5 einfache Fakten, die deine Zufriedenheit sofort wiederherstellen

Einfach, aber effektiv!

Vor längerer Zeit habe ich einen ähnlichen Blogartikel wie diesen hier geschrieben. Dennoch habe ich das Gefühl, dass das heutige Thema sehr aktuell ist und anstatt alten Kaffee aufzuwärmen, brühe ich lieber ein wenig frischen auf.
Mit dem heutigen Beitrag möchte ich nicht den Lehrer spielen, der mit erhobenem Finger über andere urteilt. Stattdessen möchte ich uns an wichtige Wahrheiten über unseren Alltag erinnern, die uns in gewisser Weise die Augen öffnen und uns dabei helfen, mit sofortiger Wirkung wieder ein wenig dankbarer und zufriedener zu sein.

Unzufriedenheit scheint im Trend zu sein. Sie ist allgegenwärtig. Jeder scheint sich über seine Situation zu beschweren und die Massenmedien haben dieser Tage leider auch nur wenig Positives zu berichten.

An dieser Stelle darf etwas Wichtiges nicht missverstanden werden: Unzufriedenheit ist im Grunde nichts Schlechtes. Sie macht uns darauf aufmerksam, dass es Potenzial zur Verbesserung gibt. Schädlich ist sie erst dann, wenn sie ständig geäußert wird, aber keine Verbesserungen eingeleitet werden. Genau das scheint der Fall zu sein und deshalb ist es so wichtig, ein paar positive Impulse zu setzen.

Aus diesem Grund äußere ich heute 5 wichtige Tatsachen, die ein paar Gedanken der Zufriedenheit und Dankbarkeit in uns allen auslösen sollen. Denke an sie, wann immer du von deinem Job genervt bist, dich über zu teure Preise im Supermarkt aufregst oder einfach mit der Entwicklung unserer Gesellschaft unzufrieden bist. Vielleicht wird es dir helfen. Fangen wir an:

1) Wir leben im modernsten und fortschrittlichsten Bereich der Welt. Was für dich und mich selbstverständlich ist, klingt für mehr als die Hälfte aller Menschen nach Utopia: Wir fahren in modernen Autos auf gut ausgebauten Straßen, besorgen unsere Lebensmittel problemlos im Supermarkt, kommen in unser modernes Zuhause und sorgen auf Knopfdruck für Wärme, warmes Wasser und Licht. Wenn wir medizinische Versorgung brauchen, gehen wir zum Arzt, ins Krankenhaus oder für kleinere Notfälle einfach zur Apotheke, um das Problem selbst in die Hand zu nehmen. All diese alltägliche Kleinigkeiten stellen für Milliarden Menschen unüberwindbare Herausforderungen dar, die ihr Leben bedrohen. Also warum wertschätzen wir nicht viel öfter all den Luxus, über den wir verfügen?

2) In Deutschland muss niemand hungern. Ja, unser Sozialsystem ist alles andere als perfekt. Vor allem ist es ein schwacher Trost, dass es anderen Menschen in anderen Ländern viel schlechter geht, wenn man nicht genügend Geld hat, um in unserer modernen Gesellschaft zu bestehen. Aber dennoch muss in Deutschland niemand hungern. Jeder hat ein Recht auf die Grundsicherung. Damit ist vielleicht kein Luxus möglich, doch immerhin ermöglicht es ein Überleben. Das ist weit mehr als sehr viele andere Menschen haben. Ein Grund mehr, dankbar und zufrieden zu sein.

3) Wir haben ein Recht auf Bildung. Auch hier muss ich sagen, dass ich kein großer Freund unseres Bildungssystems bin. Dennoch können wir dankbar für all die Möglichkeiten sein, die uns in Westeuropa geboten werden. Auf anderen Kontinenten können die Menschen sich nicht aus ihren schweren Situationen befreien, weil sie schlicht und einfach nicht wissen, wie. Weil sie keine Bildung erfahren haben und somit nicht auf ein Leben in einer modernen Welt vorbereitet sind.
Hierzulande haben wir mit dem großen Angebot an Schulen, Hochschulen und Ausbildungsplätzen weitaus mehr Chancen und Möglichkeiten. Auch das ist häufig eine Selbstverständlichkeit für uns.

4) Ergänzend zum vorherigen Punkt sei gesagt, dass wir die Möglichkeit haben, selbst für unseren Lebensunterhalt zu sorgen. Wir können arbeiten gehen. Das fühlt sich zwar nicht immer wie ein Privileg an, doch das ist es.
Ja, der Arbeitsmarkt ist nicht perfekt und erfüllt nicht jedem den großen Traum. Ja, man muss unter Umständen seine Ellbogen einsetzen und hart im Nehmen sein, wenn man irgendwann seinen Wunschberuf ausüben will. Und ja, es ist nicht immer einfach, einen passenden Job zu finden. Doch wenn man es drauf anlegt, findet man immer irgendwie Arbeit. Bevor die Zweifler mir vorwerfen, ich habe keine Ahnung: Um meinen Traum vom eigenen Unternehmen verwirklichen zu können, habe ich selbst einige Jobs gemacht, die ich niemandem wünschen würde.
Also auch, wenn sich unser Arbeitsalltag nicht immer besonders zufriedenstellend anfühlt, ist er doch besser als so manche Alternative, mit der die meisten Menschen leben müssen.

5) Der vielleicht wichtigste Punkt kommt zuletzt: Wir leben in Freiheit. Wir können unsere Meinung frei äußern, nach unseren Träumen streben, uns anziehen, wie immer wir wollen und unsere Zeit ganz nach unseren eigenen Vorlieben gestalten. Was selbstverständlich ist und auch immer selbstverständlich sein sollte, ist leider für sehr, sehr viele Menschen eine unerreichbare Wunschvorstellung. Also lasst uns zufrieden und dankbar sein.

WICHTIG: Damit wir weiterhin all diese Privilegien und vor allem unsere Freiheit genießen können, müssen wir diese Werte aufrechterhalten. Ein Anfang ist, dankbarer zu sein und mehr Wertschätzung zu zeigen. Wir alle haben eine Vorbildrolle gegenüber unseren Mitmenschen. Lasst sie uns verantwortungsbewusst wahrnehmen.
Lasst uns friedlich miteinander leben. Lasst uns unsere Gemeinsamkeiten feiern und Kompromisse finden, wenn wir Unterschiede feststellen. Gewalt, Hetze und Ignoranz haben noch nie zu positiven Resultaten geführt und daran wird sich auch nichts ändern.

Bald, am 24.9.2017, finden in Deutschland die Bundestagswahlen statt. Auch das ist eine Möglichkeit, für seine Wertvorstellungen aktiv zu werden.
Ich empfehle dir nicht, wen oder was du wählen sollst. Ich sage einfach: Wähle. Mache von deiner Stimme Gebrauch. Informiere dich und benutze deine logischen Verstand. Wähle das, was deiner Meinung nach am meisten Sinn macht und wovon wir langfristig am meisten profitieren werden.

Für die Kritiker: Ich bin ebenfalls ein Kritiker 🙂 Vielleicht ist unsere Demokratie nicht so demokratisch wie sie zu sein scheint. Trotzdem sollten wir nicht einfach aufgeben, sondern tun, was in unserer Macht steht.

Für niemanden ist der Alltag perfekt. Aber wenn wir immer nur auf das Negative schauen, macht sich selbstverständlich Unzufriedenheit breit. Das nennt man „Selektive Wahrnehmung“ und es ist die einfachste Grundlage des Gesetzes der Anziehung.
Wenn wir uns hin und wieder daran erinnern, dass es uns in vielerlei Hinsicht sehr gut geht, können wir auch wieder zufriedener, dankbarer und ausgeglichener sein. Diesen realistischen und tröstlichen Blickwinkel sollten wir auch an unsere Mitmenschen weitergeben, um der allgegenwärtigen Unzufriedenheit die Stirn zu bieten.

In diesem Sinne wünsche ich dir ein schönes Wochenende.

Viele Grüße
Michael

 

Titelbild: Gratisography.com

 

10 Kommentare, sei der nächste!

  1. Hallo Michael,

    Ich stimme in so ziemlich allen Punkten mit dir überein, doch was die freie Meinungsäußerung betrifft ist es oft nicht weit her damit.
    Wenn du nicht die korrekte politische Meinung hast- kann es schon mal passieren, dass du deinen Job verlierst. Wenn du nicht im Sog der Allgemeinheit mit schwimmst, bist du schnell ein Aussenseiter und stehst allein da.
    Freie Meinungsäußerung: JA, aber wirklich gelebt, nur im Freundeskreis.

    1. Hallo Alexandra,

      du sprichst einen wichtigen Punkt an: Es ist nicht immer einfach, öffentlich zu seiner ehrlichen Meinung zu stehen.
      Ich denke, hier kommt eine Mischung aus Rücksicht, Diplomatie und Eigenverantwortung zusammen, die die eigene Mitte darstellt.
      Danke für den Denkanstoß!

      Ich wünsche dir ein schönes Wochenende.

      Viele Grüße
      Michael

    1. Hallo Ernst,

      vollkommen richtig. Wie bereits im Artikel erwähnt: Unzufriedenheit ist ein wichtiger Bestandteil unserer Entwicklung. Allerdings (wie ebenfalls ausführlich beschrieben) ist es wichtig, seine Mitte zu finden. Diese Balance ist ein wichtiger Bestandteil der Persönlichkeitsentwicklung.

      Ich wünsche dir ein schönes Wochenende.

      Viele Grüße
      Michael

  2. Hallo Michael,

    es gibt für mich verschiedene Arten der Unzufriedenheit. Die eine ist die Unzufriedenheit, bei der die Menschen nur meckern und „rumnölen“, wie man bei uns sagt 😉 Dabei geht es diesen Menschen zumeist gut, in gesundheitlicher sowie in wirtschaftlicher Hinsicht. Wie du schreibst, wird das aber als so selbstverständlich angesehen, dass diese positiven Lebensumstände nicht mehr wahrgenommen und wertgeschätzt werden.

    Die andere Art Unzufriedenheit, die ich meine, ist eine „kreative“ Unzufriedenheit, die ich immer wahrnehme, wenn es nicht so klappt wie ich mir das wünsche. Wenn ich an einem Problem arbeite, für das ich so schnell keine Lösung finde oder wenn etwas länger als geplant dauert. Das spornt mich dann an, es hinzubekommen. Ich denke, das ist auch die Art Unzufriedenheit die du neulich in deinem Artikel gemeint hast.

    Ich wünsche dir ein schönes sonniges Wochenende.

    Viele Grüße
    Manfred

    1. Hallo Manfred,

      das ist eine ziemlich sinnvolle Unterscheidung. Vielen Dank dafür. Du hast Recht: Diese „kreative“ Unzufriedenheit habe ich neulich gemeint. Es ist eben wichtig, zu differenzieren, da nicht alles gleichgestellt werden kann.

      Ich wünsche dir eine schöne Woche.

      Viele Grüße
      Michael

  3. Auch bei der ZuFRIEDENheit gilt es, wie wohl in allen Bereichen unseres Daseins, in die „eigene Mitte zu kommen“.
    Eine gewisse UnzuFRIEDENheit dient als Motor, motiviert und treibt einen an, allerdings – immer unzufrieden zu sein macht halt auch nicht wirklich GLÜCKLICH.
    Deshalb sollten wir auch ZuFRIEDENheit lernen und zulassen – nur so wird sich auch ein gewisses GLÜCKsgefühl einstellen.
    BEWUSST LEBEN, DANKBAR sein für das WAS IST, was man erreicht hat, was man „besitzt“.
    Wir machen es uns manchmal selbst schwer – wir schauen immer auf das was wir NICHT haben und was wir NICHT erreicht haben.
    Das LEBEN ist ein lebenslanger Lernprozess – man muss auch kennenlernen wie es ist unzufrieden und unglücklich zu sein, sonst wird man nie erfahren was es heißt GLÜCKLICH und ZUFRIEDEN zu sein…
    Eine gutes TRAINING ist alles aufzuschreiben wofür man in seinem LEBEN DANKBAR ist ……..und das wird eine lange Liste. Versprochen.
    lg Chris

    1. Hallo Chris,

      danke für diesen wertvollen Beitrag. Die eigene Mitte zu finden ist sehr, sehr (!) wichtig. Das kann uns keiner vorgeben und dafür gibt es kein Universalrezept. Es ist ein Prozess, der sich aus unseren Wünschen, unserem Engagement und unseren Erfahrungen zusammensetzt.
      Eine Liste mit Punkten für Dankbarkeit ist sinnvoll und ich stimme dir darin zu, dass sie lang wird 🙂

      Hab eine schöne Woche!

      Viele Grüße
      Michael

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