Für alle, die glauben, der Gute sei am Ende immer der Dumme…

Ein guter Mensch zu sein, ist mitunter schwierig. Ist man zu großzügig, wird man von anderen ausgenutzt. Hat man ein zu großes Herz, wird man verletzt und enttäuscht. Ist man zu freundlich, halten die anderen einen für dumm und naiv. Engagiert man sich für allgemein wichtige Themen, ist man ein Langweiler. Ich könnte noch viele andere Beispiele nennen, aber du weißt sicherlich bereits, worauf ich hinausmöchte. Vor allem kennst du das Problem höchstwahrscheinlich schon, weil du dieselben Erfahrungen gemacht hast.

Es ist einfach ermüdend. Wer die besten Absichten hat, bekommt oft den Eindruck, der Rest der Welt sei gefühllos, verroht oder schlicht und einfach dumm. Vielen Menschen wird das Ganze zu viel und sie haben irgendwann keine Lust mehr darauf, für ihre guten Taten bestraft zu werden. Als Konsequenz dessen geben sie ihre positiven Überzeugungen auf, um Konflikten und Problemen aus dem Weg zu gehen. Dadurch werden sie langfristig aber auch unglücklich.

Tu es für dich!

Hier ist eine wichtige Frage: Ist es sinnvoll, seine eigenen positiven und gewinnbringenden Überzeugungen aufzugeben, weil andere Menschen sie nicht verstehen oder teilen? Natürlich nicht! Warum solltest du unglücklicher werden, weil niemand deine guten Absichten versteht?! Warum sollest du dafür bestraft werden, ein guter Mensch zu sein? Das ergibt doch keinen Sinn. Ja, es gibt viele Menschen da draußen, die emotional noch nicht reif genug sind, um dich zu verstehen. Aber macht das einen Unterschied? Du bist doch kein guter Mensch, damit andere dich bewundern. Du solltest aus Überzeugung Gutes tun. Für dich. Weil es dich glücklich macht. Weil es dir das Gefühl gibt, das Richtige zu tun. Weil es dein Selbstwertgefühl steigert und dir dabei hilft, deine Persönlichkeit weiterzuentwickeln. Wenn das deine Motivation ist, dann können dir auch Rückschläge, Gegenwind oder das Unverständnis deines Umfelds egal sein.

Du lebst DEIN Leben. Je positiver du bist, desto besser sind die langfristigen Konsequenzen für dich.

Wenn du mir schon länger folgst, dann weißt du sicherlich, dass ich im Leben viele Rückschläge und starken Gegenwind erfahren musste. Das hat mich jedoch nie davon abgehalten, ein guter Mensch zu sein. Ganz im Gegenteil! Trotz aller Umstände meinen Prinzipien treu zu bleiben, hat mich zu dem erfolgreichen und glücklichen Menschen gemacht, der ich heute bin!

Im Folgenden nenne ich dir 5 Dinge, für die mich andere kritisiert haben oder immer noch kritisieren, die ich aber aus Überzeugung mache. Diese 5 Dinge sind wesentliche Bestandteile meines Erfolgs und sollen dir zeigen, warum es sich lohnt, seiner inneren Bestimmung zu folgen.

5 Fälle, in denen es sich für mich lohnt, ein guter Mensch zu sein

1. Ich bin stets freundlich und höflich. Auch dann, wenn mein Gegenüber es nicht ist. Manche Menschen verwechseln das mit Naivität oder Schwäche. Andere glauben, meine Gutmütigkeit würde dazu führen, dass man mich ausnutzen kann. Tatsächlich jedoch mache ich das in erster Linie für mich selbst. Ich verachte respektlose Menschen. Würde ich auf das Niveau respektloser Menschen herabsinken, müsste ich auch mich selbst verachten. Meine Fähigkeit, freundlich zu bleiben, ist ein Ausdruck meines Selbstrespekts und stärkt mein Selbstbewusstsein. Dieses starke Selbstbewusstsein ist eine der Schlüsseleigenschaften, die mir zu Erfolg und innerer Zufriedenheit verholfen haben und immer noch helfen.
Wenn du das Fehlverhalten anderer Menschen an dir abprallen lässt, wird ihnen Folgendes klar: Sie sind so bedeutungs- und wertlos, dass ihr Verhalten dich nicht im Geringsten aus der Bahn bringt. Diese Erkenntnis tut mehr weh als alles, was man dir an den Kopf werfen könnte.

2. Ich betreibe diesen Blog und schreibe Bücher. Hast du eine Vorstellung davon, wie viele gehässige Menschen es da draußen gibt, die nichts Besseres zu tun haben, als mir regelmäßig zu schreiben, was für ein hoffnungsloser Idiot ich doch sei? Das sind Menschen, die in ihrem Leben selbst noch nie einen echten Mehrwert erschaffen haben. Menschen, die sich und ihre Hoffnung auf ein besseres Leben bereits aufgegeben haben, anstatt sich für das Gute im Leben zu engagieren. Sollte ich deshalb aufhören? Nein. Ich bin überzeugt von diesem Blog. Er gibt mir das Gefühl, das Richtige zu tun und ich weiß, dass es tausende Menschen gibt, die mitlesen, sich motivieren lassen und dankbar sind. Würde ich wegen negativer Menschen aufhören zu schreiben, wäre ich noch dümmer als meine größten Kritiker.
Und auch, wenn ich den Blog werbefrei halte und damit keinen Cent verdiene, führt er doch dazu, dass mehr Menschen meine Bücher lesen. Das sorgt dann auch wieder für mehr Erfolge, finanziellen Ausgleich und innere Zufriedenheit. Wer ist also am Ende der Dumme? Der, der mit positiven Gedanken erfolgreich wird oder der, der seine Zeit mit dem Kritisieren anderer verschwendet und dadurch selbst keine Fortschritte macht?

3. Ich liebe und vertraue offenherzig. Für die Menschen, die mir am Herzen liegen, würde ich durch die Hölle gehen. Aber nicht nur in schmalzigen Katastrophenszenarien bin ich für andere da. Ich stehe an völlig beliebigen Tagen des Jahres mit Geschenken oder Kuchen vor der Tür von Freunden und meiner Familie. Ich lasse alles stehen und liegen, um herbeizueilen, wenn jemandes Hund krank ist. Genauso schenke ich anderen mein Vertrauen, wenn sie mich darum bitten. Viele Menschen belächeln mich deshalb, vor allem die bekennenden Egoisten. Ändert das etwas für mich? Nein. Ich erwarte niemals etwas zurück für das, was ich gebe. Ich liebe, vertraue, gebe und schenke aus Überzeugung. Es macht mich glücklich, andere glücklich zu machen. Es macht mich glücklich, anderen Schutz zu bieten oder Hilfe zu leisten, wenn sie Schwierigkeiten haben. Es ist mir eine Freude, ein Ratgeber in Zeiten der Ungewissheit zu sein. All das verleiht mir innere Stärke. Diese Stärke nutze ich, um als Person zu wachsen, meine Unternehmen zu führen und ein Vorbild zu sein.
Vor allem aber führt es dazu, dass ich von wunderbaren Menschen geliebt werde. Das ist ein Reichtum, den ich gegen kein Geld der Welt eintauschen würde. Und ich weiß genau, dass jeder „stolze Egoist“ sich im Grunde genau das wünscht. Auch, wenn das natürlich keiner zugeben würde 😉

4. Ich esse kein Fleisch. Ohje, noch so einer! Es reicht bereits, im Restaurant nach einem vegetarischen Gericht zu fragen, um ringsum Augenrollen zu ernten. Wer aus Überzeugung auf Fleisch verzichtet, wird vom Rest der Welt verspottet, ausgelacht und manchmal sogar beleidigt. Und das, obwohl man das vermutlich Klügste tut, was man im 21. Jahrhundert überhaupt tun kann. Auch hier frage ich wieder: Sollte ich mich deshalb von meiner Überzeugung abbringen lassen? Natürlich nicht. Der Verzicht auf Fleisch ist die vielleicht klügste Maßnahme zur Lösung beinahe ALLER Probleme auf der Welt, inklusive Klimawandel, Welthunger, Wasserknappheit, usw.
Wie dumm wäre es, damit aufzuhören, weil so viele Menschen es weder verstehen noch respektieren? Man muss den Vegetarismus nicht teilen, wenn man nicht will. Ihn zu verspotten, ist jedoch (vor allem im Jahr 2019) der Gipfel der Dämlichkeit. Und ganz nebenbei tue ich auch etwas Gutes für mein Karma-Konto. Ich habe nie ein schlechtes Gewissen, wenn ich einem Tier in die Augen sehe. Wer Tiere als Freunde anerkennt, hat plötzlich einen viel größeren Freundeskreis. Wenn ich an einer Kuhweide vorbeikomme, streichle ich ein paar Rinder. Manchmal spiele ich Fangen mit Hühnern und einmal hatte ich sogar einen freundschaftlichen Ringkampf mit einer schwarzen Ziege. Ich habe verloren.

5. Ich bin Unternehmer. Würde ich mir die Meinung anderer Menschen zu sehr zu Herzen nehmen, hätte ich mich nie selbstständig gemacht. Hätte ich mich nicht selbstständig gemacht, hätte ich tausenden Menschen nicht geholfen. Aus mir wäre vielleicht kein gutes Vorbild geworden. Tatsächlich war der Gegenwind damals sehr stark. Dennoch wollte ich mich durchsetzen. Ich hatte den starken Drang in mir, etwas Großes auf der Grundlage von etwas Positivem aufzubauen. Ich wollte nicht einfach Geld verdienen. Mein Ziel war es, nur Geschäfte zu betreiben, die Menschen einen Mehrwert bringen oder ihnen Freude machen. An diesen Grundsatz halte ich mich bis heute, auch wenn mir dadurch über die letzten Jahre sehr viel Geld durch die Lappen gegangen ist. Das ist jedoch egal. Prinzipien sind mehr wert als Geld.
Als ich Ende 2013 ein paar Freunden stolz erzählte, dass ich mit meinem Online Business 6 Euro am Tag verdiene, haben sie mich schallend ausgelacht. Heute verdiene ich das Hundertfache und niemand lacht mehr. Viel wichtiger ist jedoch, dass es sich ausgezahlt hat, ein guter Mensch zu sein und an der Vision festzuhalten, Positives zu bewirken.

Es lohnt sich

Es gibt noch viele weitere Beispiele, die zeigen, dass es sich am Ende immer lohnt ein guter Mensch zu sein. Die könnten jedoch dazu führen, dass aus diesem Blogartikel noch ein Buch wird…

Heute habe ich viel von mir erzählt, obwohl ich das eigentlich nicht gerne mache. Es ist mir aber einfach ein Anliegen dir zu zeigen, dass ich weiß, wovon ich spreche. Wäre ich in all diesen Dingen nicht bereit dazu gewesen, meiner Linie treu zu bleiben, wäre ich heute weitaus weniger glücklich und erfolgreich. Du würdest diese Zeilen nicht lesen. Und ich weiß genau, dass es da draußen so viele tolle Menschen gibt, die ihre guten Absichten aufgeben, weil niemand sie versteht. Aber glaub mir: Du bist nicht allein!

Wenn du ein guter, treuer, hilfsbereiter und aufrichtiger Mensch bist, dann behalte es dir bei. Lass dir das nicht von anderen nehmen. Tu es für dich. Deine besten Eigenschaften sind dein Kapital. Sie haben das Potenzial, dich sehr weit im Leben zu tragen. Manchmal fühlt es sich nicht so an, aber denk immer daran, dass nicht jeden Tag die Sonne scheint. Am Ende setzt sich das Gute immer durch, auch wenn es hin und wieder länger dauert. Ärgere dich nicht über Menschen, die dich für naiv oder dumm halten. Hab Mitgefühl mit ihnen. Sie haben ihr größtes Kapital noch nicht entdeckt. Vielleicht sind sie deshalb so frustriert.

In der Hoffnung, dass meine Beispiele dich ermutigen und motivieren konnten, danke ich dir für deine Aufmerksamkeit beim Lesen dieses unerhört langen Blogartikels.

Es ist schön, dass du dabei bist.
Michael

 

 

Titelbild: Unsplash.com, © Annie Spratt