Das Spiegelbild deines Lebens

Ich kann dir nicht sagen wie das Spiegelbild deines Lebens aussehen würde. Aber ich kann dir helfen, es herauszufinden!

Es ist ein großes und aussagekräftiges Wort, das sich wie ein roter Faden durch all meine Publikationen zieht: Eigenverantwortung. Ich habe mir ein Beispiel an zahlreichen einflussreichen Schriftstellern und Psychologen der vergangenen 150 Jahre genommen und vertrete öffentlich die Meinung, dass das Leben genau das ist, was wir daraus machen.

Es ist ein sehr tröstlicher und motivierender Gedanke, den viele jedoch nicht akzeptieren können und wollen. Sie fliehen vor der Verantwortung und sind der Meinung, dem Leben untergeordnet zu sein und alles so hinnehmen zu müssen, wie es kommt. Mich erreichen ständig Nachrichten wie: „Es kann doch nicht so einfach sein. Wenn wir uns unser Leben aussuchen könnten, wäre es doch nicht so schwer.“
Alleine auf diesem Blog wurde bereits viel dazu gesagt und keine Sorge, ich werde mich nicht wiederholen. Heute wird der Blog um eine weitere wichtige Theorie ergänzt, die einmal mehr verdeutlichen soll, wie groß die Macht unserer Gedanken ist.

Schöpfer der Realität

Die Theorie, mit der wir uns heute beschäftigen, ist diese:

Dein Leben ist das Spiegelbild deiner Glaubenssätze.

Was bedeutet das? Nun, im Grunde ist der Kern der Aussage das, was ich an vielen Stellen bereits erwähnt habe. Das, was wir denken, ziehen wir zwangsläufig in unser Leben und so manifestieren sich unsere Gedanken. Heute betrachten wir das Ganze allerdings unter dem Aspekt der Realitätsschöpfung und du wirst schnell erkennen, dass wir Meister darin sind, Unsinn zur Wahrheit zu machen. Hierfür möchte ich dir ein paar anschauliche Beispiele geben.

Die individuelle Wahrheit

In deinem Leben gibt es bestimmt mindestens einen Menschen, den du einmal sehr gemocht hast und heute nicht mehr ausstehen kannst. Das heißt also, dass es eine Zeit gab, in der dieser Mensch dir sympathisch war und somit hast du dir automatisch Mühe geben, diese Person Teil deines Lebens sein zu lassen und Zeit mit ihr zu verbringen. Während dieser Zeit gab es aber auch Menschen, die diese Person nicht mochten. Hättest du sie danach gefragt, warum sie die Person nicht mögen, hätten sie ihre guten Gründe gehabt.
Heute bist du derjenige, der diese bestimmte Person nicht mehr mag und im Gegensatz dazu gibt es selbstverständlich auch wieder Menschen, die diese Person aus genau dem Grund gerne mögen, aus dem du sie nicht magst. Die Konsequenz ist, dass dieser eine bestimmte Mensch nicht mehr Teil deines Lebens ist. Du hast dich darum bemüht, ihn/sie wieder zu entfernen. Ob dieser Mensch in Wirklichkeit gut oder schlecht ist, werden wir nie herausfinden. Es ist auch egal. Was ist schon gut oder schlecht? Entscheidend ist, was für DICH gut oder schlecht ist. Deine Wahrheit setzt sich aus deinen Eindrücken zusammen. Während du vielleicht die Redseligkeit eines Menschen furchtbar nervig findest, gibt es andere, die davon angetan sind und sich darüber amüsieren. Ist ein redseliger Mensch nun nervig oder amüsant? Die Antwort ist: Objektiv betrachtet ist das vollkommen egal. Sobald du Redseligkeit amüsant findest, wird es redselige Menschen in deinem Leben geben. Wenn du es wieder nervig findest, wird es auf Dauer keine mehr geben. Dein Sozialleben entsteht also durch deine Glaubenssätze über menschliche Eigenschaften. Ergo: Du entscheidest über deine eigene Realität und daraus formt sich automatisch dein Leben.

Findest du den Gedanken an einen Fallschirmsprung beängstigend? Wenn ja, kann es dir keiner verübeln. Falls nicht, dann auch nicht 🙂 Was wir in unserem Alltag machen, hängt stark davon ab, welche Ängste wir haben und wie sehr sie uns einengen. Das Thema „Angst“ ist sehr komplex, aber im Grunde lässt sich sagen: Wir fürchten das, was wir für schädlich und gefährlich halten. Aber hier kommt wieder die Frage ins Spiel, was denn eigentlich schädlich und gefährlich ist. Die einen Menschen glauben, dass das Leben Spaß macht und empfinden nur wenige Ängste. Sie betreiben Extremsportarten und sind immer auf der Suche nach neuen Herausforderungen. Andere Menschen hingegen fürchten sich davor, irgendwelche Wagnisse einzugehen und bleiben lieber zu Hause. Sie glauben, dass das Leben voller Gefahren ist und wollen sich schützen.
Erneut ist es unwichtig, wie die objektive Wahrheit aussieht. Am Ende zählt, was der individuelle Mensch für die Wahrheit hält. Was du für Spaß hältst, ziehst du in dein Leben. Was du gefährlich findest, meidest du. Deine Glaubenssätze formen deine Realität.

Ein drittes und letztes Beispiel gibt es noch: Geld. Es gibt nicht vieles im Leben, das so umstritten ist wie Geld. Die einen schwören, Geld sei die Wurzel allen Übels und die anderen schätzen das Geld, weil sie der Meinung sind, es bringe Stabilität und sorge dafür, dass jeder sich das leisten kann, was er verdient. Du kannst dir denken, was jetzt kommt: Es ist egal, was Geld in Wirklichkeit ist. Für dich ist nur wichtig, was DU vom Geld hältst!
Die einen Menschen jagen das Geld und lassen sich davon beherrschen. Sie haben zu wenig davon und lassen sich deswegen jede Lebensfreude rauben. Sie sind der Meinung, dass sie ohne Geld selbst nichts wert sind und bemühen sich deshalb durchgehend, an mehr zu kommen. Andere wiederum machen sich nicht viel aus Geld. Sie sind der Meinung, dass es ein Mittel ist, mit dem man sein Leben formen und gestalten kann. Sie benutzen und beherrschen dieses Mittel. Oft sind es sogar diese Menschen, die mehr Geld besitzen. Sie schreiben dem Geld einen zweckmäßigen Wert zu und schätzen ihr Leben auch abseits davon.
Wie du weißt, ist Geld immer Geld. Es ist immer dasselbe und erfüllt immer den Zweck. Was den Unterschied macht, sind die Glaubenssätze der Menschen. Wie du also an diesem Beispiel erkennen kannst, kann alleine der Glaubenssatz über Geld dein Leben und deine Realität dramatisch in die eine oder andere Richtung verändern!

Das Wichtigste an all dem

Halte einen Moment inne und stelle dir folgendes vor: Ein grüner Elefant mit Flügeln fliegt über dich hinweg und an seinem Schwanz ist ein flatterndes Banner befestigt, auf dem in roten Buchstaben steht: „Ich denke, was ich will!“

Und? Fragst du dich, was das jetzt sollte? Das macht nichts, denn mit Sicherheit hast du vor deinen Augen den fliegenden, grünen Elefanten mit dem flatternden Banner am Schwanz gesehen 🙂 Und weißt du auch, was das bedeutet? Es bedeutet, dass du dir innerhalb von Sekundenbruchteilen ALLES vorstellen kannst, was du möchtest. Es gibt KEINEN Gedanken, den du nicht denken kannst.
Lass uns jetzt einen Schritt weiter gehen! Wenn du alles denken kannst, kannst du logischerweise auch jeden Glaubenssatz in deinem Leben etablieren. Und jetzt noch ein Schritt! Wenn du jeden Glaubenssatz in deinem Leben etablieren kannst, kannst du ALLES in dein Leben bringen, was du dir wünschst. Bingo!

Nun kannst du übrigens auch sehen, weshalb das Leben das Spiegelbild deiner Glaubenssätze ist. Wenn du dich damit auseinandersetzt, was die bestimmenden Glaubenssätze in deinem Leben sind, wirst du klar erkennen können, wie dieses Spiegelbild aussieht. Jedes Leben hat ein anderes Spiegelbild, da jeder Mensch an eine andere Wahrheit glaubt.

Wie immer solltest du das alles ein wenig sacken lassen und dir dein eigenes Bild machen. Lass dir ruhig eine Woche Zeit, über Glaubenssätze nachzudenken. Nächsten Freitag wird es eine ganze Menge positiver und produktiver Glaubenssätze geben und wenn du bereit dazu bist, wirst du das Beste aus ihnen machen können.

Selbstverständlich gibt es im Leben auch Fakten, Logik, Moral, Religion und andere Faktoren, die uns stark beeinflussen. Aber wenn du dich ehrlich mit deinen Gedanken dazu auseinandersetzt wirst du feststellen, dass auch all diese Bereiche von unseren Glaubenssätzen beeinträchtigt werden. Wir tun das, was wir für wahr und richtig halten. Ich denke, dass jede Wahrheit akzeptabel ist, solange sie niemandem schadet und immer einem größeren Wohl dient.
Nach diesem langen Artikel verabschiede ich mich ins Wochenende und wünsche dir sonnige und entspannte Tage!

Halte auch am Montag Ausschau nach meiner Mail, denn sie wird wie angekündigt ein kleines Extra beinhalten!

Es ist schön, dass du dabei bist.
Michael

 

 

Titelfoto: Unsplash.com

4 Kommentare, sei der nächste!

  1. Hallo Michael,

    danke für den wieder bemerkenswerten Artikel in dieser Woche. Mit positiven Gedanken kann man sehr gut eine positive Grundeinstellung erzeugen, die wiederum ein positives Lebensgefühl bewirkt. Man braucht sich nur dafür zu öffnen. Dann können einem auch negative Einwirkungen von außen nicht beeinflussen und an den eigenen positiven Glaubenssätzen rütteln.

    Eine schöne Woche
    Manfred

    1. Hallo Manfred,

      vielen Dank für dein Lob und natürlich wie immer sehr gerne! Die Macht unserer Gedanken ist den meisten Menschen weitgehend unbekannt. Wie du selbst gesagt hast, muss man sich dieser Vorstellung gegenüber erst einmal öffnen und vor allem, wenn man zuvor mit anderen Glaubenssätzen gelebt hat, kann das sehr schwer sein. Ich hoffe, mit meinen Beiträgen andere Menschen dazu bewegen zu können, diese Theorie zumindest einmal zu überdenken.
      Auch dir eine schöne Woche, bzw. bis morgen 🙂

      Viele Grüße
      Michael

  2. Oh ja du hast recht. Ich arbeite täglich daran meine Gedanken zu verbessern. Weil ich weiß das sie mich lenken und für all meine Gefühle verantwortlich sind. Es geht mit winzigen Schritte voran. Obwohl es schwer ist und man ständig das Gefühl hat sich selber zu belügen. Ich geb nicht auf und deine Worte sind immer wieder noch ein Schub nach vorn. Danke

    1. Ich kann verstehen, dass es sich manchmal so anfühlt, als würde man sich selbst belügen. Aber in Wirklichkeit ist es anders! Man lebt keine falschen Tatsachen, sondern folgt seinen Wünschen und Ambitionen. Sich etwas fest vorzunehmen, ist ein Vorsatz und keine Lüge.
      Wenn es bei dir Schritt für Schritt vorangeht, bedeutet das, dass du die Veränderung möchtest und dass sie dir gut tut. In diesem Fall brauchst du gar nicht mehr zweifeln. Du bist auf dem richtigen Weg, denn alles, was dir gut tut, ist genau richtig für dich.
      Schön, dass meine Beiträge dich motivieren können. Du wirst hier auch in Zukunft noch viel Motivation finden 🙂
      Hab einen guten Start in die neue Woche!

      Viele Grüße
      Michael

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