Wie man seinen Frieden mit dieser Welt macht

Für alle, die auch noch einen Ansatz suchen…

Es könnte so einfach sein. Oder etwa doch nicht? Ich spreche vom Leben. Man möchte meinen, dass eigentlich nicht viel dazugehören sollte, ein erfülltes Leben zu führen:

  • Bleib gesund und halte dich fit
  • Verbringe Zeit mit Dingen, die dich erfüllen
  • Liebe deine Mitmenschen und lasse dich von ihnen lieben
  • Finde eine Lebensaufgabe, die dir zusagt
  • Sei dankbar

Der Idealist und Träumer in mir sagt, dass das Leben so einfach sein könnte. Der Realist in mir sitzt auf dem harten Boden der Tatsachen und weiß, dass dies Wunschdenken ist. Die wenigsten von uns sind gesund und fit. Wer von uns investiert bitte den Großteil in Dinge, die ihn erfüllen? Stehen wir in Frieden und Liebe mit all unseren Mitmenschen? Haben wir die eine große Lebensaufgabe und Leidenschaft schon gefunden? Und weißt du nicht auch genau, wie schwer es manchmal sein kann, dankbar zu sein? Sogar dann, wenn man im Grunde von Herzen dankbar für das Leben ist…

Unseren eigenen Einflussbereich im Griff zu haben, ist schon schwer genug. Noch komplizierter wird es, wenn wir über ihn hinausblicken.

Von hier an kann ich nur für mich sprechen, und ich muss dir ganz ehrlich sagen, dass ich hin und wieder auf Kriegsfuß mit der Welt stehe. Es macht mich müde und kotzt mich an, dass es so viel Gewalt, Unrecht und Probleme auf der Welt gibt. Ich finde es bescheuert, dass so viele Menschen hungern und im Elend verenden, während andere Champagner auf einer riesigen Yacht schlürfen. Versteh mich bitte nicht falsch: Als Unternehmer verstehe ich sehr gut, wie es dazu kommt und warum unser System so funktioniert. Das heißt aber nicht, dass ich es gut finde.

Ob wir wollen oder nicht, wir alle sind Teil eines großen Hamsterrades und ich glaube, dass ich dir nicht sagen muss, wie schwer es ist auszubrechen.

Wir führen ein so kompliziertes Leben, dass es mal eben zur Lebensaufgabe wird, sich ein einfaches Leben zu erarbeiten. Völlig bescheuert, oder?

Es ist nicht leicht

Vor einigen Jahren bin ich auf den Trichter gekommen, einfach stets mein Bestes zu geben und Verantwortung für mein Leben und meinen Einflussbereich zu übernehmen. Ich dachte, dass ich Frieden darin finden würde, mich einfach um meinen Kram zu kümmern. Das funktionierte auch bis zu einem gewissen Grad. Aber es änderte nichts an der Tatsache, Teil einer Welt zu sein, die nicht so läuft, wie man es sich wünschen würde. Irgendwie kommt der Frust doch immer wieder durch.

Neulich erst dachte ich daran, dass ich gerne die ganze Welt bereisen und mir so viel wie möglich ansehen würde. Doch dann fiel mir ein, wie viele Länder man aus rein politischen Gründen überhaupt nicht bereisen kann. Wie unnötig…

Vor wenigen Tagen erst griff ich im Supermarkt nach einer Avocado und musste unweigerlich daran denken, wie viele Menschen wohl leiden mussten, damit ich diese Frucht in meiner Hand halten kann. Du kannst dir sicherlich denken, wie sich das auf meinen Appetit ausgewirkt hat.

Ich schalte die Nachrichten ein, um mir „Neuigkeiten“ anzuhören, und die Neuigkeiten sind jeden Tag dieselben: Es wird nichts Positives berichtet, sondern der Eindruck erzeugt, dass sich die Katastrophen jeden Tag noch weiter auftürmen.

Weißt du, manchmal frage ich mich, ob das alles ein schlechter Scherz ist. Können wir denn wirklich alle so blind und dumm sein? Finden wir das, was wir heutzutage „Leben“ nennen, wirklich gut? Warum nehmen wir die Welt einfach so hin wie sie ist?

Alles doch nicht so düster?

Wie du schon merkst, sind das alles sehr negative und düstere Gedanken. Sie machen wenig Hoffnung. Aber hier ist gleichzeitig auch der Wendepunkt meiner Argumentation.

Es ist ganz offensichtlich unmöglich, in einer perfekten Welt zu leben. Aber was wäre, wenn es überhaupt nicht Sinn und Zwecks des Lebens ist, eine perfekte Welt zu haben?

Wenn wir mal ganz ehrlich sind, dann stellen wir fest, dass die schwersten und schmerzhaftesten Erfahrungen jene sind, die uns am meisten prägen. Es sind diese harten Lektionen, durch die wir am meisten lernen. Das habe ich nicht nur an mir selbst gespürt, sondern sehe es auch bei den vielen Menschen, mit denen ich zusammenarbeite.

Im Nachhinein sind wir stolz auf das, was wir aus unseren größten Herausforderungen gemacht haben. Aber hätten wir uns diese Lektionen und das damit einhergehende Wachstum auch freiwillig ausgesucht?

Auch hier kann ich wieder nur für mich sprechen, und die ehrliche Antwort lautet: Nein. Hätte ich es mir vor 10 Jahren aussuchen können, hätte ich mich ausdrücklich gegen den Schmerz und gegen das Leid entschieden. Mein Leben wäre bequemer gewesen. Aber ich wäre heute auch nicht da, wo ich bin. Diese Zeilen hier würdest du nicht lesen. Und ich glaube, dass es uns allen so geht.

Was würden wir lernen und wie würden wir unsere Stärken entdecken, wenn das Leben immer nur ein Zuckerschlecken wäre? Und wie würden wir die Welt wahrnehmen, wenn sie immer nur Friede, Freude und Eierkuchen wäre?

Frieden? Nennen wir es einen Kompromiss

Ich finde vieles, was dieses Leben und unsere Welt ausmacht, immer noch nicht gut. Und ich möchte ausdrücklich betonen, dass ich hier nichts schönreden will. Ich kann aber auch nicht so tun, als wäre alles nur negativ.

Ob es mir gefällt oder nicht: Schmerz treibt mich an. Er lässt mich besser werden. Dass ich gerade nur von mir spreche, ist reine Diplomatie. Ich möchte nicht alle in eine Schublade stecken und behaupten, es ginge allen so. Doch die Wahrheit ist, dass ich fest daran glaube, dass es auf uns alle zutrifft. Wir alle werden durch den Schmerz besser. Wir werden klüger, weiser, erfahrener, demütiger, tiefsinniger und vor allem stärker.

Wenn ich davon spreche, meinen Frieden mit der Welt zu machen, heißt das nicht, dass mir alles egal ist. Es heißt auch nicht, dass ich furchtbare Ereignisse gut finde. Ich akzeptiere schlicht und einfach, dass zu vieles außerhalb meines Einflussbereichs liegt. Anstatt vor Kummer in dieser Erkenntnis zu ertrinken, möchte ich es irgendwie schaffen, doch immer wieder das Beste für mich herauszuholen, so egoistisch das auch klingen mag.

Ist das wirklich Frieden? Puh, gute Frage. Es ist wohl eher ein Kompromiss.

Die Welt kann grausam sein, und manchmal fühlt es sich unmöglich an, etwas Grausames zu akzeptieren. Aber die Welt ist nicht ausschließlich grausam. Warum also nicht das Gute genießen und das Unvermeidliche nutzen, um daran zu wachsen, auch wenn dieser Prozess wehtut?

Es gibt Menschen, denen all das am Allerwertesten vorbeigeht. Menschen, die einfach leben, ohne jemals darüber nachzudenken. Ich gratuliere jedem von Herzen, der so leben kann. Ernsthaft. Ich ziehe meinen Hut und strotze vor Bewunderung. Ich schaffe das nicht. Das hat klare Vor- und Nachteile.

Mir ist völlig bewusst, dass es da draußen – und vor allem hier auf dem Blog – sehr viele Personen gibt, die so gestrickt sind wie ich. Menschen, die einfach alles hinterfragen und viel grübeln. Menschen, die ein großes, liebendes und leidendes Herz haben und sich nichts sehnlicher wünschen als ein glückliches Leben für alle. Was soll ich sagen… wir werden weiterhin leiden. Aber dafür werden wir auch weiterhin wachsen und Lektionen erfahren, die all jenen verwehrt bleiben, die sich niemals dem Schmerz stellen.

Eine simple Wahrheit

Zum Schluss würde ich gerne noch ein Zitat von Erich Fromm anführen, das ganz gut zum Thema passt:

     „One cannot be deeply responsive to the world without being saddened very often.“

Frei übersetzt:

     „Man kann nicht tief empfänglich für die Welt sein, ohne sehr oft traurig zu werden.“

 

Vielleicht ist das eine Tatsache, die wir einfach akzeptieren müssen. Vielleicht ist dies ein fester Bestandteil einer erfolgreichen Persönlichkeitsentwicklung. Vielleicht würde das Leben ohne den Schmerz deutlich weniger Sinn ergeben. Vielleicht…

Mit diesen Worten und der aufrichtigen Hoffnung, alle ähnlich Denkenden ein wenig unterstützt zu haben, verabschiede ich mich ins Wochenende.

Es ist schön, dass du dabei bist.
Michael

 

Titelbild: Unsplash.com, Ben White

36 Kommentare, sei der nächste!

  1. Hallo Michael da stimme ich dir voll und ganz zu ohne den Schmerz wird man viele Dinge nicht hinterfragen oder dankbar sein für das was man hat. Ich habe vor Jahren meinen Sohn verloren was sehr schmerzhaft wahr und bis heute noch ist, aber ich habe viel aus dem Schmerz gelernt und habe vieles neu durchdacht und meine Richtung geändert. Ich war dankbar für meine anderen wundervollen Kinder und habe vieles nicht mehr als selbstverständlich hingenommen. Man kann mit der Welt nicht komplett Frieden schließen aber man kann es mit seiner eigenen kleinen Welt in dem man den Blickwinkel ändert und vor allem sich selbst nicht so ernst nimmt. Das einzige worin ich mich schwer tue ist die verbitterheit der Menschen zu akzeptieren.
    Viele liebe Grüße
    Tanja

    1. Liebe Tanja,

      ich finde deine Einstellung wirklich bewundernswert. Was du hinter dir hast, klingt sehr hart. Den Schmerz der Vergangenheit zu überwinden und nach vorne zu schauen, ist niemals leicht. Umso mehr Respekt habe ich davor, dass du weitermachst und nicht aufgibst.

      Ich wünsche dir weiterhin alles erdenklich Gute auf deinem Weg. Lass dir nicht den Mut nehmen!

      Liebe Grüße
      Michael

  2. Lieber Michael,
    vielen Dank für deine Worte, Das sind Gedanken, die auch ich seit Zwei Jahren habe und mich oft weinen lassen. Ich würde auch gern unbeschwert leben, aber es fällt mir schwer bei den ganzen Geschehnissen. Ich habe meinen Sinn leider noch nicht gefunden, versuche achtsamer und dankbarer zu sein, auch das lässt mich manchmal weinen.
    Hab ein schönes Wochenende.

    1. Liebe Beate,

      vielen Dank für deine Wertschätzung. Ich möchte dir gerne sagen, dass du mit deinen Gedanken nicht allein bist. Wir alle sitzen im selben Boot und wir werden diese schwierigen Zeiten auch gemeinsam überstehen 🙂

      Denke immer daran: Gute Zeiten halten nicht ewig. Schlechte aber auch nicht. Lass dich nicht unterkriegen!

      Liebe Grüße
      Michael

  3. Hallo, lieber Michael,

    Danke für Deine sehr tief gehenden Gedanken und Worte.
    Das was Du in Worte hier in Deinem Blog niedergeschrieben hast, traut sich kaum noch jemand so deutlich zu sagen/schreiben. Sehr viele fühlende Menschen mit Herz „verstummen“ ganz leise, weil in dieser lauten Welt, wo viele mit der Masse mitschwimmen, die herzlichen, freundlichen Menschen nicht mehr gehört werden „wollen“/können. Ja, viele Leser hier in Deinem Blog fühlen Deine Worte, da sie Deine Gedanken teilen und wir wären alle nicht hier bei DIR, wenn wir uns nicht energetisch auf einer gleichen Frequenz bewegen würden…
    Ich hatte gerade den Impuls hier zu antworten und trotzdem überlegte ich, ob ich es wirklich abschicken soll…
    Doch immer und immer wieder gibst Du mir Kraft und den Mut viele Dinge anzupacken, wieder aufzustehen, weiter zu machen, nicht aufzugeben…wir sind alle miteinander verbunden…ich kann alleine nichts daran ändern, was tagtäglich in der Welt passiert, denn da gibt es Personen die für Andere entscheiden, ob Krieg ist, der Strom/Gas/Heizöl usw. unbezahlbar wird oder ob wir der Welt mal einen Virus schicken oder ein Blackout oder einen Atomkrieg…
    Ich kann mich seit kurzem wieder jeden Tag auf mein „neues“ Leben freuen und dankbar sein, dass ich innerhalb eines Jahres meine Trauma der letzten 50 Jahre aufgearbeitet habe, meine Suizidgedanken weg sind und aktuell keine Depressionen mehr habe…ich habe mich vor einem Jahr für ein besseres Leben, als ich es hatte, entschieden und habe schwere Kämpfe mit mir geführt und bin auch dankbar, dass Du mir direkt /indirekt dabei geholfen hast…ich glaube, erst wenn wir uns selbst heilen, haben wir dann auch die Kraft, alles machbare zu heilen…
    Dankeschön lieber Michael 🙏🫶😇🥰
    Danke für Dein Sein 🙏🤩
    Dir auch ein schönes Wochenende 🥳🤩

    PS: 🫣🤣 ach, wann stellst Du mir denn Deinen neuen Assistenten vor, der Dich „nötigt/zwingt“ Dich wieder öfters zu zeigen ? 🤣🤣🤣🤣🤣
    Für den Anfang macht er einen guten Job, doch Deine Sichtbarkeit ist ausbaufähig 👍🤩🫣🥳🤣🤣🤣
    Danke, dass ich Dich wieder öfters sehe/höre…
    Gibt es irgendwann auch „nebenbei“ noch einen wöchentlich Podcast ? 🫣🫣🫣🤩🤩🤩🤩🤩🙏🙏🙏🫶

    1. Liebe Mandy,

      herzlichen Dank für deine Wertschätzung und für deine lieben Worte. Es bedeutet mir wirklich viel zu wissen, dass du so viel Kraft in meiner Arbeit findest. Es freut mich sehr, dass wir diesen Weg gemeinsam gehen. Danke dafür!

      Der Weg, den du gehst, gehört zu den schwierigsten des Lebens. Umso mehr Respekt habe ich davor, dass du nicht aufgibst und immer weitermachst. Darauf kannst du sehr stolz sein und ich wünsche dir von Herzen alles erdenklich Gute auf deinem weiteren Weg. Und natürlich hoffe ich, dich auch in Zukunft motivieren und unterstützen zu können 🙂

      Am liebsten würde ich Projekte wie einen Podcast so bald wie möglich auf den Weg bringen. Da ich jedoch zeitlich gebunden bin, muss die Umsetzung noch ein wenig warten. Aber ich arbeite mich Stück für Stück da durch und sobald es soweit ist, werde ich es meinen Lesern natürlich als erstes erzählen 🙂
      Bis dahin stehen jedoch viele andere spannende Projekte an! So steht zum Beispiel schon mein eigener YouTube Kanal in den Startlöchern. Es wird also bald schon deutlich mehr von mir zu sehen geben. Nur noch ein klein wenig Geduld 🙂

      Ich wünsche dir einen wunderbaren Tag.

      Liebe Grüße
      Michael

  4. Lieber Michael,

    vielen Dank für den wunderbaren Artikel. Genauso empfinde ich auch.
    Auch ich habe gelernt, dass aus Schmerz viele neue und auch positive Denk- und Verhaltensweisen entstehen, die ich sonst vermutlich niemals gehabt hätte.

    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende
    Ina

    1. Liebe Ina

      Ich schließe mich dem Kommentar eins zu eins an!

      Mein Leben war von Beginn an eine Herausforderung ohne dieser wäre ich heute nicht der Mensch, der ich bin!
      Meine kleine heile Welt ist mir heilig und freue mich über jeden schönen, noch so kleinen Augenblick !
      Ich bin stark und jede neue Herausforderung macht mich noch stärker!

      Liebe Ina,lieber Michael ein ganz bezauberndes Wochenende für Euch und Danke Michael für den Blog,einfach Wow!

      Viele Grüße von Simone

      1. Auch von mir ein großes Dankeschön, liebe Simone! Vielen Dank für deine Wertschätzung und deinen Zuspruch.

        Das ist eine sehr starke Einstellung von dir. Ich wünsche dir weiterhin alles Gute auf deinem Weg und lass dir nicht den Mut nehmen!

        Liebe Grüße
        Michael

  5. sehr gute Worte Michael. Schmerz treibt an, lässt nachdenken, lösungen finden. eine Welt in der alles Friede Freude Eierkuchen gibt, wird es nicht geben. ich denke immer das es einen bestimmten Grund gibt warum jeder einzelne hier ist und jeder hat einen anderen. ich weiss das ich wegen meiner Selbstliebe hier bin, die ich lernen darf. deshalb habe ich mir hier eine Familie ausgesucht, die mit liebe nichts anfangen kann, damit ich mich auf mich selber konzentrieren kann. jeder der auf die Erde inkarniert hat so eine lernaufgabe. manche suchen danach, manche bleiben oberflächlich. schwierig wird es dann, wenn ich ins aussen gehe. welche lernaufgabe hat ein Mensch der hungern muss oder der in einem Kriegsgebiet wohnt? das erschließt sich mir nicht. das sind eben die Fragen bei denen man nicht weiter kommt. vielleicht denke ich auch zu einfach oder zu kompliziert keine Ahnung. aber ich glaube ich weiss was du mit diesem Artikel sagen willst.
    dir auch ein schönes Wochenende LG Katrin

  6. Ich denke der wohl wichtigste Aspekt in der Sache ist den Frieden mit sich selbst geschlossen zu haben. Die Geschichte der Menschheit belegt deutlich das man stetig Krieg erlebt. In den 70er gab es ein Spruch: stell dir vor es ist Krieg und niemand geht hin. Ein toller Fakt der jedoch (so meine These) bislang daran scheiterte weil es eben noch genug Leute gibt die noch nicht Frieden mit sich selbst geschlossen haben. Wenn wir es nach allen Regeln der Wissenschaft betrachten sind wir und alles was uns umgibt schlicht vergänglich und das in einem wahrlich sehr kleinem Zeitfenster. Rein logisch betrachtet und in Hinblick auf den Aspekt das diese Welt für alle alles in Hülle und Fülle hat sollten wir wahrscheinlich Krieg abschaffen und der erste Schritt wäre eben Frieden mit sich selbst zu haben. Schöner Gedanke jedoch machen wir da die Rechnung ohne das Gegenüber und die Geschichte belegt abermals das auf der anderen Seite es auch meist nur ganz wenige Leute gibt die alles andere als Friede im Sinn haben und das Talent Massen dazu zu bewegen dem Wahnsinn zu folgen.

    …einmal wieder verweile ich im Gebirge freue mich an der Abgeschiedenheit. Manchmal tut es wirklich gut Abstand von Menschen zu haben zumal wenn man auf der Suche nach dem inneren Frieden ist.

    1. Hallo Ray,

      das sind wirklich sehr interessante und nachvollziehbare Gedanken, die du äußerst. Ich danke dir dafür!

      Ich wünsche dir eine gute Zeit im Gebirge und hoffe, dass sie dich deinem inneren Frieden ein Stück näherbringt 🙂

      Liebe Grüße
      Michael

  7. Lieber Michael,

    Dir und der reflektierenden Community auf dieser Seite, wünsche ich ein ruhiges Wochenende mit einigen Lichtblicken-
    und wenn es nur die Herbstsonne ist! –

    Liebe Grüße
    Elke

  8. Hallo Michael,
    deine Ausführungen haben mich inspiriert und ich möchte einmal meine Sichtweise der Dinge dazu schildern:
    Wir leben mitten unter einer Vielzahl von Menschen, von denen jeder seine individuelle Wahrnehmung hat!
    Diese Wahrnehmung hängt sehr vom Intellekt der Person ab! Mit dem Intellekt-Niveau steigt natürlich die Wahrnehmung des Schönen, aber natürlich auch die negativen Aspekte werden intensiver registriert.
    Auch ich habe keine universelle Lösung anzubieten, aber ich versuche, den Kontakt zu Menschen zu meiden, die sehr „einfach gestrickt“ sind!
    So vermeide ich, neidisch zu werden! grins
    Nach der Devise :Selig sind die Bekloppten, den sie brauchen keinen Hammer!
    Ab einem gewissen Schwierigkeit-Grad versuche ich die Probleme auszublenden, denn ich kann sowieso keine Änderung herbeiführen.
    Auf die normalen Schwierigkeiten habe ich noch etwas Einfluss und kann versuchen, dort Besserung herbeizuführen!
    Also,… ein „scharfer Schnitt“ schützt mich vor einer Überflutung der Eindrücke!
    So versuche ich meine kleine heile Welt zu erhalten!
    Liebe Grüße
    Michael

    1. Hallo Michael,

      vielen Dank für deine offenen Gedanken und Worte! Ich glaube auch, dass es wichtig ist, seinen eigenen Einflussbereich zu erkennen. Die Verantwortung über alles, was in diesem Einflussbereich liegt, tragen allein wir. Wir entscheiden, wie positiv wir ihn gestalten und ob wir uns von dem herunterziehen lassen, worauf wir keinen Einfluss haben. Es freut mich sehr, dass du deine kleine heile Welt auf diese Weise erhalten kannst 🙂

      Ich wünsche dir alles Gute. Lass dich nicht unterkriegen!

      Liebe Grüße
      Michael

  9. Lieber Michael, vielen lieben Dank für deine ehrlichen Worte und den Einblick in deine Gedanken und Gefühle. Ich sehe mich in deinen Worten und kann sie nur zu gut verstehen und bestätigen. Vor allem denke ich, wenn wir versuchen ein guter und herzlicher Mensch zu sein, verbessern wir unsere Welt. So richtig „Frieden“ finde ich jedoch dabei noch nicht. Die Frage „Warum bin ich hier?“, stelle ich mir sehr oft und sehe meine Lebensaufgabe in der Liebe zu meinen Kindern und Familie. Besonders die ehrenamtliche Tätigkeit im Kindersport bereichert mein Leben ungemein und bringt mir viel Seelenfrieden und Lebensfreude.
    Viele liebe Grüße, pass schön auf dich auf. Krystina

    1. Liebe Krystina,

      ich danke dir für deinen Zuspruch und für deine lieben Worte. Es freut mich wirklich sehr für dich, dass du einen Weg gehst, der dich so sehr erfüllt 🙂

      Ich wünsche dir noch einen wunderbaren Tag!

      Liebe Grüße
      Michael

  10. Hallo Michael, du holst mich (mal wieder) so ab mit deinem Blog-Eintrag! Auch liebe ich deine Bücher – bitte mach weiter so! Ich freue mich schon sehr auf deinen YouTube-Channel! Ich finde, du stichst einfach unter allen „speaker(n), „Persönlichkeitsentwicklern*“ und „coaches“ so raus. Planst du eigentlich – ähnlich wie John Strelecky – auch Lesungen etc. zu gehen?

    1. Liebe Kathrin,

      herzlichen Dank für dein Lob und für deine lieben Worte. Das bedeutet mir wirklich viel.

      Für die Zukunft stehen noch so einige Projekte auf dem Plan, darunter auch Vorträge bzw. Lesungen. Am liebsten würde ich all das natürlich schon so bald wie möglich umsetzen. Da ich jedoch zeitlich gebunden bin, muss die Umsetzung noch ein wenig warten. Aber ich arbeite mich Stück für Stück durch und natürlich werden meine Leser es als erstes erfahren, wenn es soweit ist 🙂
      Als nächstes großes Projekt steht mein eigener YouTube Kanal schon in den Startlöchern. Auf diese Weise wird es bald schon deutlich mehr von mir zu sehen geben 🙂

      Ich wünsche dir noch einen wunderbaren Tag!

      Liebe Grüße
      Michael

  11. Es gibt immer wieder Menschen im Umfeld und der Umwelt, die diejenigen beneiden und dann auch bekämpfen, weil das Ihrige Leben ihrer Ansicht nach nicht besonders gut läuft.Die sollten sich einmal Gedanken darüber machen, wie sie mit einer anderen Einstellung auch an Zuversicht, Frieden und Freude, die sie anderen Menschen nicht gönnen, teilhaben könnten. Dann müßten sie nicht mehr neidisch sein und hätten auch die innere Zufriedenheit um die sie letztendlich die Mitmenschen beneiden und deshalb bekriegen.
    Aber diese Hoffnung kann ich getrost aufgeben. Es wird niemals geschehen.
    Meine Nächstenliebe und Mitmenschlichkeit beziehe ich aus einem unerschütterlichen Glauben, den ich für mich schon in meiner frühen Jugend gefunden habe. Mein Leben ist deshalb nicht frei von Problemen,Sorgen und Krankheiten.
    Aber ich stehe leichter wieder auf, wenn ich einmal Kummer habe. Wenn Probleme zu groß erscheinen, ist mein Retter für mich da.

    1. Da hast du leider Recht, liebe Elfi. Ich finde es sehr stark von dir, dass du dich nicht unterkriegen lässt und deinen Weg konsequent gehst.

      Ich wünsche dir weiterhin alles Gute! Lass dir nicht den Mut nehmen 🙂

      Liebe Grüße
      Michael

    2. du beschreibst die Option Glaube und egal an was man glaubt es ist stets die letzte Option die Menschen im bzw am Leben halten. Glaube ist eine faszinierende Welt mit Dinge die man sich wohl nie wirklich erklären kann. Weniger soll die Frage sein das man den „richtigen“ Glaube haben sollte sondern mehr sei es Fakt überhaupt ein Glaube zu haben.

  12. Herzlichen Dank, lieber Michael, für diesen Blog.

    Du sprichst mir voll aus dem Herzen, in allem, was du da geschrieben hast.

    Dein Satz „Wir führen ein so kompliziertes Leben, dass es mal eben zur Lebensaufgabe wird, sich ein einfaches Leben zu erarbeiten.“ trifft es für mich auf den Punkt.

    Alles Liebe,
    Karin

    1. bei kompliziert denke ich an die TV Serie „Olsen Bande“ wenn Egon wieder ein Plan hat und um Ziele zu erreichen die oft abenteuerlichste Dinge benötigt. Wie auch immer kommt Egon an sein Ziel obschon er selbst am Ende meist in Haft landet. Mit etwas schmunzeln sehe ich auf viele Leute die ihre Ziele haben und wahrlich oft sehr abenteuerliche Pläne und Wege erarbeiten und gehen. Meist ist es doch so das selbst die komplexesten Probleme einen ziemlich einfachen Weg der Lösung haben.

  13. Hallo lieber Michael,

    mal wieder super toll geschrieben👍👍🙂 ich bin da ganz deiner Meinung. Da ich auch zu den Personen gehöre, die sich viele Gedanken macht und Sachen hinterfragt, ist das für mich auch nicht einfach. Aber ich glaube auch, dass man am Schmerz mehr als wächst und es macht auch mich stärker, habe das auch schon am eigenen Leib erfahren.

    Mach weiter so mit deinen Texten 🙂

    Schöner Abend noch 🙂

    Liebe Grüße Yvonne

    1. Liebe Yvonne,

      es ist immer wieder schön zu sehen, dass man mit seinen Gedanken nicht allein ist 🙂 Ich danke dir für deinen Zuspruch und für deine Wertschätzung!

      Ich wünsche dir weiterhin alles Gute auf deinem Weg und natürlich noch einen wunderbaren Tag. Lass dich nicht unterkriegen 🙂

      Liebe Grüße
      Michael

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