Warum Körperbewusstsein wichtig ist!

Da es unser Ziel ist, herauszufinden, wer wir wirklich sind, was uns auszeichnet und wie unser Fußabdruck aussieht, ist es sinnvoll, erst einmal mit den Grundlagen anzufangen.

Ich bin überzeugt davon, dass unser Körper ein Instrument ist, das es uns ermöglicht, uns auszudrücken und unseren Alltag zu bewältigen.
Du bist nicht dein Körper, sondern du bist dein Wesen/dein Verstand und nutzt diese sterbliche Hülle als  Werkzeug.
Wir haben nur diesen einen Körper und daher gehört zu es zu den obersten Prioritäten, ihn anständig zu pflegen, zu warten, zu schützen und zu versorgen.
Oft sehe ich Menschen, die Besitztümer und Güter (allen voran Autos) hegen und pflegen wie Schätze, aber sich selbst absolut gehen lassen und nicht auf sich achten.
Das ist mir unverständlich. Klar pflege ich auch andere Dinge, aber sollte der eigene Körper nicht die höchste Priorität haben?
Wir wollen doch alle lange leben und unsere Zeit gesund genießen. Sieh dir mal an, wie zerbrechlich wir eigentlich sind: Ein falscher Schritt, ein Sturz, ein Zusammenstoß, ein fester Schlag auf den Kopf und schon ist all das vorüber, wofür wir uns tagtäglich ins Zeug legen.
Im Prinzip ist das schon sehr tragisch.

Deswegen ist meine erste Idee: Körperbewusstsein! Bevor wir die Tiefen unseres Selbst ergründen und herausfinden, wozu wir in der Lage sind, solltest du dir klarmachen, dass dein Verstand von deinem Körper abhängig ist.
Organische Gesundheit, bzw. die Freiheit von einem Handicap ist ein Privileg, das wir oft nicht genug zu schätzen wissen (wer nicht organisch gesund ist oder ein Handicap hat, wird wissen wovon ich spreche).

Nehmen wir an, du magst ein Auto. Du wäschst es, tankst es mit reinem Kraftstoff, versicherst es, lässt es regelmäßig warten und erfreust dich ständig an seinem guten Aussehen.
Nun sei du das Auto: pflege dich, ernähre dich gesund, versichere dich, um im Falle des Falles (ich klopfe für dich auf Holz) abgesichert zu sein, mache Sport und erfreue dich am Spiegelbild eines selbstbewussten, gut gepflegten Menschen.
Allein diese Grundlage katapultiert dich mental auf eine ganz neue Ebene! Dein Selbstbewusstsein prägt sich stärker aus, du siehst gern in den Spiegel und hast das Bedürfnis, die Welt wissen zu lassen, wie prächtig du bist. Alles in allem eine angemessene Verpackung für das besondere Wesen, das du bist!

Du sagst, das sei nichts Neues für dich? Glückwunsch! Aber tatsächlich ist diese Grundlage den meisten unserer Mitmenschen fremd. Also gib diesen Rat doch weiter!

Wenn du neu zu unserer Gemeinde stößt, ist das für dich eine tolle Möglichkeit, einzusteigen. Mache dir kurz Gedanken darüber, wie sehr du eigentlich auf dich achtest.
Bist du zufrieden mit deinem Körper als Instrument, um deinen Alltag zu bewältigen? Wenn nicht: woran liegt es?
Ganz wichtig: ich rede nicht davon, sich kosmetische Wundermittel zu kaufen und sich damit einzureiben! Davon mag ich nichts in den Kommentaren lesen 🙂
Ich spreche von einer vitalen Erscheinung, einem Körper, der die Mühen des Alltags bewältigt und allem voran natürlich von Gesundheit.

Du bist jederzeit herzlich dazu eingeladen, mir deine Meinung mitzuteilen oder noch besser: Lass sie uns alle wissen, mithilfe der Kommentar-Funktion!

So viel für heute. Lass die Worte in Ruhe auf dich wirken und mach dir deine eigenen Gedanken dazu. Wir sehen uns beim nächsten Artikel 🙂

Michael

5 Kommentare, sei der nächste!

  1. Hallo Michael, hallo Community,
    leider habe ich vor 3 Jahren am eigenen Leib erfahren müssen was es heißt nicht auf seinen Körper und seinen Signalen zu achten. Burnout – nichts ging mehr. Therapie, Tagesklinik, 1 Jahr unfähig zu Arbeiten. Ich bin zurück! OK, hinsichtlich Deiner Erläuterungen zum Thema Körperbewusstsein, kann ich Dir nur zustimmen und allen Betroffenen oder Interessierten den Rat geben – Achtet auf Euch. Ich habe es lernen müssen und versuche das Erlernte auch zu befolgen, auch wenn man immer wieder in alte Strukturen und Verhaltensweisen verfällt, schaffe ich es nun mich aus dieser falschen Richtung zu befreien, auf mich zu achten und eine Gegenrichtung einzuschlagen. Ich höre auf meinen Körper, das habe ich gelernt. Das ist wichtig. Der Körper sagt Dir früh genug „mir wird es zuviel, ich kann nicht mehr lange..“, dann liegt es in Deiner Hand ihn zuzuhören und ihn zu pflegen. Versucht es, es klappt und es lohnt sich. Versprochen.
    PS: Tolle Bücher, Michael. Danke dafür.

    1. Hallo Dietmar,
      erst einmal vielen Dank für den sehr persönlichen Einblick in deine Geschichte und es ist schön zu wissen, dass du „zurück“ bist! Den oft sehr schwierigen Weg zurück in den Alltag schaffen viele Menschen erst nach vielen anstrengenden und harten Jahren. Alle Achtung!
      Gut, dass du mir zustimmst und auch den anderen das Körperbewusstsein nahelegst. Oft ist es schon zu spät und man findet sich mitten in der Misere wieder. Daher ist ein gesunder Lebensstil und ein bisschen Prävention niemals schädlich, ganz im Gegenteil.
      Vielen Dank auch für dein Kompliment! Ich freue mich, dass du dabei bist und uns an deinen Erfahrungen teilhaben lässt.

      Michael

  2. Hallo Michael,
    erstmal ein riesiges Lob für Deine Bücher. Sie regen wirklich zum Nachdenken an, motivieren einen bei der Absicht etwas zu verändern und sie wollen am liebsten an einem Stück zu Ende gelesen werden.
    Zum Thema Korperbewusstsein, insbesondere bezogen auf schädigende Süchte und damit bewusste Zerstörung unseres Körpers, einige Gedanken bzw. Fragen:
    Hat nicht das Körperbewusstsein auch mit der Selbstliebe zu tun? Zu lernen, sich anzunehmen, wie man ist, sich selbst zu lieben, seelisch und körperlich?
    Hat nicht ein Mensch, der sich selbst liebt automatisch auch ein gutes Körperbewusstsein, weil er auch auf seinen Körper achtet, da er ihn mag, liebt?
    Haben dann die Menschen, die ihren Körper bewusst schädigen/zerstören automatisch kein Körperbwusstsein? Haben diese Menschen keine Selbstliebe?
    Warum fällt es diesen Menschen so schwer, diesd Zerstörung zu beenden.
    Mit Süchte meinen ch hier insbesondere Alkoholsucht, Nikotinsucht etc.
    ich bin selbst Raucherin und stelle mir immer wieder die Frage, warum ich mich bewusst vergifte und meinem Körper schade. Ich , enne die negativen Folgen und schaffe es icht, aufzuhören. Es fällt mir – und vielen anderen Rauchern auch – schwer.
    Wie denkst Du darüber?

    1. Hallo Ela,
      vielen lieben Dank für das große Kompliment. Als Autor eines Buches kann man keinen größeren Balsam bekommen 🙂
      Es sind wichtige Fragen, die du stellst und auch ich habe sie mir bereits viele Male gestellt. Das Körperbewusstsein steht auf jeden Fall im Zusammenhang zur Selbstliebe! Ich denke einfach, dass jeder Mensch diese Verantwortung anders wahrnimmt und durchsetzt. Wirklich immer gesund zu leben und auf sich zu achten, erfordert einiges an Disziplin und viele Menschen würden sagen, dass es auch einfach keinen Spaß macht. Wer macht schon eine Diät, ohne ab und zu zu schummeln? 🙂
      Du sagst ja selbst, dass du rauchst. Ich denke aber nicht, dass du deswegen keinerlei Selbstliebe empfindest. Es ist im Grunde einfach eine schlechte Angewohnheit. Meiner Meinung nach findet die Veränderung erst dann statt, wenn der Wunsch stark genug ist, um den „inneren Schweinehund“ zu überwinden. Es ist eine Willenssache. Und immer wenn du das Rauchen wirklich aufgeben möchtest und es dir schwer fällt, dann erinnere dich daran, dass du die Zügel deines Lebens in der Hand hältst. Die Entscheidung liegt immer bei dir. Auch wenn es ein wenig abgedroschen klingt: Es haben uns schon viele Menschen bewiesen, dass der Wille Berge versetzen kann 🙂
      Das sind zumindest meine Gedanken dazu. Vielen Dank für deine Meinung und schön, dass du dabei bist!

      Michael

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.