Teil 2 – 20 Prinzipien für ein erfüllteres Leben

Weiter geht es mit unserer 5-teiligen Serie für ein erfüllteres Leben!

Bevor ich diese 5-teilige Artikelserie gestartet habe, habe ich mir Gedanken darüber gemacht, ob das auch das Richtige sei. Meine größte Sorge war, dass bereits der erste Artikel dir und den anderen Leserinnen und Lesern nicht gefallen könnte und dass ich es dann aus Prinzip durchziehen müsste, obwohl es niemand lesen wollen würde.
Glücklicherweise habe ich aber positives Feedback in Form von ein paar Kommentaren und vielen Mails bekommen und umso besser fühle ich mich zum Start von Teil 2!

Lass uns nicht viel Zeit verlieren und uns direkt mit 4 weiteren wichtigen Prinzipien beschäftigen, die uns zu einem erfüllteren Leben verhelfen:

Prinzipien 5-8

5. Am Lauf der Zeit ist nichts zu ändern.

Ein absoluter Klassiker und eine der elementarsten Grundregeln, wenn man in seinem Leben glücklich sein möchte: Man kann nichts am Lauf der Zeit ändern. Die Zeit ist ein fortlaufendes Kontinuum, das außerhalb unseres Einflussbereichs liegt.
Das bedeutet im Klartext, dass wir nicht ändern können, was gestern geschehen ist und nicht wissen können, was morgen geschehen wird. Wir haben immer nur die Möglichkeit, uns auf den Moment zu konzentrieren und das Beste aus ihm zu machen, damit unsere Zukunft so positiv wie möglich sein wird.
Viele Menschen stehen ihrem Glück im Weg, da sie die Vergangenheit nicht loslassen können oder sich krampfhaft darauf konzentrieren, eine bessere Zukunft zu erschaffen. In beiden Fällen verpasst man den Moment und somit sein Leben. Was hinter uns liegt, liegt nun einmal hinter uns und wir können nichts anderes tun, als zu lernen, damit umzugehen.
Was vor uns liegt, ist ungewiss. Wir wissen nur, dass wir uns auf den Moment konzentrieren müssen, um jeder zukünftigen Herausforderung gewachsen zu sein. Wenn wir den Blick zu weit nach hinten oder vorne richten, verlieren wir das Gefühl für den Moment und somit Lebensqualität.

6. Nichts ist perfekt und das ist gut so.

Hast du schon einmal versucht, etwas fertigzustellen, bist aber dann zu keinem Ende gekommen, weil du das Gefühl hattest, es sei nicht gut genug?
Viele Menschen wollen unbedingt etwas perfekt machen. Sei es ihre Arbeit, etwas zu essen oder schlicht und einfach ein Geschenk für jemanden. Was sie dabei jedoch nicht bemerken, ist, dass sie zu keinem Ergebnis kommen und sich in einen Teufelskreis begeben.
Je akribischer man versucht, etwas perfekt zu machen, desto frustrierter und unzufriedener wird man, da man zu keinem Ergebnis kommt. Je frustrierter man ist, desto schwächer wird die eigene Leistung. Die Folge ist, dass man sich selbst herunterzieht und trotz aller Bemühungen kein vorzeigbares Ergebnis hat.
Ist es nicht viel besser, etwas Gutes abzuliefern, als gar nichts? Ist es nicht besser, etwas zu erledigen und darüber glücklich zu sein, als zu keinem Schluss zu kommen und sich auch noch darüber zu ärgern?
Nichts ist perfekt und nichts kann perfekt sein. Perfektion ist ein Zustand der Vollkommenheit und diese Vollkommenheit gibt es nicht. Da die Zeit immer weiterläuft, altern, verfallen und verändern sich alle Dinge des Lebens kontinuierlich. Also könnte etwas, wenn überhaupt, höchstens für den Bruchteil einer Sekunde lang perfekt sein, bevor die Zeit diese Perfektion wieder zunichte macht.
Aus diesem Grund sollte man nie versuchen, perfekt zu sein oder etwas perfekt zu machen. Etwas Gutes oder etwas Fertiges ist sehr viel besser als etwas, das perfekt sein soll, aber weder fertig, noch zufriedenstellend ist.

7. Es gibt keine „Freizeit“. Du bist immer frei.

Wenn man jemanden kennenlernt, dann stellt man sich in der Regel gegenseitig die Frage: „Was machst du denn so in deiner Freizeit?“
Ich persönlich finde diese Frage furchtbar, denn sie impliziert, dass ein Mensch noch eine andere Zeit als seine „Freizeit“ hat. Die meisten Menschen bezeichnen ihre „Freizeit“ als die Zeit, in der sie nicht arbeiten oder ihren alltäglichen Verpflichtungen nachgehen. Doch ist das wirklich richtig?
Meiner Meinung nach nicht. Wir sind immer frei und wir haben immer die freie Wahl, was wir tun möchten. (Hier gibt es übrigens den passenden Blogartikel dazu)
Dass wir arbeiten oder alltäglichen Pflichten nachgehen, heißt nicht, dass wir dabei nicht frei sind. Wir sind zu jeder Zeit frei und alles, was wir tun, erfüllt seinen guten Sinn. Wenn wir arbeiten, dann verkaufen wir nicht unsere kostbare Lebenszeit gegen einen Stundenlohn. Wir erfüllen eine Aufgabe. Jeder Job hat den Zweck, eine Aufgabe zu erfüllen und dessen sollte man sich bewusst sein. Wer das Gefühl hat, seine Lebenszeit gegen einen Stundenlohn einzutauschen, der tut tatsächlich nichts anderes.
Das Leben ist immer schön und sinnvoll. Auch in den Momenten, in denen es uns manchmal nicht so vorkommt.

8. Jeder Tag ist wichtig. Jeder!

Manchmal schreiben wir einen Tag ab, weil wir ihn nicht besonders wichtig finden. Zum Beispiel, wenn es auf der Arbeit nicht besonders gut läuft oder wenn man mit jemandem gestritten hat, dann sagt man sich: „Das ist ein echt schlechter Tag. Ich werde ihn irgendwie hinter mich bringen und morgen sieht die Welt wieder anders aus.“
Diese Einstellung kostet viel Lebensqualität! Unsere Lebenszeit ist begrenzt und deshalb ist jeder Tag kostbar. Wenn man einen schlechten Tag hat, dann sollte man sich viel eher darum bemühen, ihn wieder besser und schöner zu gestalten.
Irgendwann wird der Zeitpunkt für uns alle kommen, zu dem wir uns wünschen werden, dass wir unsere Zeit besser genutzt hätten. Wir haben jeden einzelnen Tag die Chance, uns vor dieser Reue zu schützen. Jeder Tag ist ein Geschenk. Jeder Tag ist wichtig.
Gibt es eine bestimmte Flasche Wein, die du dir für einen bestimmten Tag aufhebst? Oder eine Schachtel Pralinen oder etwas anderes? Öffne sie doch einfach heute. Wer weiß schon, ob du diesen besonderen Anlass jemals erleben wirst? Das Leben kann jederzeit vorbei sein und wir sollten jede Chance auf Genuss, Glück und Freude nutzen.
Wie heißt es so schön: „Gönn dir ‚was Gutes, auch wenn du in Not bist. Was nützt dir das Leben, wenn du tot bist?“ 🙂

Nur 4 von vielen

Die 4 Prinzipien im heutigen Artikel stehen alle in einem direkten Zusammenhang zum Bewusstsein über die Zeit. Dieses ist nicht nur behilflich, sondern auch erforderlich, wenn man sein Leben glücklich und erfüllt leben möchte. Ein besseres Verständnis für die Zeit zu entwickeln, kann das Leben sehr viel leichter machen.

Es gibt viel mehr als diese 4 oder auch die 20 Gedanken aus dieser Artikelserie. Mache dir hin und wieder deine eigenen Gedanken darüber, was dir das Leben erleichtern könnte. Wir machen uns im Alltag so viele Gedanken über Negatives oder Unnötiges. Wenn wir auch nur einen Bruchteil dieser Gedanken kanalisieren und für positivere Zwecke einsetzen, können wahre Wunder im Alltag geschehen. Probiere es aus!

Ich hoffe, dass der Artikel dir gefällt und wünsche dir ein wunderbares Wochenende!

Es ist schön, dass du dabei bist.
Michael

 

 

Titelfoto: Gratisography.com

11 Kommentare, sei der nächste!

  1. Hallo Michael,

    Wirklich 4 tolle Prinzipien !!
    Vergangenes nicht loslassen können und die Perfektionismus-Falle kennen wohl die meisten…
    ….oft steht man sich dabei selbst im Weg …das ganze Leben ist eben ein Lernprozess – und wie Du richtig schreibst – jeder Tag ist wichtig !!…….JEDER !!

    Ich finde es übrigens gut, dass Du die 20 Prinzipien auf 5 Artikel aufteilst und auch, dass diese im 2-Wochen Rhythmus erscheinen …damit kann man sich auch mit den Prinzipien entsprechend auseinandersetzen …

    Ich wünsche Dir eine schöne Freizeit …
    Liebe Grüße, Christian

    1. Hallo Chris,

      vielen Dank für dein Feedback. Es freut mich, dass die Artikelserie dir gefällt!
      Ich bin auch überzeugt davon, dass es jeden Tag etwas zu lernen gibt und häufig besteht die Lektion darin, zu erkennen, dass wir aufhören müssen, uns im Weg zu stehen.

      Hab ein schönes Wochenende!

      Viele Grüße
      Michael

  2. Hallo Michael!
    Der Artikel bestätigt meine seit langem lebenden Prinzipien. Ich fühle mich frei und finde jeden Tag wunderschön, auch wenn es manchmal schwierige Herausforderungen gibt!
    Für eine kurze Zeit in meinem Leben befand ich mich in einer schwierigen Phase, ein anderer Mensch zog mich regelrecht runter! Zum Glück konnte ich mich selbst durch positive Gedanken in eine andere Richtung entwickeln und genieße mein Leben frei und unabhängig!
    Vielen Dank für die Anregung durch die Prinzipien – ich freue mich jetzt schon auf die Nächsten in 2 Wochen!

    Schönes Wochenende wünscht dir
    Andrea

    1. Hallo Andrea,

      es freut mich sehr zu lesen, dass du dich und dein Leben so positiv wahrnimmst und lebst. Ich hoffe, dass das auch andere Leser dazu inspiriert, ihre Gedanken auf Glück auszurichten und eigenverantwortlicher zu leben, um jede persönliche Herausforderung zu meistern.
      Ich wünsche dir, dass du auch weiterhin immer zufrieden, frei und unabhängig sein wirst. Danke für deinen Beitrag und auch dir ein schönes Wochenende!

      Viele Grüße
      Michael

  3. Hallo MIchael,

    heute habe ich leider ein Beispiel dafür erlebt, das Perfektionismus nur hinderlich ist. Ein Programm, das schon lange fertig sein sollte (und es auch meiner Meinung nach ist, weil es genau das tut, was es soll), ist in den Augen eines Kollegen nicht gut und nicht fertig, weil es nicht perfekt ist. Was genau nicht fertig ist, weiß niemand, aber es könnte noch besser sein … die Oberfläche könnte noch schöner sein, es könnten noch weitere Fehlerhandlings eingebaut werden für Fehler, die man sich mit viel Fantasie ausdenken muss und die wahrscheinlich nie eintreten werden. Die ganzen „Verbesserungen“ haben jetzt dazu geführt, dass es jetzt nicht mehr funktioniert, der Termin sich noch weiter verzögert und der Entwickler noch unzufriedener als vorher mit seinem (jetzt nicht mehr guten – weil fehlerhaften) Programm ist.

    Das ist wohl genau ein Musterbeispiel dafür, warum perfekt überhaupt nicht gut ist.

    Viele Grüße
    Manfred

    1. Hallo Manfred,

      es tut mir Leid, von dieser Negativerfahrung zu lesen. Auf der anderen Seite „freue“ ich mich darüber (wenn man das so nennen darf), dass du uns ein praxisnahes Alltagsbeispiel zur Verfügung stellst, das veranschaulicht, wie hinderlich Perfektionismus sein kann.
      Erledigt ist nun einmal besser als perfekt und gerade in solchen Software-Angelegenheiten habe ich persönlich die Erfahrung gemacht, dass es besser ist, zunächst eine „unfertige“ Version zu haben, mit der man Erfahrungen sammeln kann: Was kommt bei den Nutzern gut an und was ist ausbaufähig? Welche Funktion ist fehlerhaft und welche Erweiterung wäre wünschenswert, etc.
      Es ist wirklich schade, dass es in deinem Fall so gelaufen ist. Ich hoffe, dass die Angelegenheit sich zeitnah wieder begradigen lässt und dass die dadurch entstehenden Schäden sich in Grenzen halten.

      Ich wünsche dir trotz allem ein schönes Wochenende. Lass deine Laune nicht davon trüben, denn dafür ist das Leben zu kurz und zu schön 🙂

      Viele Grüße
      Michael

      1. Hallo Michael,

        ich war glücklicherweise nicht davon, sondern nur Zuschauer und meine gute Laune lasse ich mir davon nicht mehr verderben. Was ich nur schade fand war, dass sich der Kollege unnötigerweise in so eine Situation hineinmanövriert hat und keinen Argumenten zugänglich war. Ich habe bei dieser Gelegenheit wieder einmal festgestellt, dass man niemandem helfen kann, der sich nicht helfen lassen will.

        Dir auch ein schönes Wochenende und viele Grüße
        Manfred

        1. Hallo Manfred,

          da hast du vollkommen Recht: Man kann niemandem helfen, der sich nicht helfen lässt. Wer auf einem Standpunkt verharrt, tut auch wortwörtlich genau das. Er steht auf einem Punkt und wird sich nicht von dort wegbewegen 🙂
          Auch wenn ich diesen Menschen nicht kenne, kann ich mir gut vorstellen, dass er daraus etwas Wichtiges gelernt hat. Weder Perfektionismus, noch Unbelehrbarkeit bringen einen im Leben weiter.

          Viele Grüße
          Michael

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