Ich hoffe, dass sie dich genau zum richtigen Zeitpunkt erreichen!

Findest du auch, dass aktuell alles düster, trüb und ungewiss ist? Dann sind wir schon zu zweit! Wie wäre es, wenn ich uns einfach ein kleines Licht der Hoffnung anzünden würde? Das wird zwar nicht die gesamte Finsternis vertreiben, aber zumindest wird es uns dabei helfen, ein wenig klarer zu sehen und etwas Mut zu fassen.

In den letzten Tagen habe ich euch alle mit ziemlich vielen E-Mails, einem ganzen Buch und einem Hörbuch bombardiert. Deshalb – und auch, weil ich wirklich sehr erschöpft von dieser wilden Woche bin – möchte ich mich heute möglichst kurz fassen, was mir höchstwahrscheinlich eh nicht gelingen wird.

Das Leben ist nicht das, was uns von der Politik vorgeschrieben wird. Das Leben ist auch nicht das, was alle anderen machen. Das Leben ist einzig und allein das, was du daraus machst. Momentan mag es schwer sein, das zu glauben, aber das heißt nicht, dass es nicht stimmt. Die Welt war schon immer schwierig. Probleme gab es schon immer. Leid gab es schon immer. Krisen und Kriege gab es schon immer. Wenn wir die Geschichtsbücher aufschlagen, dann werden wir feststellen, dass es immer wieder Phasen gab, in denen eine Gesellschaft ziemlichen Mist gebaut hat. Und wir können mit großer Sicherheit davon ausgehen, dass auch die aktuelle Phase sich einen Platz in den Geschichtsbüchern der Zukunft verdienen wird.

Momentan sind wir alle eingeschränkt, der eine mehr und der andere weniger. Jedem von uns verlangt diese Situation etwas ab. Deshalb wäre es unrealistisch, naiv und pseudo-optimistisch zu behaupten, alles sei in Ordnung. Das möchte ich auch gar nicht sagen. Ich möchte lediglich betonen, dass das Leben immer noch schön ist. Es gibt immer noch Dinge, an denen wir uns erfreuen können und ich verrate dir noch etwas: Es wird der Zeitpunkt kommen, an dem es wieder mehr Dinge geben wird, über die wir uns freuen können. Dieser Wahnsinn, den wir erleben, wird nicht ewig anhalten. Tatsächlich kann der Wahnsinn nur stattfinden, solange wir ihn zulassen. Solange wir uns von ihm auffressen lassen und ihn somit nähren.

Dem Negativen keinen Platz geben

Die Worte, die du im Folgenden lesen wirst, stammen tatsächlich von mir. Hättest du mir vor fünf Jahren gesagt, dass ich mich eines Tages so ausdrücken würde, hätte ich gelacht und es nicht geglaubt. Heute – und vor allem jetzt gerade – kann ich es nicht erwarten, die Worte aufzutippen und in die Welt hinauszuschicken.

Wir bekämpfen Negativität, indem wir ihr schlicht und einfach keinen Platz geben. Wenn ein Mensch voll von Liebe, Freundschaft, Hoffnung und Motivation ist, ist in ihm kein Platz für Hass, Feindseligkeit, Angst und Mutlosigkeit. Wenn du etwas nicht in deinem Leben haben möchtest, dann sorge einfach nur dafür, dass es keinen Platz findet, auf dem es sich niederlassen kann.

Wir müssen nicht bei dem mitmachen, was da gerade passiert. Wir müssen einander nicht hassen. Wir müssen uns nicht wahnsinnig machen lassen. Wir müssen uns nicht einreden lassen, die Welt stünde jeden Tag aufs Neue vor dem Untergang.

Die Welt ist wunderschön. Das Leben ist ein kostbares Geschenk. Jeder Tag ist eine Chance. Gut oder schlecht ist nur das, was der Mensch aus all dem macht. Diese Entscheidung treffen wir selbst. Und zwar jeden Tag aufs Neue.

Triff deine Entscheidung weise, denn sie entscheidet darüber, wie der Rest deines Lebens sein wird.

Es ist mir egal, woher du kommst, welche Hautfarbe du hast, an welchen Gott du glaubst, welche Pizzasorte deine liebste ist und ob du dich gegen eine bestimmte Krankheit impfen lässt oder nicht. Solange wir Rücksicht aufeinander nehmen, einander beschützen, einander respektieren und uns mit Liebe und Freundschaft begegnen, können wir Freunde sein. Ich lasse mir von niemandem etwas anderes einreden und ich kann nur hoffen, dass du diese Einstellung teilst.

Die Erde und die Menschheit haben schon viele Krankheiten erlebt und überstanden. Doch die schlimmste von allen ist bisher noch nicht verschwunden: Es ist der Hass. Der Hass ist die giftigste Krankheit. Ein Virus, das uns alle zerstören kann, wenn es sich nur weit genug ausbreitet. Deshalb entscheide ich mich dazu, dem Hass keinen Platz zu geben. Es gibt Wichtigeres, um das wir uns kümmern sollten.

Diese Zeilen schreibe ich für alle, die ähnlich denken und noch an etwas Gutes glauben wollen. Ihr seid nicht allein.

Die Lösung liegt nicht darin, noch engere Fesseln zu schnüren, einander auszugrenzen und zu hassen. Die Lösung liegt darin, einander respektvoll, liebevoll und freundschaftlich zu begegnen. Und bevor wir irgendjemandem vorwerfen, dies nicht zu tun, sollten wir uns erst die Frage stellen, ob wir es überhaupt selbst tun. In diesen Tagen nimmt der Schrei nach Solidarität so unsolidarische Züge an, dass ich mich ernsthaft frage, ob man das schon als Ironie bezeichnen kann.

Lass dich nicht verrückt machen. Wann immer du glaubst, allein zu sein, denke bitte daran, dass es hier mindestens noch einen Knallkopf gibt, der unermüdlich an das Gute glaubt und jeden Tag sein Bestes gibt, um diesem Ideal gerecht zu werden.

Es ist schön, dass du dabei bist.
Michael

 

Titelbild: Unsplash.com, Lina Trochez