3 ungewöhnliche Dinge über mich, die du noch nicht wusstest

Lernen wir uns doch mal ein wenig besser kennen…

Im Laufe der Zeit wird unsere Gemeinschaft immer größer. Jeden Tag kommen neue Leserinnen und Leser dazu und ich erhalte immer öfter das Feedback, dass man gerne etwas mehr über mich erfahren würde. Klar, durch das Lesen meiner Beiträge bekommt man einen Eindruck davon, wie ich denke. Aber, wer ist eigentlich Michael Leister? Was macht diese Person einzigartig oder außergewöhnlich? Gute Fragen, über die auch ich erst einmal in Ruhe nachdenken musste.

An dieser Stelle könnte ich dir viel über mich erzählen. Ich könnte darüber berichten, welche Musik ich gerne höre oder welche Tiere ich am liebsten mag. Das hat jedoch wenig mit unseren gemeinsamen Interessen zu tun. Stattdessen gewähre ich dir einen Einblick in meine Gedankenwelt, der dich viel besser erkennen lässt, warum ich das mache, was ich täglich mache und wieso es mir so wichtig ist. Vielleicht lernen wir uns auf diese Weise ein wenig besser kennen und verstehen…

1. Ich bin unkonventionell

„Unkonventionell“ ist eigentlich noch untertrieben. Für manche Menschen bin ich vermutlich ein komischer Kauz, während andere meine Lebenseinstellung genial finden. Und dann gibt es noch die, die meine Eigenheiten schlicht urkomisch finden. Beispiele gefällig?

Im Restaurant lasse ich mir gerne alle Speisen zum gleichen Zeitpunkt bringen. Dann sitze ich dort mit einer Vorspeise, dem Hauptgericht und dem Dessert und probiere immer von allem etwas. Anders finde ich es einfach zu langweilig. Ich möchte zwischendurch mal etwas Süßes essen und mich dann wieder an der Herzhaftigkeit meiner Hauptspeise erfreuen. Manchmal sind die Kellnerinnen und Kellner deshalb völlig fassungslos, aber was soll’s? So macht es mir halt Spaß. Übrigens sorgt das auch immer für verwirrte Blicke bei Geschäftsessen.

Apropos „Geschäftsessen“: Dort bin ich leicht zu finden, denn ich bin der Typ, der im Pulli und mit der zerzausten Frisur zwischen den gestriegelten Anzugträgern sitzt. Andererseits trage ich manchmal einen Anzug zu nicht feierlichen Anlässen. Einfach, weil ich das Gefühl habe, dass ich mal wieder ein schickes Hemd tragen mag. Ich definiere die Qualität meiner Arbeit nicht über mein Outfit, sondern über die Qualität meiner Arbeit.

Deshalb ist es mir auch wichtig, mich bei der Arbeit wohl zu fühlen. Am liebsten arbeite ich zu Hause, in meinem Schlafzimmer. Die beste Arbeit leiste ich, wenn ich einen bequemen Pyjama trage. Im Büro fühle ich mich oft unwohl und eingeengt. Meine erfolgreichsten Bücher habe ich von meinem Lese-Sessel aus geschrieben. Für viele Menschen ist das ein Unding. Mir zeigt es einfach, dass meine Philosophie funktioniert.

Ja, ich bin unkonventionell und so ist es auch meine Arbeit. Ich bin nicht der Unternehmer, Coach, Ratgeberautor oder Blogger, den man hinter meiner Arbeit erwarten würde. Vielleicht ist das aber auch der Grund, warum meine Arbeit einzigartig ist, so wie meine Lebenseinstellung. Alles und alle anderen gibt es schon. Da erlaube ich mir den Luxus, einfach so zu leben, wie ich es für richtig halte, solange ich niemandem damit schade.

2. Es muss dem großen Ziel dienen

Jemand, der wie ein Mentor für mich war, hat mir einmal gesagt: „Wenn du etwas wirklich willst, dann sollte jede Entscheidung deines Lebens dazu dienen, diesem Ziel näher zu kommen.“

Das ist einer der Hauptgründe dafür, warum ich mein Leben über die Jahre so sehr verändert habe. Mein größtes Ziel ist es, etwas nachhaltig Gutes zu bewirken. Wenn ich hier fertig bin und (hoffentlich) eines Tages in Frieden ablebe, dann soll die Welt ein wenig besser sein, als sie es zuvor war.

Ein guter Unternehmer stellt seine Firma so auf, dass sie auch dann noch funktioniert, wenn er nicht mehr da ist. Das finde ich inspirierend. Ich möchte Gedanken, Perspektiven und Denkanstöße vermitteln, die Menschen auch dann noch inspirieren werden, wenn ich eines Tages nicht mehr da bin. Jedes Mal, wenn ich eine größere Entscheidung treffen muss, stelle ich mir die Frage, ob diese Entscheidung meinem großen Ziel dient.

Ich bin kein kommerzieller Typ, sondern eher „authentisch“. Somit bin ich unattraktiv für Leute, die auf eine gute Show stehen und dafür gerne Geld ausgeben. Aber auf meine Weise erreiche ich „echte“ und ehrliche Menschen, die an einer tiefgreifenden Entwicklung interessiert sind. Es ist also nicht so, dass ich mehr Geld verachte oder zu bescheiden bin. Der „authentische“ Typ zu sein, dient einfach eher meinem Gesamtziel. Je mehr „echte“ Menschen ich erreiche, desto weiter wird die Botschaft in die Welt hinausgetragen.

Weil mich das so sehr erfüllt, möchte ich den guten Rat an dich weitergeben: Wenn du etwas wirklich willst, dann stelle dein Leben und deine Entscheidungsfindung so um, dass jeder Tag und jede Entscheidung dem Zweck dienen, dein Ziel zu erreichen.

3. Ich beginne nicht jeden Tag glücklich, aber so beende ich ihn

Wenn man meine Bücher und Blogbeiträge liest, könnte man den Eindruck gewinnen, dass ich mich gut auskenne und jeden Aspekts meines Lebens völlig im Griff habe. Das ist natürlich Unsinn. Ja, ich genieße mein Leben sehr und ja, ich habe mich im Laufe der letzten Jahre sehr weit entwickeln können. Darüber bin ich sehr glücklich.

Allerdings habe auch ich Tage, an denen ich mit unerfreulichen Dingen konfrontiert werde. Außerhalb des eigenen Einflussbereichs kann viel passieren, das uns nicht gefällt.
Selbstverständlich scheint mir NICHT jeden Tag die Sonne aus dem Allerwertesten. Natürlich gibt es Tage, an denen ich aufwache und am liebsten wieder unter der Bettdecke verschwinden würde, weil ich einfach erschöpft bin, während viel Verantwortung auf mich wartet.

Worauf ich jedoch sehr stolz bin, ist die Tatsache, dass ich dann trotzdem wieder aufstehe, mich der Herausforderung stelle und gewinne. Das ist vielleicht vergleichbar mit Fitnesstraining: Es kommt nicht darauf an, ob du motiviert bist und dich auf das Training freust. Am Ende kommt es nur darauf an, ob du es durchgezogen und somit dein Wachstum gefördert hast.
Das beste Training hast du nicht an den Tagen, an denen alles wie am Schnürchen läuft. Das beste Training hast du an den Tagen, an denen du müde bist, keine Lust hast und es trotzdem durchziehst. Dieses Gefühl des Triumphs, das du danach empfindest, ist einmalig.

Also nein, ich beginne nicht jeden Tag glücklich. Aber ich beende (fast) jeden Tag sehr glücklich und stolz. Das gehört zu den schönsten Dingen, die ich über mich und mein Leben sagen kann.

Ein ganz normaler Mensch

Wie du siehst, bin ich eine ganz normale Knalltüte, so wie du vielleicht auch 🙂 Ich habe früh begriffen, dass das Leben das ist, was ich daraus mache. Das Leben um mich herum ist ein Spiegelbild meiner Gedanken, meiner Überzeugungen, meiner Taten und meines Glaubens. Deshalb suche ich die Lösung immer in mir selbst und bin einfach, wie ich bin.

Viele finden das toll und anderen gefällt das nicht. Aber, weißt du was? Pizza gefällt auch nicht allen, obwohl sie großartig ist. Wenn Pizza nicht allen gefallen kann, dann kann ich es auch nicht und das ist völlig okay.

Ich hoffe, dass dieser kleine Einblick dir dabei hilft, mich besser kennenzulernen und einzuschätzen. Wir sind schließlich hier, um Freunde zu sein und gemeinsam das große Abenteuer namens „Leben“ zu meistern.

Es ist schön, dass du dabei bist.
Michael

Titelbild: Unsplash.com, Kristina Flour

 

10 Kommentare, sei der nächste!

  1. Da hast du dich aber gut beschrieben.
    Nur weil wir anders sind ist das nicht verkehrt .
    Meine Arbeitskollegen, Freunde und Gäste mögen mein anders sein .

  2. Lieber Michael,

    deine Schilderung bezüglich des Pyjamas haben mich zum Schmunzeln gebracht denn ich werde jetzt wohl immer dieses Bild im Kopf haben, wenn ich deine Bücher lese 😀

    Schön, dass der Blogbeitrag noch gekommen ist, Dankeschön!

  3. du Knalltüte 🙂

    ich bin schon lange ein stiller Genießer deiner Werke und habe heute einmal mehr Lust dir zu sagen, dass ich immer noch viel Spaß beim Lesen habe.

    Liebe Grüße von einer anderen Knalltüte

  4. Ich musste beim lesen deines Artikels etwas schmunzeln weil ich an deine Anfänge denken musste ,wo du ja quasi anonym warst…ich fand deine Beiträge immer sehr interessant und wollte natürlich wissen welcherer Autor dahintersteckt.Aber man konnte Anhand deines Namens keine Informationen im Internet finden.Aber ich war mir sicher hinter soviel Weisheit konnte nur eine Person mit gaaaanz viel Lebenserfahrung stecken.In meiner Vorstellung sah ich dich als einen ca 65 Jahre alten Mann mit grauen Haaren,grauen Vollbart und einer Zigarre im Mund…Als du deine Identität preisgegeben hast ,hab ich natürlich einen Lachflash bekommen und war erstaunt das mir jemand der mein Sohn sein könnte soviele gute Inputs geben konnte👍👍👍Also bitte immer so weitermachen .Liebe Grüße Antonella

  5. Hey…. Das ist so schön, deine lockere Art zu schreiben, von dir zu erzählen…. Wobei ich doch auch bei zahlreichen Aussagen schmunzeln und nicken musste, da es mir genauso geht!!
    Und gerade als Fitness Trainerin ( die nun weiß Gott alles Andere als viel Geld verdienen) sagen zu können dass ich glücklich mit meinem Job bin und ENDLICH ( mit 50!!) das mache was mir Spaß macht, stoße ich oft auf Kritik und Unverständnis.
    Und nicht IMMER liebe ich meinen Job, aber ich mache das was ich tue mit Herz und Liebe…. Egal wie alt ich bin…. Es ist genau das was ich machen möchte und mich glücklich macht…. Nämlich sich ANDERE besser fühlen zu lassen…
    Etwas glücklichee vielleicht bevor sie das Studio oder den Kursraum betreten haben….
    Das macht MICH glücklich…
    Danke für deine offenen Worte.
    Es ist immer wieder schön, authentische Menschen ( wie dich) zu erleben… Die genau DEWEGEN noch ein wenig MEHR sympathisch sind….
    Halt drauf geschissen.. Oder am Arsch vorbei.. Denn das wichtigste ist es doch Sich selbst treu zu bleiben… Und die Welt vielleicht ein Stück besser werden zu lassen…
    Jeden Tag zu versuchen die beste Ausgabe seiner selbst zu sein! 😇😍
    Liebe Grüße
    Diana 😇🙏

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