Warum andere dich als selbstverständlich betrachten

Eine unangenehme Wahrheit…

Ich wurde darum gebeten, einen Blogartikel zu verfassen, der eine Antwort auf die Frage liefert, warum man von anderen Menschen so schnell als selbstverständlich betrachtet wird. Also, warum geht die Wertschätzung so schnell verloren und warum werden die gutmütigen Menschen so sehr ausgenutzt, obwohl sie es doch nur gut meinen?

Während ich mich mit dem Thema beschäftigte, wurde mir klar, dass es extrem viel dazu zu sagen gibt. Da kommen ganz verschiedene Perspektiven, Aspekte und Faktoren zusammen, die beachtet werden müssen. Ein einziger Blogartikel reicht nicht annähernd aus, um das alles zusammenzufassen. Deshalb beschränke ich mich heute auf einen Teil der Antwort, dafür aber auf einen sehr großen.
Wer sich das Folgende zu Herzen nimmt, wird so schnell nicht mehr ausgenutzt und als selbstverständlich betrachtet werden. Der Haken an der Sache ist, dass du heute einige unangenehme Wahrheiten lesen wirst, die dir beim ersten Lesen vielleicht nicht gefallen werden. Es ist wichtig, dass du dich mit ihnen auseinandersetzt. Fangen wir an!

Gut gemeint ist nicht immer gut gemacht

Du kennst das: Du hast ein großes Herz und möchtest anderen stets eine Freude machen. Du unterstützt sie in allem, was sie tun, hast immer ein offenes Ohr für sie und nimmst dir auch dann Zeit, wenn du dich eigentlich mal um dich kümmern müsstest. Deine Mitmenschen finden das ganz toll und bedanken sich mit viel Lob und Wertschätzung. Es gefällt ihnen, plötzlich einen Menschen um sich zu haben, der so aufmerksam, freundlich und hilfsbereit ist.
Dann, nach einiger Zeit, lässt die Wertschätzung nach. Du gibst dir immer noch genauso viel Mühe, bist immer noch genauso aufmerksam und hilfsbereit, doch du erhältst keinen Dank und auch keine Begeisterung mehr. Irgendwann bekommst du sogar das Gefühl, dass man all diese guten Eigenschaften von dir erwartet! Gibst du mal an einem Tag keine 100 Prozent, scheinen die anderen sauer auf dich zu sein. Sie haben sich daran gewöhnt, von dir verwöhnt und unterstützt zu werden. Erhalten sie diese Vorzugsbehandlung nun nicht mehr, sind sie wütend und enttäuscht.

Wenn man es so betrachtet, ist das ziemlich skurril, nicht wahr? Weißt du, was noch skurriler ist? Dass du in der Regel der Mensch bist, der dann auch noch ein schlechtes Gewissen hat und sich umso mehr Mühe gibt!
Kommt dir das bekannt vor? Wenn ja, dann fühl dich deswegen nicht schlecht. Das beweist nur, dass du ein großes Herz hast. Es heißt aber auch, dass du das Wohl anderer über dein eigenes stellst. Das mag zwar ein edles Motiv sein, aber auf Dauer kann das nicht funktionieren. Später schauen wir uns genauer an, warum das so ist.

Eine unangenehme Wahrheit

Es ist schon ziemlich unverschämt von anderen, sich so schnell an deine Gutmütigkeit zu gewöhnen, oder? Du solltest es ihnen jedoch nicht übel nehmen. Es liegt in der Natur des Menschen, faul zu werden, wenn man zu viel Last abgenommen bekommt.
Stattdessen solltest du dich an das wichtigste Prinzip der Persönlichkeitsentwicklung erinnern: Eigenverantwortung. Die unangenehme Wahrheit ist, dass es an dir liegt, ob andere dich als selbstverständlich empfinden oder nicht.
Deinen Wert definierst alleine du. Es ist DEINE Entscheidung, dich für andere aufzuopfern. Es ist DEINE Entscheidung, hilfsbereit zu sein. Machst du das in einem zu hohen Maß, geht die Wertschätzung dafür verloren. Das ist eine rein logische Konsequenz.

Hier kommt noch eine unangenehme Wahrheit: Wenn du dich zu sehr aufopferst, zu gutmütig und hilfsbereit bist und immer nur an das Wohl anderer denkst, hilfst du langfristig niemandem. Wirklich niemandem. Weder dir, noch den anderen. Lass mich dir erklären, warum das so ist.

Hilfe ist nicht gleich Hilfe

Man hilft Menschen nicht unbedingt, wenn man ihnen hilft. Was für ein paradoxer Satz. Darin steckt jedoch sehr viel Wahres. JEDER Mensch ist eigenverantwortlich und MUSS in der Lage sein, sich selbst zu helfen. Jeder Mensch MUSS in der Lage sein, seine Lebenssituation zu meistern, seine Emotionen zu meistern, sich zu versorgen und sich täglich neuen Herausforderungen zu stellen.

Für die Kritiker: Ja, es gibt Ausnahmen. Es gibt Menschen mit Handicaps, die das alleine nicht schaffen und diese brauchen Unterstützung. Das ist vollkommen legitim. Und ja, es ist gut, hin und wieder Hilfe und einen Rat zu erhalten. Vollkommen richtig. Über Hilfe zur Selbsthilfe sollte das in Regel jedoch nicht hinausgehen.

„Hilfe zur Selbsthilfe“ ist hier das große Stichwort. Es ist gut, Menschen eine Hilfestellung zu geben, damit sie lernen, sich (wieder) selbst zu helfen. So werden sie nach einer schwachen Phase wieder stärker und finden auf den rechten Weg zurück. Nimmt man anderen jedoch die volle Verantwortung ab und hilft ihnen bedingungslos, verlernen sie im wahrsten Sinne, sich selbst zu helfen. Sie werden noch hilfloser und verlangen deswegen geradezu, dass wir ihnen auch weiterhin helfen, da sie sonst vollkommen hilflos sind.

Das heißt im Klartext: Wenn wir immer nur bedingungslos helfen (ohne Hilfe zur Selbsthilfe), erziehen wir die anderen dazu, bequem zu werden und unsere Hilfe als Selbstverständlichkeit zu erachten. Es liegt also wirklich in unserer eigenen Verantwortung, ob andere uns selbstverständlich finden oder nicht!

Der Unterschied zwischen Hilfe und Hilfe zur Selbsthilfe

Im Folgenden gebe ich dir ein einfaches Beispiel, das ganz konkret zeigt, inwiefern sich Hilfe und Hilfe zur Selbsthilfe voneinander unterscheiden. Außerdem erkennst du daran, warum letzteres immer die bessere Option ist!

Wenn du jemanden, der seinen Job verloren hat, regelmäßig mit Geld versorgst, neigt er dazu, gemütlich zu werden. Er bekommt völlig umsonst Geld, wofür er zuvor noch hart arbeiten musste. Wer würde da nicht irgendwann faul werden? Natürlich haben viele Menschen anfangs eine Hemmschwelle, doch mit der Zeit gewöhnt man sich an alles. Früher oder später wird dieser Mensch dann von dir abhängig. Ohne dein Geld kann er nicht mehr leben. Er hat es sich abgewöhnt zu arbeiten und kann sich das nicht mehr vorstellen.
In diesem Szenario geht es keinem der Beteiligten gut.

Hilfe zur Selbsthilfe heißt hier, seinen Mitmenschen aufzubauen. Anstatt ihm Unmengen an Geld zu geben, investierst du etwas Zeit, um einige Lebensumstände zu verbessern. Du kannst mit ihm über die Herausforderungen der Situation sprechen, ihm ein offenes Ohr schenken, beim Schreiben von Bewerbungen helfen und mit deiner freundschaftlichen Art sein Selbstbewusstsein ein wenig aufpolieren. So kann er wieder einen neuen Job finden, sich finanziell und persönlich stabilisieren und wieder seine Eigenverantwortung ausleben.
In diesem Szenario sind beide glücklich UND du wirst Wertschätzung für deine temporäre Hilfe erhalten. Dein Mitmensch wird dir immer dankbar dafür sein.

Dieses Prinzip lässt sich auf alle möglichen Szenarien und Situationen übertragen. Wie heißt es so schön: „Gib einem Mann einen Fisch und er wird morgen wieder hungrig sein. Lehre einen Mann das Fischen und er wird nie wieder hungrig sein.“

Nur ein kleiner Teilbereich

Es gibt noch viele andere Gründe dafür, warum gutmütige Menschen schnell als selbstverständlich empfunden werden. Die übermäßige Hilfsbereitschaft ist jedoch ein sehr wichtiger. Wenn du der unangenehmen Wahrheit ins Auge blickst, wirst du erkennen, dass es oft deine eigene Schuld ist, wenn andere geradezu von dir verlangen, dass du dich für sie aufopferst. Ob es nun deine Freunde, Arbeitskollegen oder Familienmitglieder sind.

Löse dich davon. Dein eigenes Wohl muss die höchste Priorität haben. Das klingt vielleicht egoistisch, ist aber nur logisch. Wenn du andere unterstützen möchtest, musst du erst einmal in der Lage dazu sein. Einfach gesagt heißt das:

  • Wenn du andere finanziell unterstützen willst, musst du erst einmal selbst finanziell stabil sein.
  • Wenn du anderen eine moralische Stütze sein willst, musst du erst einmal deine eigenen Emotionen gemeistert haben.
  • Es muss in erster Linie dir gut gehen, damit du dafür sorgen kannst, dass es auch anderen gut geht.

Ein letzter Gedanke noch

Manche Menschen kritisieren meine Bücher und Blogbeiträge, weil darin nie „ganz konkret“ drin steht, „was man genau tun soll“. In solchen Momenten muss ich schmunzeln.
Meine Bücher und Blogbeiträge sind stets eine Hilfe zur Selbsthilfe. Jeder Mensch ist einzigartig und deshalb kann man niemandem sagen, was er zu tun hat. Man kann anderen höchstens positive und hilfreiche Anregungen geben. So erkennen sie, wie sie ihre eigene (ganz individuelle) Situation anpassen können.

NIEMAND hätte etwas davon, wenn ich versuchen würde, eine Strategie aufzuschreiben, die für jeden Menschen wirkt. Es gibt sie nicht. Eine Sammlung von hilfreichen und proaktiven Gedanken ist jedoch eine hervorragende Hilfe zur Selbsthilfe.

Das war jetzt ein wirklich langer Beitrag und ich hoffe, dass du viel Wertvolles daraus mitnimmst. Wie siehst du das Ganze? Stimmst du mir zu oder fallen dir vielleicht auch andere Gründe dafür ein, warum gutmütige Menschen schnell zur Selbstverständlichkeit werden? Ich würde mich über deinen Kommentar und deine Anregungen freuen.

Nun wünsche ich dir erstmal einen wunderbaren Tag!

Es ist schön, dass du dabei bist.
Michael

 

Titelbild: Unsplash.com, Tiko Giorgadze

21 Kommentare, sei der nächste!

  1. Diese Worte sind Weise.. .habe mich auch jahrelang aufgeopfert und geholfen.Ich habe es mit Herz und Blut gemacht,irgendwann waren meine Kräfte am Ende und ich habe gemerkt das ich auf der Strecke bleibe.Tja und am Ende war ich die Böse und habe einen „Arschtritt“ bekommen.Es war für mich keiner da, als ich mal Hilfe brauchte!
    Heute sehe ich viele Sachen genau so, wie du sie beschrieben hast.
    Danke

    1. Hallo Evelin,

      es ist schade, dass du so negative Erfahrungen machen musstest, aber sie haben dich weiser und stärker gemacht. So schnell wird das nicht wieder passieren 😉

      Ich wünsche dir ein schönes Wochenende!

      Viele Grüße
      Michael

      1. Lieber Michael,
        tausend Dank für deinen Artikel. Du hast mir auch noch mit meinen 65 Jahren die Augen geöffnet.Ich war immer die dumme!Aber wie heisst es? Wirst alt wie ne Kuh,lernst immer noch dazu.Nochmal Denke

    2. Dito…. weise und wahre Worte… ich bin sogar krank geworden und durch eine Reha habe ich wieder zu mir gefunden und mich rehabilitiert…. sehe jetzt vieles mit anderen Augen – aber man muss sich immer wieder herholen, damit man nicht in das falsche Muster reinfällt….

      Lg

      1. Hallo Sonja,

        schön, dass du wieder zu dir finden konntest. Ja, die Gutmütigkeit lockt uns gerne in alte Muster zurück 🙂 Da muss man sich wieder klarmachen, was man nicht möchte…

        Ich wünsche dir ein schönes Wochenende!

        Viele Grüße
        Michael

  2. Hallo Michael,

    ich danke dir 1000 Mal für deinen heutigen Beitrag, der so passend kam, als hättest du ihn für mich geschrieben.
    Du hast mir gerade wirklich die Augen geöffnet, auch wenn es etwas unangenehm ist.
    Jetzt verstehe ich, woher die Probleme mit meinem Partner rühren.
    Ich muss mir eingestehen, dass ich das Problem erzeugt habe, denn ich habe ihm alles abgenommen, weil ich es gut meinte. Die Enttäuschung ist allerdings auf meiner Seite, weil jetzt, Monate später, meine Hilfe nicht mehr wertgeschätzt wird.
    Ich danke dir!

    1. Hallo Bella,

      schön, dass der Beitrag dir gefällt und weiterhilft. Mit dieser Erkenntnis bist du nicht alleine. Gutmütigen Menschen passiert es oft, dass sie andere zu stark entlasten und dafür auch noch den Kürzeren ziehen. Lass dich nicht entmutigen!
      Ich wünsche dir ein schönes Wochenende.

      Viele Grüße
      Michael

  3. Hallo Michael,
    wieder ein sehr hilfreicher Artikel. Ein Thema das mich schon eine geraume Zeit beschäftigt hat und auf das ich keine Antwort gefunden habe. Jetzt habe ich sie. Vielen Dank für deinen Artikel. Es steckt wieder soviel Wahrheit in seinen Worten. Wenn man die nötige Wertschätzung nicht erfährt wechseln sich Verletzheit, Zweifel, Wut und Verärgerung ab. Die Folge sind ein falsches Verhalten. Deshalb ist es so wichtig den Grund zu erkennen. Die Lösung ist so einfach, wir sind wieder bei Eigenverantwortung und Selbstbewusstsein. Es wäre schön wenn du noch mehr zu diesem Thema schreiben könntest.

    Ein schönes Wochenende für dich
    Viele Grüße
    Rita

    1. Hallo Rita,

      es freut mich wirklich sehr, dass der Beitrag dich in deinem Denken unterstützt. Du hast vollkommen Recht: Am Ende läuft es mal wieder auf Eigenverantwortung und Selbstbewusstsein hinaus. Je eher wir das begreifen, desto positiver entwickelt sich unser Leben.
      Ich könnte mir gut vorstellen, in Zukunft mehr zu dem Thema zu schreiben 😉

      Auch dir ein schönes Wochenende!

      Viele Grüße
      Michael

  4. Hallo Michael,

    auch für mich kam dieser Beitrag im richtigen Moment! Vor ein paar Tage erlebte ich wie ich wütend wurde und sehr enttäuscht war. Ausnahmsweise konnte ich an 2 Tage nicht die Hilfe leisten die ich immer leiste – genau weil ich mich mal um mich selbst kümmerte – und genau dann kam die Kritik! Ich sehe jetzt ein was ich zu tun habe: noch mehr Ausnahmen einbauen! 🙂 Danke für Deine Anregungen! Ich werde mich nich mehr um mich selbst kümmern!

    Gruß
    Ann

    1. Hallo Ann,

      schön, dass der Beitrag dich zum richtigen Zeitpunkt erreicht. Es wird dir bestimmt gut tun, dir mehr Zeit für dich zu nehmen 🙂
      Ich wünsche dir ein schönes Wochenende!

      Viele Grüße
      Michael

  5. Lieber Michael,

    ich finde es schön, dass du den Fokus auf die Eigenverantwortung und indirekt auch auf die Abgrenzung gelegt hast. Das ist so enorm wichtig. Ich habe persönlich lang versucht, die Wünsche anderer direkt von ihren Augen abzulesen und es jedem recht zu machen. Das Problem liegt dann dabei, dass die eigenen Grenzen verwischen. Wenn ich meinen Fokus nach außen lege und mich für alles und jeden verantwortlich fühle, verliere ich mich selbst und trete, auch wenn vielleicht mit gut gemeinten Absichten, in einen weiten Bereich des anderen ein. Ich habe mich oft gefragt, warum im Gegenzug oft ein „danke“ ausblieb oder sich nicht auch jemand um mich derart kümmern konnte. Heute weiß ich, dass das Problem nicht bei den anderen lag, sondern bei mir selbst. Solange ich die Grenzen des anderen selbst gewählt übertrete, ist es plötzlich verständlich, dass sich entweder eine Person von mir „eingenommen“ fühlt und verärgert reagiert oder sich an die Aufopferung gewöhnt und im Gegenzug denkt, ich benötige keine „Gegenleistung“, da ich freiwillig gebe.
    Das Problem ist und bleibt jedoch oft, dass die Aufopferung eine Folge von innerer gefühlter Wertlosigkeit und/oder früh angelernter falscher Muster ist. Diese zu überwinden, wird wohl ein langer Lernprozess bleiben.

    Alles Liebe,
    Vera

    1. Hallo Vera,

      das hast du wirklich sehr treffend zusammengefasst. Dem ist nicht viel hinzuzufügen.
      Ich denke, dass der Grund für diese Aufopferung nicht zwingend ein geringes Selbstwertgefühl ist. Klar, in vielen Fällen trifft das zu. Ich habe aber auch schon äußerst selbstbewusste Menschen erlebt, die negative Erfahrungen in diesem Bereich gemacht haben, da sie einfach zu empathisch und naiv waren.
      Du hast vollkommen Recht: Es ist ein langer Lernprozess, doch er kann auch viel Spaß machen 🙂

      Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg und natürlich ein schönes Wochenende.

      Viele Grüße
      Michael

  6. Hallo Michael
    Ich bin ja so ne Sprüchetante ?

    Die meisten Menschen merken gar nicht was man für sie tut.
    Bis man damit AUFHÖRT.

    Selbst erlebt !!! Und ich sag Euch was…. Es tut richtig gut auch mal mit etwas aufzuhören.

    Klappt zwar nicht immer, arbeite daran!!!

    Der wahre Reichtum eines Menschen bemisst sich an den Dingen um die er sich NICHT
    kümmern muss.

    Schönes Wochenende

    1. Hallo Ela,

      dann bin ich ja ein Sprücheonkel 🙂

      Mir gefällt dein Motto. Viele Menschen fürchten sich vor dem Gedanken, egoistisch zu wirken, doch das, was man einen „gesunden Egoismus“ nennt, ist ein Schlüsselelement unseres Glücks. Dessen muss mans ich erst einmal bewusst werden…

      Dir auch ein schönes Wochenende!

      Viele Grüße
      Michael

  7. Hallo Michael,
    Danke für den bereichernden Artikel.

    Ja, es ist eine große Aufgabe, für sich selbst gut zu sorgen, sich selbst wertschätzend zu begegnen und stabil genug zu sein, um die eigenen und fremden Grenzen zu wahren…fernab jeglicher Erwartung an mein Gegenüber…dann ist das Geben vielleicht eine Freude, ohne schmerzliche Selbstaufgabe oder Gewöhnungseffekten…hmmm, ein Balanceakt.

    Schönen Gruß
    Eva

    1. Hallo Eva,

      sehr gerne. Schön, dass der Beitrag dir gefällt. Ich stimme dir vollkommen zu: Es sollte ein Balanceakt sein, ein Geben und Nehmen. Wenn das gegeben ist, wird man einander nicht so leicht selbstverständlich.
      Ich wünsche dir ein schönes Wochenende!

      Viele Grüße
      Michael

  8. Hallo Michael,

    ich bin mal wieder der „späte Vogel“ ….
    Tausend Dank für diesen Artikel, er spricht mir sehr aus dem Herzen. Ich werde mir Mühe geben, so viel wie möglich für meine Situationen umzusetzen. Mein „Dankbarkeits-Tagebuch“ wird jetzt erst einmal einen positiven Eintrag erhalten.
    Etwas habe ich aus diesem Artikel gelernt: Es gibt viele, mir unbekannte Menschen, die aber genau so fühlen und denken wie ich. Das hilft mir in meinem Alltag sehr viel weiter und gibt mir Selbstbewusstsein. Oftmals habe ich an mir selbst gezweifelt… das konnte ich dank deinem Blog mittlerweile aus dem Weg räumen. Danke für alles!!!

    Komm gut durch die Woche…

    Viele Grüße
    Waltraud

    1. Hallo Waltraud,

      wie heißt es so schön: Besser spät als nie 🙂
      Es ist mir eine große Freude, dass du aus diesem Beitrag (und auch aus anderen) so viel Positives mitnehmen kannst. Ich stelle immer wieder fest, wie erstaunt manche Menschen darüber sind, dass sie mit ihren Sorgen, Gedanken und Problemen nicht alleine sind.
      Wenn ich in den letzten Jahren als Blogger eines gelernt habe, dann, dass wir im Grunde alle im selben Boot sitzen. Unsere jeweiligen Situationen sind unterschiedlich, doch die Gedanken und Emotionen dahinter ähneln sich stark. Das ist ein tröstlicher und motivierender Gedanke.

      Ich wünsche dir ebenfalls eine schöne Woche!

      Viele Grüße
      Michael

  9. Hallo Michael,

    Danke für diesen tollen Text! Von meiner Seite noch ein paar Gedanken hierzu. „Gutmütig“ finde ich eine zunächst eine sehr gute Charaktereigenschaft, allerdings bedarf es auch einer sehr starken Aufmerksamkeit, dass diese nicht ausgenützt wird! „Könntest Du mir mal bitte…, Wärst Du so nett…, Ich hab ja auch schon dies…., wer kennt sie nicht, diese Sätze. Mittlerweile habe ich gelernt, bei solchen Dingen sehr hellhörig zu werden und mir bewusst Zeit zu nehmen, ob ich das nun machen möchte oder nicht und auch mal ein „Nein“ dann als Antwort zu geben. Nur dieses „Nein“ ist in den meisten Fällen für „Gutmütige“ Menschen sehr schlecht zu erlernen, da sie meiner Erfahrung nach ihren „Selbstwert“ über ihre äußeren Beziehungen und nicht über ihre Inneren definieren. In manchen Fällen steckt auch eine „emotionale“ Abhängigkeit dahinter.

    Viele Grüße
    Ingo

    1. Hallo Ingo,

      danke für deine Gedanken zum Beitrag. Ich stimme dir da vollkommen zu. Besser hätte ich es auch nicht sagen können 🙂
      Es freut mich, dass du für dich gelernt hast, „Nein“ zu sagen und ich hoffe, dass sich viele Menschen ein Beispiel daran nehmen werden.

      Viele Grüße
      Michael

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