Wichtiger denn je!

Aktuell beobachten wir mit angehaltenem Atem, wie sich eine Krise nach der anderen zu entfalten scheint. Und immer wenn wir glauben, es könne nicht noch schlimmer kommen, oder wir hätten jetzt wirklich alles gesehen, werden wir am Tag darauf noch einmal aufs Neue überrascht. Neben dem Entsetzen wächst auch die Zukunftsangst.

Es haben schon viele Generationen vor uns Zeiten großer Veränderungen erlebt. Aber irgendwie macht es den Eindruck, als sei diese Entwicklung exponential. Das heißt, wir erleben wirklich außerordentlich viele große Veränderungen. Kaum etwas scheint noch so, wie es einmal war. Darüber hinaus wächst die Angst vor der Zukunft, denn sie ist ungewiss. Wird es überhaupt eine Zukunft für uns geben?

Pläne über Bord

Wenn die letzten zwei Jahre mich eines gelehrt haben, dann ist es, nicht allzu fest an Plänen und Zielen festzuhalten. In Zeiten, in denen wir nicht einmal ahnen können, was nächste Woche sein wird, ist es schwierig, für die nächsten Jahre vorauszuplanen. In meinem Fall heißt das: Ich habe persönliche, gesundheitliche und geschäftliche Ziele. Aber die Pläne zum Erreichen dieser Ziele werde ich nicht in Stein meißeln, denn mir ist schmerzlich bewusst, dass ich meine Strategie ständig anpassen muss. In den letzten beiden Jahren musste ich meine Pläne so oft über Bord werfen wie noch nie zuvor und ich bin mir sicher, dass auch du ähnliche Erfahrungen gemacht hast.

Aber weißt du was? Ich passe meine Pläne lieber an, als sie völlig aufzugeben.

Aufgeben. Ein Phänomen, das in diesen Tagen wie die Grippe grassiert. Manche haben die Nase so voll davon, ihre Zukunft nicht klar sehen zu können, dass sie jegliche Wünsche, Hoffnungen und Ambitionen aufgeben.

Man fragt sich:

  • Wozu noch das Ganze? Bald könnte eh alles vorbei sein.
  • Wieso sollte ich mir Mühe geben, wenn meine Bemühungen eh wieder durch irgendeine Krise zerschlagen werden?
  • Wie könnte ich in einer unschönen Welt ein schönes Leben aufbauen?

Solche Fragen höre ich in letzter Zeit öfter. Es sind nachvollziehbare Fragen und offen gesagt geht mir hin und wieder ähnliches durch den Kopf, wenn auch ungewollt. Allerdings muss ich dann auch daran denken, wohin mein Weg mich führen würde, wenn ich meine Gedankenwelt von solchen Fragen regieren ließe. In diesem Fall würde der Weg ins Nichts führen. Wir könnten genauso gut hier und jetzt aufgeben. Wenn wir ernsthaft glauben, dass es sich nicht mehr lohnt, nach Erfolg, Glück, Gesundheit und persönlichem Reichtum zu streben, wozu sollten wir dann noch irgendetwas Produktives tun?

Was hat sich geändert?

Das Leben war schon immer schön und die Welt war schon immer kompliziert. Beschissene Zeiten (sorry!) gab es schon immer und Hoffnungslosigkeit ist ein ansteckendes Phänomen, genauso wie Erkältungen oder die Mode der 80er Jahre. Es gab schon immer Zeiten, in denen Menschen sich nicht vorstellen konnten, wie es noch weitergehen sollte, und weißt du was? Am Ende ging es dann doch weiter.

Es ist nicht vorbei, bis es vorbei ist!

Und solange es nicht vorbei ist, geht es weiter.

Die Welt um uns herum verändert sich, das steht außer Frage. Aber was verändert sich für uns?

  • Wir wollen immer noch glücklich sein.
  • Wir wollen immer noch gesund sein.
  • Wir wollen immer noch erfolgreich sein.
  • Wir wollen immer noch reich werden (nicht zwangsläufig im materiellen Sinne).
  • Wir wollen immer noch, dass das Leben uns Spaß macht.

Warum sollten wir aufhören, nach diesen Idealen zu streben? Falls die Welt wirklich untergeht, können wir uns guten Gewissens dem Ende stellen und von uns sagen, dass wir bis zum Schluss alles versucht haben. Falls sie nicht untergeht, sind wir froh, niemals aufgegeben zu haben und genießen weiterhin unsere Zeit auf Erden.

Evolution – einfach erklärt

Die Evolution lehrt uns, dass Anpassung schon immer das effektivste Mittel zum Überleben war. Als die Nahrung unerreichbar hoch an den Bäumen hing, ließ die gute alte Giraffe sich einfach einen längeren Hals wachsen. Was lässt du dir einfallen, um den Widrigkeiten deiner Umwelt zu trotzen?

Wenn du eine klare Vorstellung davon hast, wo du hingehen möchtest, dann sollte dich nichts aufhalten können. Sobald ein Hindernis deinen Weg kreuzt, kannst du es umgehen, aus dem Weg räumen oder hinüberklettern. Aber du gibst deine Reise doch nicht auf, weil die Route nicht so geradlinig verläuft, wie du dir das gewünscht hättest.

Wir wünschen uns ein unkompliziertes und glückliches Leben. Aber leider verläuft auch dieser Weg nicht immer geradlinig. Ist das ein Grund, aufzugeben?

Zugegeben, im Moment sind die Hürden riesig und die Umwege lang. Dennoch bleibt das Prinzip dasselbe. Die Reise zu mehr Glück, Gesundheit, Erfolg und Lebensfreude gibt dir so unfassbar viel, dass kein Preis zu hoch sein kann, um den Weg zu gehen.

Ein einfaches Fazit

Der Titel dieses Blogartikels lautet: „Wie du dich auch in Krisenzeiten weiterentwickelst“, und ich schulde dir noch eine klare Anweisung, die einen Lösungsweg beschreibt. Hier ist mein Ansatz:

  1. Mach weiter.
  2. Lass dich nicht von einer ungewissen Zukunft einschüchtern. Die Zukunft war schon immer ungewiss. Alles, was gewiss sein sollte, sind deine Ziele.
  3. Mach (immer noch) weiter.
  4. Wenn das Leben dir Steine in den Weg legt, dann baue entweder eine Treppe aus ihnen oder finde einen anderen Weg.
  5. Vergiss niemals, dass die Belohnung deiner Mühen alle Strapazen überwiegt.
  6. Mach (weiterhin) weiter.
  7. Genieße die Tatsache, dass alle Widrigkeiten und Erfahrungen dich stärker und weiser machen.

Die Welt mag sich verändern, aber das, was unser Leben wertvoll und besonders macht, bleibt wertvoll und besonders. Wer diese Erkenntnis im Herzen trägt, kommt niemals von seinem Weg ab.

Ich hoffe, dass ich dir mit diesen Zeilen ein wenig Mut machen konnte, deinem Weg weiterhin zu folgen. Lass dich nicht aufhalten. Ich wünsche dir weiterhin eine gute Reise.

Es ist schön, dass du dabei bist.
Michael

 

 

Titelbild: Unsplash.com, Nagara Oyodo