit dir meinen? Wäre es nicht sinnvoller, im übertragenen Sinne einen hohen Preis für deine Gesellschaft anzusetzen, damit du künftig nur noch mit Menschen in Kontakt kommst, die es ebenso gut miteinander meinen wie du?

Hier geht es nicht darum, etwas „Besseres“ zu sein oder wählerisch zu werden. Hier geht es darum, sich vor negativen Menschen zu schützen und mehr Selbstliebe zu empfinden, wodurch man sein Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen nachhaltig stärkt.
Ist der Porsche-Hersteller arrogant, weil er für ein wirklich tolles Produkt einen hohen Preis verlangt? Nein.
Bist du arrogant, weil du erwartest, dass man anständig mit dir umgeht? Ebenfalls nein.

Dein Selbstwertgefühl entscheidet

Ich hatte anfangs meine Schwierigkeiten mit diesem Vergleich, denn auch ich hatte die Befürchtung, dieses Sinnbild könnte mich arrogant wirken lassen. Später verstand ich, dass ein gesundes Empfinden des eigenen Selbstwerts nichts mit Überheblichkeit zu tun hat. Ganz im Gegenteil!
Ich „erhöhte den Preis“, wenn man es so nennen will. Und weißt du, was geschah? Ich lernte freundlichere Menschen kennen, die mich unterstützten. Ich traf Gleichgesinnte und neue Geschäftspartner, die ebenfalls an einer echten Win-Win-Situation interessiert waren. Ich entwickelte mich als Persönlichkeit weiter, schrieb erfolgreiche Bücher und baute mein Unternehmen aus. Die Porsche-Metapher hat mir dabei sehr geholfen, denn sie öffnete mir die Augen.

Unser Selbstwertgefühl entscheidet darüber, ob wir Menschen in unser Leben lassen, die uns herunterziehen oder eben nicht.

Ich hoffe, dass diese simple Lektion für dich genauso viel tun kann wie für mich und wünsche dir viel Erfolg!

Es ist schön, dass du dabei bist.
Michael

P.s.: Wenn du Unterstützung bei der Stärkung deines Selbstbewusstseins und deines Selbstwertgefühls brauchst, helfe ich dir gerne. Hier erfähst du mehr darüber: (Einfach hier klicken.)

 

Titelbild: Unsplash.com, Keghan Crossland

14 Kommentare, sei der nächste!

  1. Lieber Michael,

    das ist ein toller Artikel mit einer sehr anschaulichen Metapher! Großartig!
    Es gibt so viele Menschen, die nicht aufrichtig an ihrem Selbstbewusstsein arbeiten sondern sich durch Zynismus und Fake-Behauptungen an anderen „nähren“
    Ich glaubte immer, dass ich mit Großzügigkeit und Gelassenheit darüber hinweg schauen kann. Das sollte man nicht.
    Es verschließt den Blick auf konstruktivere und erfüllendere Begegnungen- selbst auch dann wenn man sich nicht runterziehen lässt.

    Hezliche Grüße
    Elke

    1. Hallo Elke,

      schön, dass der Artikel dir gefällt!
      Ich stimme dir voll und ganz zu. Zu viele Menschen ziehen andere herunter, um selbst nicht wachsen zu müssen. Das sollte man sich einfach nicht gefallen lassen. Man kann, darf und soll es sich wert sein, sich nicht alles gefallen zu lassen.
      Danke für deine Anregung.

      Ich wünsche dir ein schönes Wochenende!

      Viele Grüße
      Michael

  2. Hallo Michael,
    Was hältst du vom Buch „Lebenskunst“ von Peter Lauster?
    Ich hätte gerne deine Meinung dazu…
    Danke im voraus und ein schönes Wochenende!
    Michèle

  3. Danke für diese tolle Metapher, sie hilft mir sehr weiter beim Verstehen was ich bis jetzt immer falsch gemacht habe.

    Auch in Bezug auf Beziehungen, ich habe mich zu sehr gefreut wenn meine „Lieblingsmensch“ sich nach ein paar Tagen (und früher teilweise auch Wochen) plötzlich wieder an mich erinnert, statt zu sagen: So nicht, „verdien“ dir nach der unangekündigten Funkstille meine Anwesenheit wieder.
    Auch wenn ich das beim nochmaligen lesen gerade noch extrem arrogant und berechnend finde, stimmt es doch… Es tut schließlich weh, wenn man ohne Grund nichts mehr hört und ich finde es mittlerweile sehr frech, das mein Gegenüber meint, es könne einfach so tun als hätte es die Pause nicht gegeben und ich mache auch einfach so weiter.

    1. Hallo Yvonne,

      sehr gerne! Schön, dass die Metapher dich in deinem Denken unterstützt.
      Ich kann sehr gut nachvollziehen, was du schreibst. Man ist einfach offenherzig und meint es gut mit anderen. Leider wird das oft ausgenutzt.
      Im ersten Moment klingt es immer ein wenig arrogant, aber man sollte sich Folgendes fragen: Macht dein Gegenüber sich auch Gedanken darüber, ob sein Verhalten arrogant oder gemein wirken könnte?
      Die Wahrheit ist nicht immer angenehm. Wahre Worte sind nicht immer schön und schöne Worte sind nicht immer wahr. Das dürfen wir nicht vergessen.

      Ich wünsche dir weiterhin viel Kraft und Erfolg.

      Viele Grüße
      Michael

  4. Hallo, lieber Michael, ich habe auch gerade dein Buch über das „Glück“ beendet, und nein, ich konnte es nicht weglegen, um mir Notizen zu machen… War zu spannend.
    Auch deine Blogbeiträge verschlinge ich.. Wirklich Klasse. Obwohl ich die 60 schon überschritten habe, schau ich immer nach Veränderungen.
    Ich war 12 Jahre selbständig,
    ( keiner hat an den Erfolg geglaubt) rund um die Uhr gearbeitet (Pension auf Rügen), dann kam das Aus durch Burnout und Erkrankung.
    Ich habe alle meine Freunde verloren und die Familie entfernt sich ebenfalls. Deshalb kämpfe ich mehr denn je um mein Selbstbewusstsein. Was habe ich falsch gemacht, Außer Nein sagen zu müssen… Ich bin noch immer ich.
    Vielen Dank für Deine wertvollen Beiträge!
    Liebe Grüße
    Bärbel

    1. Hallo Bärbel,

      vielen Dank für deine freundlichen Worte. Es freut mich sehr, dass das Buch dir so gut gefallen hat!
      Gleichzeitig tut es mir leid zu erfahren, dass du so schlechte Erfahrungen machen musstest. Allerdings hat auch das seinen tieferen Sinn und hat dich letztendlich stärker gemacht. Hör nicht auf, nach den richtigen Antworten zu suchen. Ich wünsche dir auch weiterhin viel Erfolg und natürlich Glück 🙂

      Viele Grüße
      Michael

  5. Der Selbstwert eines Menschen hat rein nichts mit dem zu tun was sich außerhalb des Körpers befindet. Ebenso haben auch keine andere Menschen etwas damit zu tun egal wie sie einem gegenüber „gestrickt“ sind. Nur du alleine entscheidest über deinen „Wert“. Wenn wir die Sache sehr real angehen dann muss jeder Mensch den gleichen Wert haben.

    Wenn ich nun hingehe mich selbst über diesen Wert stelle oder unter diesen Wert stellle dann hätte ich ein Denkfehler der weder von anderen oder einer Sache ausgelöst wurden. bestenfalls wären das „Begleitumstände“ die aber keine wirkliche Rolle spielen. Jetzt kommen harte Worte:

    mir ist es egal was andere Menschen über mich denken oder wie sie mich bewerten – ich bin ein Menschen der den gleichen Wert eines jeden anderen Menschen hat. So einfach geht das mit dem Selbstwert. Dafür brauche ich kein bestimmtes Auto oder andere Sachen. Ich muss kein Anschein erregen oder DInge tun die mir gefallen oder nicht gefallen. Ich bin wie ich bin und habe immer noch den gleichen Wert wie jeder andere Mensch. Ich habe gute Seite und schlechte Seite und dennoch bleibt der Wert. Egal wie und wo man es dreht – der Wert der bleibt.

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