Da es bis Montag noch so lange ist und ich es kaum erwarten kann, gibt es heute schon einmal einen kleinen Einblick in das neue Buch!

Wow, ich kann dir eines sagen: Ich hatte seit Jahren nicht mehr so eine stressige Woche wie diese. Obwohl ich am lautesten predige, man solle sich niemals aus der Ruhe bringen lassen, habe ich mich diese Woche kaum selbst daran halten können. Mein Herausgeber und ich sind derzeit mit den letzten Überarbeitungen für das neue Buch beschäftigt, damit es endlich an Amazon übergeben werden kann.

Da ich es kaum erwarten kann, dir das Buch mit dem Titel „Ich breche aus!“ am Montag endlich zu präsentieren, bin ich heute einfach mal so frei, dir bereits einen kleinen Auszug vorzustellen 🙂 Es ist ein Ausschnitt aus dem Einführungskapitel, das die gesamte Thematik aufgreift, einleitet und schließlich zum Kern des Buches überleitet.

Beim Lesen wird dir gleich auffallen, was der besagte „Kern“ des Buches ist: Ein 21-tägiges Programm, das den Alltag ziemlich auf den Kopf stellen soll und wird! Mehr wird an dieser Stelle jedoch nicht verraten 🙂
Viel Spaß mit dem Auszug:

 

„Solange ein Mensch lebt, erlebt er durchgehend Veränderungen, sowohl biologisch als auch mental. Deshalb ist es nur logisch, dass sich auch die Welt um uns herum mit uns entwickelt. Sie hat nicht nur ihren eigenen Lebenszyklus, sondern wird auch von uns Menschen unseren aktuellen Interessen, Einstellungen und Erkenntnissen entsprechend angepasst. Die Vielfalt dieser unvorstellbar langen Entwicklung ist nicht in Worte zu fassen. Die Phasen der menschlichen Entwicklung sind immer unterschiedlich, aber das Prinzip ist immer dasselbe: Wir leben nach einem bestimmten Schema, das sich unserer gegenwärtigen Situation anpasst. Das Leben nach diesem Schema nennen wir „Alltag“. Es ist ein Verhaltensmuster, das unser Bestehen in dieser aktuellen Situation und die bestmögliche Anpassung gewährleisten soll.

Mit diesem Buch möchte ich hinterfragen, ob unser durchschnittlicher Alltag wirklich hilfreich für uns ist und ob wir tatsächlich keine Möglichkeit haben, unseren Alltag produktiver, zufriedener und qualitativer zu gestalten. Hierfür werfen wir gemeinsam einen Blick auf den durchschnittlichen Alltag unserer modernen Gesellschaft und seine Auswirkungen auf uns als individuellen Menschen. Das 21-tägige „Programm“ soll Ihnen Alternativen liefern, mit denen Sie Ihren Alltag optimieren und Ihren Bedürfnissen anpassen können.

Lassen Sie uns einen Blick in die Vergangenheit vor rund 40.000 Jahren werfen. Zu dieser Zeit lebten unsere ausgestorbenen Verwandten, die wir heute „Neandertaler“ nennen. Können Sie sich vorstellen, wie der Alltag dieser Menschen ausgesehen hat? Wie die Welt um diese Menschen herum ausgesehen hat? Die meisten von uns würden das Leben der Neandertaler als „primitiv“ bezeichnen, da sie in der Wildnis und in Höhlen lebten, wahrscheinlich nicht mittels einer komplexen Sprache kommunizierten und in beinahe jeder erdenklichen Hinsicht weniger entwickelt waren als wir. Tatsächlich aber war der Alltag der Neandertaler, gemessen an den derzeitigen Umständen, unserem Alltag sehr ähnlich!

Die Neandertaler hatten das, was wir heute einen „Job“ nennen würden: Jagen, Werkzeuge herstellen, Nähen, Essen zubereiten, etc. Nach dem Erledigen ihrer Aufgaben hatten sie „Feierabend“ und haben gemeinsam gefeiert. Ihre höchsten Ziele waren das Überleben, die Fortpflanzung und die Weiterentwicklung ihrer Fertigkeiten. In den Grundzügen unterschied sich das alltägliche Leben unserer früheren Verwandten also kaum von unserem heutigen. Was sich verändert hat, ist alles, was eine 40.000-jährige Entwicklung mit sich gebracht hat.

Warum erzähle ich Ihnen das? Was hat der Alltag der Neandertaler mit Ihrem Alltag zu tun und inwiefern kann Ihnen das helfen? Ganz einfach: Ich möchte Ihnen anhand dieses wichtigen Beispiels zeigen, wie sehr der Alltag uns Menschen verändern kann. Die Entwicklung und Veränderung des Alltags hat einen der wichtigsten Ur-Instinkte in uns verändert: Den Überlebensinstinkt.

Die Neandertaler jagten, um sich zu ernähren, bauten ihre Unterkünfte selbst, stellten ihre Werkzeuge selbst her, nähten ihre Kleidung selbst und verteidigten sich ständig gegen wilde Tiere und die Gefahren der Natur. All das mussten (!) sie tun, um ihr Überleben zu sichern. Auch nur einen dieser Punkte zu vernachlässigen, hätte zeitnah den Tod bedeutet. Nun frage ich Sie: Müssen Sie jemals etwas von diesen Dingen tun? Jagen Sie Ihr Essen selbst oder pflanzen Sie es selbst an? Und für den unwahrscheinlichen Fall, dass Sie jetzt nicken: Müssen Sie das tun, um zu überleben? Bauen Sie Ihre Unterkunft selbst oder haben Sie die Möglichkeit, eine bereits fertige Unterkunft zu kaufen oder zu mieten? Müssen Sie sich gegen wilde Tiere verteidigen oder besuchen Sie einen Zoo, um solche dort hinter Zäunen und Gittern zu beobachten?

Wir Menschen haben uns und unseren Alltag also so weit entwickelt, dass wir uns um all diese Dinge keine Sorgen mehr machen müssen. Unser Überleben ist auch dann noch gewährleistet, wenn wir die Punkte vernachlässigen, die ein Neandertaler auf keinen Fall vernachlässigen durfte. Es stellt sich nun die Frage: Heißt das, dass das Überleben für uns leichter geworden ist? Ist es heute weniger anstrengend und belastend, in der Welt zu bestehen?“

 

Das ist auch schon das Ende der Vorschau und ich hoffe, dass sie dir gefällt und reichlich Fragen aufwirft 🙂 Solltest du erfahren wollen, wie es weitergeht, wirst du ab kommendem Montag die Gelegenheit dazu haben.

Ich wünsche dir ein wunderbares und entspanntes Wochenende. Bis Montag!

Es ist schön, dass du dabei bist.
Michael

 

Titelfoto: Gratisography.com