Vorsicht: Ansteckungsgefahr!

Was ist das Ansteckendste, das es gibt? Finde es heraus!

Im heutigen Artikel möchte ich mich kurz halten, denn jedes Ausschweifen würde von der klaren Botschaft ablenken, die das heutige Thema mit sich bringt. Das Ansteckendste, das es gibt, ist ein Gedanke!

Wenn ein Gedanke das gesamte Leben umkrempelt

Ich lese sehr viel. Im Laufe meines Lebens habe ich es schon sehr oft erlebt, dass ich ein Buch gelesen habe und während der gesamte Inhalt mich einfach nur unterhielt oder weiterbildete, gab es einen einzigen Satz, der mich komplett umgehauen hat. Eine einzige Wahrheit, die ich noch nicht kannte oder eine einzige Anregung, die meine Gedanken beschleunigte und wie eine Rakete abheben ließ. Das Ganze geschieht urplötzlich wie aus dem Nichts.

Hast du auch schon einmal solch eine Erfahrung gemacht? Kannst du dich in dem Erlebnis wiederfinden, dass ein Gedanke dir und deiner Situation extrem entgegenkommt, aber es zuvor trotzdem nicht an die Oberfläche deines Bewusstseins geschafft hat? Oft ärgern wir uns im Nachhinein darüber, denn dieser Gedanke ist im Prinzip so simpel, dass jeder ihn schon einmal gedacht haben müsste.

Als Buchautor und Blogger darf ich die schöne Erfahrung machen, immer mal wieder anderen Menschen einen Gedanken „einzupflanzen“, der ihre Einstellung zum Leben komplett verändert. Was den Geistesblitz auslöst bin jedoch nicht ich als Person, sondern es ist der Gedanke, den ich weitergebe. Gedanken sind frei, sie gehören niemandem. Wir können sie für uns behalten oder weitergeben, aber sie gehören nicht uns.
Es ist ein einziger Gedanke, der einen Menschen so sehr beeinflussen kann, dass er sein Leben komplett verändert.

Nicht jeder Gedanke zündet im gleichen Maße

Die einen behaupten, bei 20°C sei es angenehm warm draußen, während andere meinen, dies sei viel zu kalt, um ohne Jacke aus dem Haus zu gehen. Wie wir mittlerweile wissen, setzt sich unsere Realität aus dem zusammen, was wir glauben und jeder von uns glaubt etwas anderes.
Aus diesem Grund haben verschiedene Gedanken auch verschiedene Wirkungen auf jeden einzelnen Menschen. Der Gedanke: „Ich muss mich im Leben vor nichts fürchten“ zum Beispiel wird für manche immer nur eine simple Aneinanderreihung von Wörtern bleiben, da sie diesen Satz nicht glauben und fühlen können. Währenddessen befreit und beflügelt derselbe Gedanke andere Menschen, weil er ihnen vor Augen führt, dass ihre bisherigen Ängste unbegründet waren. Für sie erscheint es wie aus dem Nichts plötzlich vollkommen logisch. Wir alle haben ein ganz anderes Verständnis von den Gedanken, die ums uns herum durch den Raum schwirren.

Meiner Meinung nach sollte man sich selbst dafür entscheiden, welche Gedanken man für die größten Wahrheiten im Leben hält. Im Laufe der Zeit haben große Philosophen großartige Aussagen getroffen, die heute gerne zitiert werden, aber das heißt nicht, dass jeder sie unbedingt für den einzig wahren Gedanken halten muss. Findet ein solcher Gedanke jedoch Anklang in unserem Verstand, kann er riesige Veränderungen bewirken.

Das Feedback meiner Leser zeigt mir regelmäßig, dass die „Geschmäcker“ verschieden sind, was das von mir vorgestellte Gedankengut betrifft und das ist auch gut so. Alles andere würde bedeuten, dass die Bücher und „Dein Fußabdruck“ stumpfe Meinungsmacherei sind und das ist das letzte, was ich beabsichtige.

In der Hoffnung, genau DICH mit einem simplen Gedanken vollkommen überwältigen zu können, widme ich mich immer wieder verschiedenen Themen und versuche, sie so logisch wie möglich anzugehen. So ist (hoffentlich) für jeden etwas dabei.

Gedankenepidemie

Meine Hauptaussage dieses Artikels ist, dass nichts so ansteckend ist wie ein Gedanke. Der Verlauf der Geschichte und auch aktuelle Situationen zeigen, wie gefährlich diese Tatsache werden kann.

Es gab zum Beispiel einmal den sehr diskriminierenden, aber auch simplen Gedanken, alle Juden seien von Grund auf schlecht. Wozu dieser Gedanke geführt hat, muss ich wohl nicht erklären.

Einer von vielen aktuellen gefährlichen Gedanken ist, dass Flüchtlinge aus dem Ausland uns Geld kosten und Arbeitsplätze stehlen. Viele Menschen, vor allem junge und unerfahrene, lassen sich dadurch stark beeinflussen und sind nicht selten sogar zu Gewalt und Kriminalität bereit! Im Grunde ist es nur ein Gedanke, der umherschwirrt, aber sobald er jemanden findet, der ihn akzeptiert, entwickelt er sich zu handfesten Aktionen mit Konsequenzen.

Verantwortungsbewusstsein zeigen

Wie du siehst, ist ein Gedanke sehr stark „infektiös“ und wie bei jedem herkömmlichen Virus auch ist jeder Mensch unterschiedlich stark anfällig dafür. Die logische Konsequenz ist, dass wir verantwortlich mit den Gedanken umgehen müssen, die wir öffentlich weitergeben.
Der Grad zwischen Informieren und Hetzen kann manchmal sehr schmal sein. Deshalb finde ich es wichtig, negative Gedanken möglichst zu vermeiden, um erst gar keine „Ansteckung“ zu provozieren. Ich persönlich streue lieber fröhliche, produktive, mutmachende und glücksorientierte Gedanken. Von diesen findest du sehr viele auf diesem Blog und in meinen Büchern. Nimm dir gerne ein Beispiel daran und gib diese Gedanken weiter. Vielleicht steckst du ja erfolgreich jemanden an 🙂

Gedanken sind eine treibende Kraft in unserem Leben und wir sollten uns über ihre große Macht im Klaren sein. Sie können uns bereichern, beflügeln, helfen oder aber auch herunterziehen, deprimieren und unseren logischen Verstand lahmlegen. All das beginnt mit nur einem einzigen Gedanken.

Für den Moment möchte ich dich mit deinen Gedanken alleine lassen und wünsche dir ein schönes Wochenende.

Es ist schön, dass du dabei bist.
Michael

 

Titelfoto: Unsplash.com

8 Kommentare, sei der nächste!

  1. Lieber Michael,
    ich möchte einfach nur DANKE sagen für diesen wohltuenden Beitrag.
    Noch vor 14 Tagen habe ich sehr intensiv erlebt, wie ein angstbesetzter Gedanke, meine Vorfreude auf den Urlaub, lahmgelegt hat.
    Zum Glück dauerte diese Situation nicht lange an. Als ich das Radio einschaltete,sang Andreas Bourani gerade: Das ist alles nur un meinem Kopf . Genau das, was ich in diesem Moment brauchte. Meine Vorfreude kam zurück und ich konnte die Reise, zwar noch etwas aufgeregt,aber ohne Angst antreten.
    Wir hatten eine wundevolle Zeit.
    Herzliche Grüsse und noch einen sonnigen Sonntag.
    Heike

    1. Hallo Heike,
      sehr gerne! Ja, simple Angstgedanken können ganze Alltags- und Lebenssituationen lahmlegen. Dabei können wir in Wirklichkeit gar nicht wissen, was auf uns zukommen wird. Neulich sagte mir jemand, die Angst vor dem Unbekannten sei im Grunde nichts anderes als amateuerhafte Wahrsagerei 🙂
      Andreas Bourani hat mit seinem Lied natürlich vollkommen Recht. Grenzen existieren nur in unseren Köpfen. Dass du das Radio gerade zu diesem Zeitpunkt eingeschaltet hast, war mit Sicherheit kein Zufall.
      Es freut mich sehr zu lesen, dass du ein so schönes Reiseerlebnis hattest und ich bin mir sicher, dass dir diese Erfahrung jedes Mal helfen wird, wenn sich ein Angstgedanke in dein Bewusstsein schleicht.
      Auch dir einen schönen, sonnigen Sonntag!

      Viele Grüße
      Michael

  2. Hallo Michael,

    ich lese gerade Dein Buch „Ich breche aus“.
    Viele Gedanken in diesem Buch helfen mir sehr.
    Der Wendepunkt in meinen Gedanken aber war der Satz: Es gibt nämlich nur einen … der Sie am Boden zerstören kann und das sind Sie selbst.
    Ich habe ihn mir herausgeschrieben und lese ihn immer wieder.
    Danke dafür.

    LG Bea

    1. Hallo Bea,
      das freut mich wirklich sehr zu lesen! Das ist genau das, was ich in dem Artikel beschreibe: Unter all diesen vielen Gedanken gibt es den einen bestimmten, der eine Intitialzündung auslöst und bei jedem es ist es ein anderer.
      Ich hoffe, dass dieser Gedanke dich auch weiterhin antreiben und motivieren kann.

      Viele Grüße
      Michael

  3. Hallo Michael,

    danke für diesen Artikel. Es stimmt, unsere Gedanken haben ein sehr großen, wenn nicht den entscheidenden Einfluss auf unser Befinden. Die Gedanken beeinflussen maßgeblich unser Unterbewusstsein. Darum ist es auch sehr wichtig, den inneren Geschichtenerzähler oder Bedenkenträger erfolgreich mit positiven Gedanken im Zaum zu halten. Mit ein wenig Übung verstummt der dann von ganz alleine und man hört so schnell nichts mehr von ihm 😉

    Wenn man selbst seine Gedanken in positive Richtungen lenken kann, kann man diese auch an andere verbreiten und manchmal funktioniert das dann auch, dass der Funke überspringt.

    In diesem Sinn eine schöne Woche mit vielen positiven Gedanken
    Manfred

    1. Hallo Manfred,

      den inneren Geschichtenerzähler im Zaum zu halten, ist eine Kunst für sich, die erlernt werden will. Aber wie du bereits sagst, ist das mit ein wenig Übung zu schaffen 🙂
      Meine „Arbeit“ als Schriftsteller und Blogger betreffend ist mein größter Wunsch, dass Menschen genau das tun: Positive Gedanken sammeln und weitergeben, damit bei möglichst vielen anderen auch der Funke überspringt.
      Auch dir einen guten Start in die neue Woche!

      Viele Grüße
      Michael

  4. Hallo Michael,

    Ich kann nur schreiben DANKE für diesen Beitrag. Es füllt sich einfach gut an zu lesen und vor allem bestätige mir dass ich selbst die Verantwortung übernehme wie ich meinen Gedanken lenken bzw. für welche Gedanken mich entscheiden möchte. Meistens schaffe ich positiven Gedanken zu haben, jedoch gibt es Tagen wo ich mich unsicher und vor allem beängstingt fühle weil ich mal wieder mein inneren Geschichtenerzähler nicht im Zaum halten kann. Es ist nicht einfach jedoch kein Grund für mich auf zu geben diesen wichtigeren Kunst zu erlenen.
    Ich habe alle deine Büchern und zwischen durch lese ich sie nochmal, besonders an Tagen wo ich mich schwach fühle. Erstaunlicherweiser verstehe ich immer mehr neue Passagen 🙂 die sehr hilfreich für mich sind.

    Ich wünsche Dir ein schönen Weekend,

    Sonnige Grüße,

    Francesca

    1. Hallo Francesca,

      es freut mich, dass der Artikel dir so sehr zusagt. Mach dir keinen Kopf darüber, wenn du dich an manchen Tagen unsicher fühlst. Es scheint auch nicht jeden Tag die Sonne. Es kommt immer nur darauf an, was man daraus macht 🙂 Wie du selbst schreibst: Du übernimmst die Verantwortung.
      Ich freue mich darüber, dass du in den Büchern regelmäßig Motivation findest! Dass du gewisse Passagen immer wieder neu wahrnimmst, liegt sehr wahrscheinlich daran, dass du dich noch mehr zum Positiven entwickelst und offener für diese Gedanken wirst 🙂 Mach weiter so!
      Auch dir ein schönes Wochenende.

      Viele Grüße
      Michael

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