Wie du jeden Lottogewinn in den Schatten stellst

Lottogewinn

Garantiert besser als jeder Lottogewinn!

Neulich saß ich in einer Runde freundlicher Menschen und irgendjemand stellte die Frage: „Was würdet ihr eigentlich machen, wenn ihr im Lotto gewinnen würdet?“
Natürlich ging sofort ein neugieriges Raunen rund um den Tisch und schließlich rief jemand: „Kündigen! Zu allererst kündigen!“
Daraufhin brach Gelächter aus und alle anderen stimmten zu. Alle waren sich einig: Zuerst würde man seinen Job aufgeben und dann anfangen, sich neu zu orientieren. Während ich mit den anderen lachte, überkam mich ein altes Gefühl aus der Vergangenheit. Eines, das ich als sogenannter „Experte“ eigentlich nicht haben sollte und das mich ziemlich ins Grübeln brachte. Es war das Gefühl, nicht „normal“ zu sein.

Doch warum hatte ich das Gefühl, nicht „normal“ zu sein? Das lag ganz einfach an der Antwort, die ich mir selbst auf die Frage gegeben hatte, was nach einem Lottogewinn passieren würde. Ich gebe ganz offen zu, dass auch ich Wünsche habe, die nur mit viel Geld erfüllt werden können. Ich hätte gerne ein Haus direkt am Meer, an einem Ort, wo fast immer nur die Sonne scheint. Das war jedoch nicht mein erster Gedanke. Als ich mir einen Lottogewinn vorstellte, dachte ich zu allererst daran, wie viele tolle Projekte ich mit dem Geld starten könnte. Ich dachte an internationale Literaturagenturen und daran, dass ich meine Bücher in alle Sprachen der Welt übersetzen lassen könnte, ohne mir Sorgen darüber zu machen, ob sich das Investment lohnen wird oder nicht. Während alle darüber sprachen, ihre Arbeit hinzuwerfen, plante ich bereits noch (viel) mehr Arbeit. Verrückt, oder?

Leidenschaft, Sucht oder einfach nur bescheuert?

Klar, normalerweise würde ich jetzt sagen, dass ich halt meine Arbeit liebe und sie nicht als Qual empfinde. In diesem Moment jedoch habe ich mich ernsthaft hinterfragt und einen objektiven Blick darauf geworfen, wie viel ich arbeite und was ich mir alles freiwillig vornehme. Kann man etwa eine Art „Sucht“ danach entwickeln? Ist das ein ungesundes Verhalten und rede ich es mir nur schön, um den Tatsachen nicht ins Auge blicken zu müssen? Oder habe ich einfach nur einen an der Waffel und sollte mich mal auflockern, um mich Lottogewinner-Fantasien mit einem ewigen Leben am Strand hinzugeben?

Die kurze Antwort ist: Ein wenig bescheuert bin ich ohnehin, völlig ohne Zweifel 😉 Für den Moment brauchte ich es, mich kurz zu hinterfragen und zu überprüfen, ob alles in Ordnung ist. Die Tatsache, dass ein Lottogewinn nichts an meinem Alltag ändern würde, ist jedoch etwas Tolles. Im Folgenden möchte ich dich dazu motivieren, deinen Alltag besser aufzustellen, als er durch den Gewinn eines Millionen-Jackpots gemacht werden könnte.

Die Chancen zu seinen Gunsten ändern

Im letzten Blogartikel habe ich ziemlich gegen „das System“ gewettert (kannst du gerne hier nachlesen) und das Hamsterrad thematisiert, in dem wir alle feststecken. Wir machen einen Job, den wir hassen, um gerade genug Geld zum Überleben zu erhalten. Dabei sind wir auch noch stark in unserer Freiheit eingeschränkt. Kein Wunder, dass alle vom Lottogewinn und dem Ausbruch aus dem Alltag träumen. Das Problem dabei ist, dass ein Lottogewinn ziemlich unwahrscheinlich ist. Ich habe es gerade noch einmal für dich recherchiert: Deine Chancen stehen 1 zu 140 Millionen. Bitter, oder? Also, so sehr ich dir auch den Gewinn gönnen würde, er ist nicht gerade wahrscheinlich. Was heißt das im Umkehrschluss für dein Leben? Dass du im Unglück des Alltags feststecken musst, bis dir etwas nahezu Unmögliches passiert? Nein danke, ohne mich. Da muss es doch eine bessere Lösung geben.

Jetzt kommt eigentlich das klassische Argument: „Aber Michael, es können nicht alle reich sein. Nicht jeder ist dazu gemacht, ein erfolgreiches Unternehmen aufzubauen, berühmt zu werden oder mit irgendeinem anderen Talent Millionen zu verdienen.“

Für heute lasse ich dieses Argument sogar durchgehen. In unserer aktuellen Gesellschaft können tatsächlich nicht alle wohlhabend sein. ABER, was ist, wenn es gar nicht um Wohlstand geht? Was, wenn die Menschen nicht im Lotto gewinnen wollen, um einen Ferrari zu kaufen? Vielleicht resultiert der Wunsch ja auch nur daraus, das Hamsterrad zu verlassen. Denn oberflächlich betrachtet ist Geld die einfachste Möglichkeit aus dem Alltag auszubrechen. Das finde ich völlig logisch. Geld ist jedoch nicht die einzige Option.

Wie wäre es mit dem folgenden simplen Ansatz: Wenn du schon jeden Tag hart arbeiten musst, um deinen Lebensunterhalt zu verdienen, warum machst du dann nicht etwas, das dir Spaß macht? Wenn du schon deine Zeit einer Aufgabe widmen musst, warum dann nicht einer, mit der du dich identifizieren kannst? Das ist wesentlich einfacher zu realisieren als ein Lottogewinn und löst einen Großteil der alltäglichen Unzufriedenheit auf.

Gute Beispiele

Wie du weißt, habe ich diesen Weg eingeschlagen. Ja, es war nicht leicht und ich gebe offen zu, dass ich kurz vor der Totalpleite war, aber ich habe mich damals auch blöd angestellt. Aus heutiger Sicht hätte ich das auch einfacher hinbekommen. Heute bin ich an einem Punkt, an dem ich mehr arbeite als damals. Allerdings macht es mir Spaß. Es erfüllt mich. Wenn ich abends zu Bett gehe, freue ich mich auf den nächsten Tag und wenn ich morgens aufstehe, kann ich es kaum erwarten loszulegen. Meiner Meinung nach ist das wertvoller als ein Lottogewinn und all die Dinge, die man damit kaufen kann. Aber hören wir doch auf von mir zu reden und schauen uns mal andere positive Beispiele an:

Vor einiger Zeit lernte ich einen Mann kennen, der seinen hochbezahlten Managerposten bei einer Großbank aufgegeben hat, um als Straßenkehrer bei den Stadtwerken zu arbeiten. Das ist kein Scherz und er hat auch nicht den Verstand verloren. Er war einfach müde von all dem Stress und den Oberflächlichkeiten. Wenn er draußen an der frischen Luft ist und für Ordnung sorgt, hat er das Gefühl, der Gesellschaft etwas Gutes zu tun. Sein Haus musste er im Zuge dessen gegen eine kleine Wohnung am Stadtrand eintauschen, aber er ist glücklicher als je zuvor.

Darüber hinaus kenne ich einen Supermarktbesitzer, der zusätzliches Personal eingestellt hat, das sich um die Organisation des Marktes kümmert. Warum? Weil er selbst so gerne an der Kasse sitzt! Er liebt den unmittelbaren Kontakt zu seinen Kundinnen und Kunden. Außerdem ist für ihn das Gefühl befriedigend, die Waren „wirklich“ zu verkaufen, die vorher noch im Laden standen.

Und dann hätte ich da noch die freundliche Dame, die sich nach einem Coaching mit mir dazu entschloss, im Alter von 59 Jahren Tanzlehrerin zu werden.

„Es ist nicht leicht“

Das zeigt, dass ALLES möglich ist. Es ist möglich, aber unwahrscheinlich, dass du im Lotto gewinnen wirst. Viel einfacher ist es, den Trott zu durchbrechen, indem du jeden Tag das machst, was dir Spaß macht. Es geht nicht darum, reich zu sein. Es geht nicht darum, viel Geld zu verdienen. In erster Linie geht es darum, glücklicher zu werden. So glücklich, dass auch ein Lottogewinn nichts an deinem Alltag ändern würde.

Eine solche Umstellung ist nicht leicht, das ist mir klar. Zuerst einmal erfordert das die Erkenntnis: „Was würde mich eigentlich glücklich machen?“
Und dann muss man natürlich einen entsprechenden Job finden oder gründen („Selbstständigkeit“) und seinen alten Job aufgeben. Das ist mit existenziellen Ängsten verbunden und ebenfalls nicht leicht.

Aber ist es denn leicht, jeden Tag etwas zu machen, das einen nicht erfüllt? Ist es leicht, ein Leben lang von einer Chance auf den Ausbruch („Lottogewinn“) zu träumen, die womöglich niemals kommen wird? Ist es leicht, im wahrsten Sinne ein Leben zu führen, das man bei Gelegenheit sofort eintauschen würde?

Stell dir die richtigen Fragen

Nimm diese Gedanken einfach mal mit. Lass sie wirken. Und dann fang an, dir die richtigen Fragen zu stellen. Fang mit der folgenden an:

„Wie müsste mein Leben sein, damit ein Lottogewinn es nicht verbessern könnte?“

Sobald du eine Antwort darauf gefunden hast, weißt du, was zu tun ist. Ich wünsche dir viel Erfolg dabei.

Es ist schön, dass du dabei bist.
Michael

Titelbild: Unsplash.com, Ethan Robertson

13 Kommentare, sei der nächste!

  1. Ich mache ja eigentlich was ich gern mache, leider sind die Arbeitszeiten für mich so blöd, das fast alles andere auf der Strecke bleibt. Leider kann ich mit meinem Chef darüber nicht reden. Er sagt, ich könnte ja was anderes machen, wenn ich die Arbeit zeiten so nicht haben will. Er braucht mich für diese Zeiten und basta. Ich hätte es gerne flexibler, aber keine Chance.

    1. Hallo Dorothea,

      so leicht kann man dich also in Fesseln halten? Dir sagen, es sei so und basta?
      Es ist DEIN Leben. Über deine Zeit hat niemand Entscheidungen zu treffen. Du hast die Freiheit, dorthin zu gehen, wo man deine Zeit würdigt und wertschätzt. Du hast die Freiheit, deinem Chef genau das mitzuteilen. Du hast die Freiheit, DEIN Leben nach DEINEN Vorstellungen zu leben.
      Es mag gemein klingen, aber alles andere ist eine Ausrede. Wer will, findet IMMER einen Weg. Alle anderen finden Ausreden.

      Viele Grüße
      Michael

    2. Liebe Dorothea,
      ich denke Du traust Dich nur nicht,die Arbeit aufzugeben.Ich habe nach meiner Lehrzeit bemerkt,dass ich doch lieber was anderes arbeiten würde.Also habe ich mir was anderes gesucht und die alte Stelle gekündigt.Nach ein paar Jahren wechselte der Chef. Mit den Neuen kam ichnicht so gut zurecht,also kündigte ich wieder.
      Das machte ich solang,bis ich genau die Arbeit und Arbeitszeit hatte die mir gefiel.
      Man muss den Mut aufbringen,etwas zu ändern.
      Wenn Du immer an der Arbeitsstelle bleibst,die Dir nicht gefällt,kannst Du leicht unzufrieden und krank werden.
      Später erlaubte ichmirnur noch 4 Stunden täglich zu arbeiten.Viele rieten mir ab,sagten,denk an die Rente,du hastmal wenig Geld im Alter.
      Sie hatten mit der Rente recht.Aber keiner hat daran gedacht,dass ich in der Jugend viel Freizeit hatte und mit weniger Geld trotzdem zufrieden war
      Außerdem,wer weiß denn,ob er das Rentenalter erreicht,wenn er jahrelang etwas tut,was er so eigentlich gar nicht will.
      Wer wirklich will,findet immer einen Weg

  2. ach je das liebe Geld. Kurz aber noch zum Aspekt „bescheuert“ sein:

    Etwas eigensinnig angemerkt denke ich das jene Menschen die wahre Erfolge haben nicht nur ein wenig bescheuert sind sondern (zumindest auf meine Person zu deuten) die wohl durchgeknalltesten Typen und Typinnen dieser Welt sind. Wir werden ja wenn man jetzt auf dein Artikel eingeht ganz ohne ach so gelobter Lottogewinn Reich und Glücklich.

    Zweifelsfrei hat Geld (ob nun durch Lotto Arbeit oder schmunzel EInbruch) erhalten einen gewissen Wert der jedoch sehr zweckgebunden und relativ kurzfristig ist und keineswegs wahren Wert darstellt. Ich kenne Menschen die aus voller Absicht ohne Obdach auf der Straße leben. Es sind keine Schmarotzer oder kassieren wie auch immer beim Staat Hilfen ab. Sie leben von dem was der Tag bietet. ich kenne auch (wahre) Aussteiger die fern ab wo leben (ich hoffe mal das sie noch leben). Kein Anschluß an die Gesellschaft und leben nur von dem was sich bietet. Diese Menschen sind wirklich sehr glücklich.

    Natürlich haben sie auch ihre Alltagssorge wie hat meine Tierfalle funktioniert oder habe ich genug Brennholz falls der Winter einzieht usw. aber sie sind mit ihrem leben glücklich.

    Natürlich gibt es auch Menschen die in einem Lottogewinn ihr HGlück sehen und natürlich möchte ich diesen Menschen ihre Art von „Glück“ lassen. Ein Lottogewinn ist relative Glückssache und viel wahrscheinlicher kannst du schnell eine Mio. Euro durch (ganz legale) Arbeit verdienen. Im ersten Kommentar habe ich den Satz gelesen (sinngem.) man habe ja keine Chance.

    Wer sagt das denn? Nur weil ein etwas absurder Chef denkt er sei der Big Boss aller Zeiten und habe die Weisheit inhaliert? Nur weil man kein Abi hat oder gar Studium? Nur weil man gerade mal so mit dem wenig Gehalt auskommt? Schlechte Argumente denn es gäbe viele Beispiele von leute die schlicht von der Straße aus zu sehr viel Geld und Super Jobs kamen. Sie hatten eine ganz einfache Strategie:

    eine Idee einfach umsetzen.

    Natürlich wird man garantiert hier und da auf die Nase fallen oder bei Bewerbungen die dollsten Absagen erfahren können aber das hat diese Erfolgsleute nicht aufgehalten. Sie machten weiter und Peng da stand dann Bill Gates oder das Ding Amazon.

    Genau das kann eine Dorothea und jeder andere Mensch auch.

    Aber um beim Thema zu bleiben wenn wir es schaffen noch so viel Lottogewinne einzustreichen wäre die Frage will ich das wirklich? Klar Geld cool super aber wie eght es mir? Bleibt der mensch auf der Strecke? Werde ich zum geldgeilen Ekel der Menschheit der (ohne jetzt in die USA zu schauen) sogar noch Prasident wird?

    Erst kürzlich schrieb ich genau zu dem Thema an anderer Stelle einige Worte die etwa so lauteten:

    Ich bin absolut glücklich und habe alles.

    Das ist wirklich so. Wenn man meine Hintergründe kennt wird man fragen ach dies und das Elend oder wahrlich schwere Belastung … wie kann man da glücklich sein oder wünschst du dir nicht doch etwas bessere Gesundheit?

    Nein. So wie es ist ist es absolut richtig und ok und ich bin glücklich und zufrieden. Wer mag kann gerne den versuch machen und mir eine Mio Euro oder auch 100 Mio Euro im Koffer und Steuerfrei schenken wollen – ich werde es ablehnen.

    Das ist ausgelebtes Glück und Zufriedenheit …. selbst wenn es um mich herum kracht und knallt.

    1. Hallo Ray,

      zuerst einmal danke für die Aussage: „Ich hoffe mal, dass sie noch leben.“ Definitiv mein bester Lacher heute 🙂
      Ansonsten stimme ich dir völlig zu und ich danke dir für deine offenen, motivierenden Worte. Es ist jedem selbst überlassen, WIE er glücklich wird. Man muss nur wissen, DASS es möglich ist und seinem Ideal treu bleiben.

      Viele Grüße
      Michael

  3. Lieber Michael,

    ich finde deine Texte sehr positiv, konstruktiv und hilfreich.
    Wenn du aber in der vorigen Antwort schreibst: Wer will, findet IMMER einen Weg. Alle anderen finden Ausreden., dann muss ich dazu sagen, dass nicht alle Menschen WOLLEN kÖNNEN. In meinem nahen Umfeld gibt es mehrere Personen, die es z.B. nicht schaffen, gewisse Züge ihrer Persönlichkeit, die fast an Autismus grenzen, abzulegen. Auch meines Erachtens würde es genügen, daran zu arbeiten, da diese Menschen als gesund und „normal“eingestuft werden, aber sie KÖNNEN leider nicht genug WOLLEN.

    Schöne Festtage und ganz liebe Grüsse

    Rose

    1. Hallo Rose,

      ich finde deine Gedanken sehr nachvollziehbar. Es gibt immer Ausnahmen und Umstände, die alles in ein etwas anderes Licht rücken.
      Mit meinen Aussagen möchte ich keineswegs negativ oder herablassend sein. Im Gegenteil! Ich bringe damit zum Ausdruck, dass ich an JEDEN Menschen glaube. Ich akzeptiere nicht, dass es einen Menschen geben soll, der keine Chance hat sich zu verwirklichen. Ich glaube an die Qualitäten und Möglichkeiten jedes Individuums. Natürlich werde ich dabei häufig eines Besseren belehrt oder schlicht enttäuscht. Nenn mich einen hoffnungslosen und naiven Optimisten, aber ich WILL einfach in einer Welt sein, in der jeder seinen Traum leben kann, WENN er sich ausreichend engagiert 🙂

      Viele Grüße
      Michael

  4. Hallo Michael,
    vielen vielen Dank für das teilen Deiner Erfahrungen und Gedanken. Ich habe Deinen letzten Blogartikel mit Freude gelesen und auch die Kommentare der meisten Leser sind einfach toll und ich stimme dem vollkommen zu. Das Schulsystem ist unter aller….meine Kinder waren bis vor 2 Jahren auf der dänischen Schule, dort gibt es noch Musikunterricht, Kunst und Werken. Einmal in der Woche gibt es eine Lese-Pause in der immer gelesen wird – in den ersten Klassen wird vorgelesen und in den höheren Klassen lesen die Schüler 15 min selber. Die Schule, die sie jetzt besuchen bietet von alledem nichts und hinzu kommt noch, dass ganz viel Unterricht ausfällt.
    Ich schaue mir mittlerweile auch keine Nachrichten mehr an oder gucke Fernsehen. Besonders habe ich keine Lust auf die ganze Werbung, die uns Dinge suggeriert, die in Wirklichkeit so nicht sind.
    Ich hätte schon gern einen großen Lotto-Gewinn weil ich einen Traum habe und den kann ich nur mit viel Geld verwirklichen. In der Stadt in der ich lebe gibt es ein altes Schulgebäude, das ich gern kaufen würde. Darin kommt dann ein Werkstatt-Café in dem Menschen sich treffen, selbstgemachte Kuchen essen, Kaffee/Tee trinken und Dinge reparieren können, die zum wegwerfen zu schade sind. Nach dem Motto: hier hilft jeder jedem. Dann gibt es eine kleine Küche in der regionale Speisen verarbeitet werden und es einen Mittagstisch für Menschen gibt, die nicht allein Essen mögen und dann wird es noch viel Raum für Yoga, Meditation und Persönlichkeitsentwicklung geben….dh es werden Lehrer Seminare geben um jeden Menschen ein Stück Werkzeug in die Hand zu geben, damit diese wieder beginnen an sich selbst zu glauben und daran zu arbeiten. Hinzu kommt noch Kinder- und Hundebetreuung, um an diesen Schulungen frei teilnehmen zu können, für die Alleinerziehenden. Ich möchte allerdings den Menschen ermöglichen auch mit wenig oder keinem Geld solche Seminare, Schulungen oder wie auch immer wir es nennen möchten, zu besuchen, um mit dieser Hilfe wieder selbstbewusster und selbstbestimmter leben zu können und dadurch ein gutes Vorbild für unsere Kinder und alle andern Mitmenschen zu werden. Ich selbst hatte kaum Geld und ich kann mir immer noch kein Seminar-Wochenende oder Einzel-Coachings leisten. Ich belese mich, ich schaue you-tube Videos, lese Blogartikel um voran zu kommen. Es dauert dann halt alles etwas länger. Ich habe mittlerweile ein gutes Umfeld welches mir hilft und mich in meiner Entwicklung unterstützt. Ja Geld ist nicht alles aber leider benötigen wir Geld um zu überleben das beinhaltet auch die eigene Entwicklung. In der Zeit, als Geld bei mir sehr sehr knapp war, war mein Selbstbewusstsein auch auf dem niedrigsten Stand den es geben konnte. Wie hätte ich da einen guten Job finden können? Mich selbst gut verkaufen ging zu dem Zeitpunkt nicht und schon ist man in einer Abwärtsspirale. Kein Geld, Kein Mut dadurch keine Perspektive. Und nur durch Unterstützung von Freunden und meiner Mutter habe ich es da raus geschafft. Leider gibt es viele Menschen, die wenig Geld zur Verfügung haben und diesen Menschen möchte ich ermöglichen, sich mit Unterstützung weiter zu entwickeln. Ich habe 3 Jobs zur Zeit, die mir semi viel Spaß bereiten und ich bewundere die, die aus Leidenschaft ihren Job machen. Mein Optiker z.B. dem merkt man es richtig an, dass er seinen Beruf liebt genauso wie mein KFZ Mechaniker. Der hat nach dem Gymnasium studiert und war in der Welt um Staudämme zu errichten und viel Geld zu verdienen. Mittlerweile hat er einen kleinen KFZ Betrieb und dieser Job füllt ihn aus…..und so soll es sein.
    Vielen Dank fürs lesen und auch ich freue mich auf Dein nächstes Buch und immer wieder auf Deine kurzen „updates“ auf Instagram sowie die wöchentlichen Blogartikel.
    Lieben Gruß
    Paula

    1. Hallo Paula,

      auch von mir ein großes Dankeschön dafür, dass du deine Gedanken und Erfahrungen mit uns teilst!

      Ich denke, dass du und ich ähnliche Wünsche und Ziele haben. Während ich daran glaube, dass nichts unmöglich ist, spüre ich auch jeden Tag, wie viel Gegenwind es gibt. Doch das motiviert mich nur noch mehr.
      Wäre ich in deiner Position, würde ich vielleicht versuchen, meine Ideen und mein Wunschprojekt so konkret wie möglich zusammenzufassen und Investoren vorzustellen. Oder vielleicht der breiten Menge für ein „Crowdfunding“, wo jeder einen kleinen Beitrag investieren kann.

      Es gibt da draußen so viele wunderbare Ansätze und Ideen, die umgesetzt werden wollen. Ich selbst wünschte oft, ich könnte mich vierteilen und aushelfen, wo ich nur kann. Aber genau das ist die Einstellung, die wir in der Gesellschaft brauchen. Und genau deshalb dürfen wir keine Angst davor haben, den Tatsachen ins Auge zu blicken.

      Es freut mich, dass du so einen ehrlichen, objektiven Blick auf die Dinge hast und ich drücke dir die Daumen. Solltest du deinen Traum verwirklichen können, werde ich gerne der Erste sein, der kommt, auf der Eröffnungsfeier tanzt und ein Stück Kuchen mit dir isst 🙂

      Viele Grüße
      Michael

  5. Hallo Michael,

    irgendwie weißt Du immer, was in den Köpfen und Gedanken der Menschen so vor sich geht und Du schreibst über das Thema oder ich kann es in der Instagram Story mit Deinen Worten hören. Ja, so ein Lottogewinn wäre toll, doch ab welcher Summe ist es für jeden angemessen, um damit bis an sein Lebensende zu leben?

    Man würde sich für den ersten Augenblick freuen, oh, ich habe gewonnen und dann plant man im Kopf, dass man seinen Job kündigt, die Außenstände begleicht, sich vielleicht ein kleines Haus kauft, den Kindern neue Autos kauft und man verreisen möchte, an Orte, von denen man nur im Fernsehen sieht und davon träumt. Doch sind das nicht alles materielle Dinge?

    Wenn es die Möglichkeit gäbe, würde ich mir Gesundheit kaufen, diese würde ich dann auch anderen Menschen ermöglichen, damit der Alltag erträglicher wird. Doch leider ist das keine Option im Leben.

    Ich habe einen 2 Jahre alten schwerstbehinderten Neffen. 9 Monate im Bauch der Mutter war alles super, doch am Tag der Geburt hat eine Krankenschwester die falschen Entscheidungen getroffen und das Kind und die Eltern und alle drumherum müssen damit leben. Mit etwas Geld würde ich diesem kleinen Kämpfer ein kleines bisschen helfen können.

    Lottogewinn hin oder her, in der heutigen Zeit wäre es besser, wenn sich die Menschen untereinander wieder mit Respekt und Achtung begegnen und man nicht jeden Tag stündlich immer in den Medien über Tötungsdelikte, Unfälle, Misshandlungen und und und… lesen und sehen muss…

    Ich danke Dir, dass Du mein Leben gerettet hast und ich bin jeden Tag sehr dankbar, über Deine Texte, Bilder und Instagram Storys und Dein Blog…dieses hilft mir sehr, an mir zu arbeiten und mich mit Deinen Worten auseinanderzusetzen und für mich einen Weg finden, dass mein Leben wieder lebenswert wird…

    Ich wünsche Dir eine schöne Advents-und Weihnachtszeit…es ist schön, dass es Dich gibt und das Du vielen Menschen hilfst, denen es nicht gut geht, die an sich zweifeln und dank Deiner Worte und Coaching dann den Mut fassen, ihr Leben in die Hand zu nehmen.

    DANKESCHÖN

    Liebe Grüße !

    Mandy

    1. Hallo Mandy,

      du hast vollkommen Recht und ich finde deine Motive sehr edel. Auch ich glaube daran, dass wir den Fokus darauf legen sollten, uns selbst und andere zu unterstützen, anstatt immer nur auf die Oberflächlichkeiten zu schauen.
      In meinem nächsten Buch wirst du sicherlich viel Zuspruch finden, aber dazu verrate ich erst in der Zukunft mehr 😉

      Es ist schade, dass dein kleiner Neffe mit solch starken Einschränkungen leben muss. ABER ich bin überzeugt davon, dass auch er ein schönes und erfülltes Leben haben kann. Den Großteil dieser Erfüllung wird er durch Liebe, Freundschaft und Zusammenhalt erfahren. Es wäre natürlich aber auch naiv zu behaupten, dass Geld hierbei keine Rolle spielt. Es könnte die Situation sicherlich erleichtern.

      Dein Lob rührt mich sehr, doch ich kann es nicht guten Gewissens annehmen. Zumindest nicht gänzlich 🙂 DU hast eine Veränderung eingeleitet. DU hattest den Mut neu anzufangen und DU arbeitest jeden Tag an dir, um deinen Weg zu finden. Und es ist mir die größte Freude, dich dabei unterstützen zu können.

      Ich wünsche dir ebenfalls eine schöne Adventszeit!

      Viele Grüße
      Michael

  6. Es gibt da so einen Spruch: Geld allein macht nicht glücklich, aber es beruhigt.
    Ich finde da ist was dran. Aber für mich ist der Lottogewinn meine Familie.
    Es ist doch gut, wenn man noch Träume und Ziele hat. Natürlich wären diese mit einem Lottogewinn vielleicht schneller realisierbar. In unsere Gesellschaft wird das Materielle leider sehr groß geschrieben. ( mein Haus, mein Boot, mein Auto….usw). Aber braucht man das alles und macht uns das glücklich? Wir werden durch die Medien so manipuliert, dass wir immer mehr kaufen…..als wir benötigen. Darüber sollte jeder mal Nachdenken. Genau das ist doch das Thema von Michael. Auf die Meinung der Anderen zu …….. scheissen. Es ist nicht einfach aus diesem Kreislauf auszubrechen. Gegen den Strom zu schwimmen und nicht das zu tun, was alle tun oder von einem erwarten. Es kann befreiend sein, das zu tun, was dein Bauchgefühl Dir sagt, auch wenn es nicht das ist, was man von Dir erwartet. Es bedeutet auch Mut. Klar…aber es zahlt sich aus.
    In diesem Sinne freue ich mich auf weitere Anregungen von Dir Michael und Danke Dir.
    Liebe Grüße
    Annette

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