Der eine Neujahrsvorsatz, der alle anderen überflüssig macht

Neujahrsvorsätze

Ein erfrischend anderer Ansatz, der wirklich funktionieren könnte…

Das Jahr neigt sich dem Ende und natürlich passiert mal wieder das, was jedes Jahr passieren muss: Menschen fassen sich gute Vorsätze für das kommende Jahr.

  • „Ich möchte endlich abnehmen und mich gesünder ernähren.“
  • „Ich möchte mehr Sport machen und fit werden.“
  • „Ich möchte mit dem Rauchen aufhören.“
  • „Ich möchte mir endlich mehr Zeit für mich nehmen.“
  • „Ich möchte viel Geld verdienen und reich werden.“

Na, kommt dir das bekannt vor? Mach dir nichts draus. Wir alle haben uns schon Dinge vorgenommen, die wir dann mehr oder weniger ausprobiert und wieder vernachlässigt haben. Im Januar sind die Fitness-Studios besonders voll, die Tabakindustrie erlebt die umsatzschwächste Phase des Jahres und die allgemeine Produktivität steigt. Spätestens Ende Februar pendelt sich dann alles wieder ein.

Es gibt verschiedene Gründe, warum Neujahrsvorsätze sich nur so schwer durchsetzen lassen und vermutlich haben wir alle uns schon zur Genüge damit auseinandergesetzt, warum das so ist.

Man kann wirklich ewig über den Sinn von Neujahrsvorsätzen philosophieren. Sie haben einige gut gemeinte Vorteile und auch viele offensichtliche Nachteile. Fakt ist jedoch, dass man mit ihnen große Erfolge verzeichnen kann, wenn man es wirklich will. Und trotzdem haben viele Menschen ihre Schwierigkeiten damit.

Deshalb habe ich einen neuen und frischeren Ansatz gesucht. Muss man das Prinzip des Neujahrsvorsatzes komplett aufgeben? Oder kann man es immer noch sinnvoll und gewinnbringend einsetzen? Meine Antwort lautet: Ja, man kann! Die Voraussetzung ist, dass man ausnahmsweise mal nur EINEN Vorsatz ausprobiert.

Der eine sinnvolle Neujahrsvorsatz

Er lautet: „Weniger planen, mehr handeln!“

Vor allem in meinen Coachings erlebe ich immer wieder, wie Menschen hervorragende Pläne schmieden und sich ein perfektes Leben in der Zukunft ausmalen. Tag für Tag und Schritt für Schritt konzipieren sie, wie ein Erfolg auf dem anderen aufbauen könnte und was man nicht alles tun könnte, um langfristig glücklicher und erfolgreicher zu werden. Das Problem dabei ist, dass keine entsprechenden Handlungen folgen. Und spreche ich diese Menschen dann auf das Problem an, schlagen sie als Lösung vor, einen Plan zur Lösung zu entwerfen. Ein Teufelskreis, nicht wahr?

So ähnlich verhält es sich oft mit unseren Neujahrsvorsätzen. Wir planen so viel. Wir nehmen uns so viel auf einmal vor. Wir überschätzen gnadenlos, was wir in einem Jahr schaffen können, aber unterschätzen auch, wie viel sich in 5 Jahren schaffen lässt. Dabei könnte es (in der Theorie) so einfach sein: Ein Ziel nach dem anderen vornehmen und erst nach einem Erfolg weitergehen anstatt zu versuchen, sich aufzuteilen und verschiedene Wege gleichzeitig zu verfolgen.

Aus diesem Grund halte ich „Weniger planen, mehr handeln“ für den ultimativen Neujahrsvorsatz, der alle anderen überflüssig macht. Einfach machen, immer machen. Ja, es klingt so lächerlich einfach und es gibt viele Gründe, die erklären, warum es schwierig ist. Aber darum geht es heute nicht. Heute geht es um einen Wechsel des Mindsets!

Wenn du Schwierigkeiten damit hast, bestimmte Ziele  zu erreichen, dann mache es in erster Linie zu deinem Vorsatz, überhaupt am Erreichen deiner Ziele zu arbeiten! Auf den ersten Blick mag das ein wenig verwirrend sein, doch glaub mir: Es macht Sinn!

Wenn du davon träumst, ein bestimmtes Motorrad zu fahren, aber noch überhaupt keinen Führerschein gemacht hast, dann musst du dich auch erstmal um den Führerschein kümmern. Ich denke, das Prinzip lässt sich mit diesem Beispiel gut veranschaulichen. Die Vorsätze, die wir regelmäßig fassen, sind Schritt 2. Schritt 1 ist aber, überhaupt die Bereitschaft zum Verwirklichen seiner Visionen zu haben.

Vielleicht scheitern so viele Menschen an ihren Neujahrsvorsätzen, weil sie sich zuerst an Schritt 2 versuchen, obwohl sie noch nicht so weit sind. Möglich wäre es doch. Ob das auch auf dich zutrifft, kannst du herausfinden, indem du dir nur diesen einen Vorsatz fasst: Weniger planen, mehr handeln!

Ich wünsche dir viel Erfolg dabei und bin gespannt, ob es funktionieren wird.

Es ist schön, dass du dabei bist.
Michael

Titelbild: Unsplash.com, © Josh Boot

14 Kommentare, sei der nächste!

  1. Huhu guten Morgen Michael,
    da hast Du vollkommen recht.
    Ich habe das Ziel jeden Tag mehr Schritte zu gehen und glaub mir das ist schon schwierig. Weniger planen, mehr handeln ist eine super Motivation. Es fällt ein gewisser Druck weg.
    Vielen Dank.
    Ich wünsche Dir einen entspannten Start in’s neue Jahr
    Liebe Grüße
    Iris

    1. Hallo Iris,

      danke für deinen Zuspruch! Ich habe es auch vor einigen Jahren als Entlastung empfunden, mich nicht mehr nur auf alle zu erledigenden Aufgaben zu fokussieren, sondern auf das Handeln. Da geht einem direkt Einiges leichter von der Hand!
      Ich wünsche dir ebenfalls einen guten Start in das neue Jahr.

      Viele Grüße
      Michael

  2. Was an der ganzen Sache etwas abenteuerlich ist das ist doch der Fakt das Leute ein bestimmtes Datum In Augenschein haben um ausgerechnet dann dies oder jenes als Vorsatz zu nehmen. Da frage ich mich weshalb wartet man denn ausgerechnet auf diesen einen Moment ? Wer was verändern will oder sich einen Vorsatz macht der kann das doch an den 364 anderen tagen auch tun. Oder besser noch jetzt.

    Die ganze Sache mit dem „Neujahr“ ist auch noch mehr als skurril. Im jüdischen Sinne war das Neujahr längst gewesen und für jemand der „nicht-jüdisch“ ist war das wohl ein tag wie jeder andere obschon man die Option gehabt hätte da seinen Vorsatz den man auch noch Wochen oder Monate zuvor im Auge hatte umzusetzen.

    Man erkennt das diese Dinge wie „zu Neujahr einen Vorsatz nehmen“ eher etwas witzig erscheint fast schon wie eine Ausrede ein Zeit schinden bis zum Punkt x. Warum also nicht jetzt ? Das ist hier sicher eine interessante Frage

    1. Hallo Ray,

      da stimme ich dir völlig zu. Es braucht keinen neuen Jahresbeginn, um eine Veränderung einzuleiten. Darüber habe ich letztes Jahr vor Neujahr einen Blogartikel geschrieben.

      Nun ist es jedoch so, dass viele Menschen die Vorstellung mögen, das alte Jahr abzuhaken und neu durchzustarten. Wer genau das machen möchte, sollte es mal mit einem anderen Vorsatz versuchen, denn offensichtlich ist die Erfolgsquote der Klassiker nicht sonderlich hoch 🙂

      Ich wünsche dir auf jeden Fall einen guten Start in das neue Jahr!

      Viele Grüße
      Michael

    1. Hallo Beate,

      dem Motto des Blogartikels entsprechend empfehle ich dir: Nimm dir nicht vor, mehr Sport zu machen. Nimm dir vor, deinem inneren Schweinehund in den Allerwertesten zu treten! 🙂 Dann klappt das mit dem Sport wie von allein.

      Ich wünsche dir einen guten Start in das neue Jahr!

      Viele Grüße
      Michael

  3. Hallo Michael,
    es ist so treffend formuliert mit deinem Blockartikel!
    Letztes Jahr war für mich das „eigentlich“ Jahr.
    Immer kam mir dieses eigentlich dazwischen, wenn ich etwas tun wollte, bzw. tun musste! Auch wenn ich nicht den Jahreswechsel benötige um etwas zu verändern, so ist es doch ein innerer Startschuss, um neues zu planen. Dieses Jahr habe ich mir vorgenommen einfach zu „machen“! Ich werde Impulsiv meine Vorstellungen und Wünsche umsetzen und einfach angehen! Mir ist das schon im Dezember aufgefallen wie spontan auch andere sein können wenn sie von einem mitgerissen werden und ihren alltäglichen Trott verlassen.
    Alles gute für das neue Jahr
    Claudia

    1. Hallo Claudia,

      schön, dass der Beitrag dir gefällt! Du hast völlig Recht. Man braucht im Grunde kein neues Jahr, um etwas zu verändern, aber eine Veränderung des Kalenders fühlt sich nun einmal nach Veränderung an.
      Ich hoffe, dass du deinem Vorsatz gerecht werden wirst und drücke dir die Daumen!

      Dir ebenfalls alles Gute!
      Michael

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