Wie du mit einem kleinen Trick auch die härtesten Aufgaben liebst

Weil unsere Perspektive oft über Erfolg oder Misserfolg entscheidet…

Das Ziel der Persönlichkeitsentwicklung ist es, sich als Mensch so weit wie möglich weiterzuentwickeln und das Beste aus seiner Zeit zu machen. Was man dabei genau erreichen möchte, ist jedem selbst überlassen. Tatsache ist jedoch, dass wir unsere Ziele nicht nur ganz genau definieren, sondern auch tatsächlich erreichen müssen. Das Ganze ist ein wunderbarer Prozess, doch wie alles im Leben hat auch das Verfolgen seiner persönlichen Ziele seine Nachteile. Wenn es darum geht, das für den Erfolg Nötige zu tun, stoßen wir oft an unsere Grenzen.

Ob du nun vorhast, ein Buch zu schreiben, abnehmen möchtest, ein erfolgreiches Business aufbauen willst oder dich einfach nur nach mehr Muskelmasse sehnst: Du kommst nicht an harter Arbeit vorbei. Um dein ganz persönliches Ziel zu erreichen, wirst du viel Kraft, Leidenschaft, Geduld und Ausdauer investieren müssen. Das gefällt den meisten Menschen nicht. Natürlich wäre es schön, wenn man all diese positiven Dinge in seinem Leben haben könnte, ohne sich darum bemühen zu müssen. Aber so ist das nunmal nicht. Von nichts kommt nichts. Wer überdurchschnittlich erfolgreich sein möchte, wird auch überdurchschnittlich viel leisten müssen. Aber keine Sorge, es gibt Mittel und Wege, die der Sache den Schrecken nehmen und es wesentlich angenehmer gestalten, das für den Erfolg Nötige zu leisten. Genau darum geht es heute. Ich werde dir einen kleinen Gedankentrick vorstellen, der es dir ermöglichen wird, dich auch auf die unangenehmsten Aufgaben zu freuen! Lass uns gemeinsam einen Blick darauf werfen.

Die Wichtigkeit der kleinen Schritte verstehen

Bevor ich diesen Trick näher ausführe, müssen wir sicherstellen, dass du die Wichtigkeit und das Prinzip der kleinen Schritte verstehst. Die meisten Menschen glauben, Erfolg käme über Nacht oder mithilfe einer großen Aktion. In Wirklichkeit jedoch ist Erfolg die Summe all der kleinen Schritte, die du auf deinem Weg zu deinem großen Ziel gehst. Ein Glas Wasser ist nicht etwa ein Glas gefüllt mit einem großen Klumpen Wasser. Nein, darin befindet sich die Summe all der kleinen Tropfen, die zusammenfinden mussten, um das Glas zu füllen. Genauso ist ein Euro nicht einfach nur ein Euro, sondern die Summe aus 100 kleinen Cents. Wenn du eine Strecke von 100m gehst, machst du nicht einfach nur einen Sprung. Du machst viele kleine Schritte, vom Anfang bis zu deinem Ziel.
Es ist extrem wichtig, dieses simple Prinzip zu verstehen. Dein Erfolg, wie immer er auch aussehen mag, setzt sich aus all den einzelnen Aktionen zusammen, die du unternimmst, um weiterzukommen. Jeder noch so kleine Schritt ist ein Fortschritt.
Weißt du, warum die Schildkröte so beliebt ist? Weil sie ausdauernd ist. Sie bewegt sich furchtbar langsam vorwärts und macht dabei sehr kleine Schritte, aber am Ende kommt sie immer an ihrem Ziel an. Die Schildkröte versteht, dass es nicht wichtig ist, wie groß die Schritte sind, sondern, DASS sie sie geht.

Sei wie die Schildkröte. Mache dir klar, dass auch der kleinste Schritt besser ist als sich nicht fortzubewegen. Mit diesem wichtigen Gedanken im Hinterkopf wird der Trick, den du nun kennenlernen wirst, viel für dich bewirken können.

Freue dich auf jeden Schritt

Fest steht also, dass du viele kleine Schritte gehen musst, um dein Ziel zu erreichen. Aber warum solltest du diese Schritte immer als lästig ansehen? Warum solltest du nach der Arbeit mit Schrecken daran denken, zum Training zu gehen? Warum solltest voller Unlust daran denken, dass du heute noch ein wenig an deinem Buch schreiben möchtest? Wieso sollte es dich mit Zweifeln erfüllen, an die Aufgaben zu denken, die dein Business zum Wachsen bringen?
Freue dich stattdessen auf jeden einzelnen dieser Schritte! Warum? Weil du ganz genau weißt, dass jeder dieser Schritte dich ein Stück näher an dein Ziel bringt.

Freue dich auf jede einzelne anstrengende Hantelbewegung, auf jedes einzelne geschriebene Wort, auf jede einzelne gesparte Kalorie und auf jede einzelne Sekunde, die du in dein persönliches Vorhaben investierst. Schließlich freust du dich ja auch bei der Vorstellung, deine Träume endlich verwirklicht zu haben. Doch sind wir mal ehrlich: Du wirst diese Erfolge nie erleben, wenn du nicht die dafür nötigen Schritte gehst.

Niemand wird dir die Schritte abnehmen. Niemand wird sie für dich gehen. Niemand wird für dich tun, was du tun musst. Also warte nicht darauf und fang selbst an, etwas zu verändern. Wenn du dich auf den Erfolg freuen kannst, dann kannst du dich auch auf jeden einzelnen Schritt freuen.
Denke bei deinen Aufgaben daran, wohin sie dich führen.

Ein bewährtes Prinzip

Die Inspiration zu diesem Gedankentrick habe ich von Arnold Schwarzenegger. Er erzählt, wie die anderen ihn im Fitnessstudio ratlos ansahen. Während alle ein gequältes Gesicht machten und sich bei ihren Übungen abmühten, lächelte er. Er lächelte stundenlang, während er über seine Grenzen hinausging und extrem schwere Gewichte stemmte. Er erzählt, dass er sich auf jede einzelne Wiederholung seiner Übungen freute, weil er vor Augen hatte, wohin all das führen würde. Er konnte vor seinen Augen sehen, wie er die Trophäe des „Mr. Olympia“-Wettbewerbs über seinen Kopf heben würde. Er fühlte das Hochgefühl bereits bei seinem Training, weil er genau wusste: „Wenn ich jetzt nicht diesen Weg gehe und nicht hart trainiere, werde ich mein Ziel auch nicht erreichen.“ Also freute er sich einfach darüber, den Weg gehen zu können.

Natürlich musst du nicht zum Muskelberg werden. Schließlich ist das nur ein Beispiel. Aber es ist ein tolles und unglaublich motivierendes Beispiel. Es hilft mir persönlich dabei, mich auch auf die unliebsamen Aufgaben meines Arbeitsalltags zu freuen. Ich mache sie einfach, weil ich ganz genau weiß, dass sie auch ein Bestandteil des Gesamtpakets sind. Nur mit ihnen werde ich meine Ziele erreichen und niemand wird sie mir abnehmen.

Ich hoffe, dass auch du dich davon inspirieren lässt!

Was hältst du davon? Kannst du dir vorstellen, dieses Prinzip selbst anzuwenden? Kannst du dir vorstellen, dich auf lästige Aufgaben zu freuen? Teil mir gerne deine Meinung mit!

Jetzt wünsche ich dir erstmal ein schönes Wochenende. Lass es dir gut gehen!

Es ist schön, dass du dabei bist.
Michael

Titelbild: Unsplash.com, © Tim Bogdanov

22 Kommentare, sei der nächste!

  1. Ein sehr interessantes Thema, Michael! Ich bin auch dagegen, Dinge einfach nur „hinter sich“ bringen zu wollen, „just going through the motions“, wie der Angelsachse sagt. Vieles, was landläufig als mühselig gilt, gewinnt meiner Erfahrung nach gewaltig, wenn man sich darauf einlässt und tatsächlich in dem betreffenden Augenblick versammelt ist. Und wenn etwas bei voller Gegenwart von Geist und Körper immer noch keine Freude bereitet, macht man vielleicht gerade im Moment einfach wirklich das Falsche.
    Inwieweit kommt die Motivation aus der Tätigkeit selbst, und inwieweit aus dem Ziel, das man mit ihr verfolgt? Und kann man das völlig voneinander trennen?

    1. Hallo Uwe,

      das ist eine großartige Einstellung. Man muss sich auf die Dinge einlassen, um an und mit ihnen zu wachsen. Dabei sollte man immer sich und seine Motivation hinterfragen. Oft kann man dann noch etwas lernen oder seine Situation signifikant verbessern.

      Ich wünsche dir ein schönes Wochenende!

      Viele Grüße
      Michael

  2. Hallo Michael,
    Genau nach diesem Prinzip lebe ich täglich – es gibt auch Tage da fällt es schwer, aber ich schaue auf meine Ziele!!!

    Schöne weitere Vorhaben und tolle Wege dahin wünsche ich dir.
    Andrea

    1. Hallo Andrea,

      das finde ich klasse. Wenn es mal schwer ist, einfach wieder an das „Warum“ denken. So geht es immer weiter 🙂
      Vielen Dank für deine lieben Worte. Ich wünsche dir ebenfalls viel Erfolg und natürlich ein schönes Wochenende.

      Viele Grüße
      Michael

  3. Wohl wahr! Ich habe kürzlich ein Buch von Stephen Guise gelesen über „Mini Habits“. Funktioniert viel viel besser als mit dem riesigen Ziel am Ende anfangen zu wollen!

    1. Hallo Annika,

      das glaube ich! Ich arbeite inzwischen seit Jahren mit Zwischenzielen und bin von dieser Vorgehensweise überzeugt. Man hat viel mehr Erfolgserlebnisse und behält die Kontrolle über seine Entwicklung.
      Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg und ein schönes Wochenende!

      Viele Grüße
      Michael

  4. Hallo Michael,

    ich musste erst einmal darüber nachdenken, was es denn an lästigen und unliebsamen Aufgaben gibt, die ich bewältigen muss, um meine Ziele zu erreichen. Und mir ist dazu nicht wirklich etwas eingefallen. Ich bin davon überzeugt, dass Dinge, „die getan werden müssen“, um ein Ziel zu erreichen, nicht lästig sind. Das ist für mich eine Frage der Motivation und Leidenschaft, die Ausdauer und Beharrlichkeit dafür aufzubringen. Und wenn ich weiß, dass mich etwas meinem Ziel näher bringt, empfinde ich das nicht als lästig.

    Hab‘ ein schönes Wochenende

    Manfred

    1. Hallo Manfred,

      das ist eine gute Einstellung. Sie zeigt, dass du sehr pragmatisch an deinen Erfolg herangehst und offensichtlich funktioniert es ja auch 🙂 Allerdings fällt es vielen Menschen schwer, diese Pragmatik an den Tag zu legen, wenn es um das Erledigen der notwendigen Aufgaben geht. Deshalb ist es wichtig, mit gutem Beispiel voranzugehen. Mach weiter so!

      Dir ebenfalls ein schönes Wochenende!

      Viele Grüße
      Michael

      1. Hallo Michael,

        ja das ist wohl leider so. Ich höre so oft, was alles noch getan werden muss, um ein Ziel zu erreichen. Das ist schon eine Frage der grundsätzlichen Einstellung und der Sichtweise. Was muss ich machen, um mein Ziel zu erreichen oder was werde ich machen, um mein Ziel zu erreichen, macht schon einen großen Unterschied.

        Wenn es um ein langfristiges Ziel geht, kann ich mir Gedanken machen, was ich noch alles tun muss. Ich kann mich aber auch darüber freuen, was ich bereits erreicht habe. Diese Einstellung versuche ich auch immer zu vermitteln.

        Viele Grüße
        Manfred

        1. Ja, das sehe ich genauso. Ich versuche stets, nicht nur den Fokus auf das zu legen, was noch kommen wird (oder muss), sondern vor allem auch auf das, was bereits geschafft ist. Man kann so viel Motivation aus dieser Kombination gewinnen!

          Ich wünsche dir einen guten Start in die neue Woche!

          Viele Grüße
          Michael

  5. Hallo Michael,

    deine Worte bedeuten mir sehr viel, habe dennoch eine Rückfrage.
    Ich investiere derzeit viel Kraft, Leidenschaft, Geduld und Ausdauer in eine neue Arbeitsstelle, täglich lerne ich neue Sachen und bin echt stolz auf mich. Leider habe ich eine recht dominante Kollegin, welche meine Bemühungen und Anstrengungen immer mit negativen Äußerungen in Boden stampft.
    Wie komme ich aus dieser Nummer raus, weil sie/es raubt mir sehr viel Kraft, und langsam überlege ich echt ob es die richtige Stelle für mich ist.
    Liebe Grüße
    Andrea

    1. Hallo Andrea,

      ich kann deine Situation ziemlich gut nachvollziehen und sie klingt tatsächlich nicht leicht. Allerdings solltest du hinterfragen, ob du deiner Kollegin so viel Macht geben möchtest, dass du den Job wieder verlässt. Schließlich geht es um DICH und DEIN Leben. Welchen Stellenwert hat da die Meinung einer Fremden?
      Natürlich ist es demoralisierend, wenn man ständig von jemandem kritisiert wird, aber das lässt sich im Leben leider nur selten vermeiden. Entscheidend ist, was man daraus macht. Wenn du gute Arbeit leistest, stolz auf dich bist und dich weiterentwickelst, ist es vollkommen egal, was jemand anderes darüber sagt. Das musst du dir immer wieder in Erinnerung rufen!
      Vielleicht könntest du deiner Kollegin auch höflich, aber ehrlich mitteilen, dass ihre ständige Kritik nicht hilfreich ist. Oft sind Menschen sich nicht über ihre negative Wirkung im Klaren…
      Ich hoffe jedenfalls, dass du dich nicht unterkriegen lässt und weiterhin stolz auf dich bist!

      Viele Grüße
      Michael

  6. Hallo Michael,
    Der Artikel hat mich sehr angesprochen. Ich mache oft die Erfahrung, dass der erste Schritt am schwierigsten ist. Da begleitet mich seit einiger Zeit der Satz:“Die Freude kommt beim TUN“. Und dann lege ich einfach los… Und meistens macht es dann wirklich Freude… und wenn es die Freude ist sich überwunden zu haben..
    Liebe Grüße
    Martina

    1. Hallo Martina,

      schön, dass der Artikel dir gefallen hat. Deine Einstellung ist wirklich klasse! Wenn die Freude nicht beim Gedanken an den Fortschritt entsteht, dann wirklich spätestens beim Tun. Es ist ein großartiges Gefühl, den Stein ins Rollen zu bringen und etwas für seinen Erfolg zu tun. Lass dir diese Einstellung nicht nehmen und inspiriere noch viele andere damit 🙂

      Ich wünsche dir einen tollen Start in die neue Woche!

      Viele Grüße
      Michael

  7. Hallo Michael,

    Dein Artikel und auch die Kommentare helfen mir sehr, eine positive Einstellung zu bekommen, da ich noch neu bin.
    Ich kann jetzt schon sagen, dass ich die Möglichkeit sehe, positive Wege für mich zu entdecken. Ich finde es spannend und freue mich auf viele weitere Meinungen und Inspirationen.
    Viele Grüße
    Waltraud

  8. Hallo Michael!

    Dein Artikel hat mir sehr gefallen! Genauso sehe ich es auch und versuche, den Weg zu meinem Ziel umzusetzen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es nur so geht und man/ich nur so (irgendwann) am Ziel ankommt/ankomme. Leider gibt es oft Tage oder Phasen, wo ich nicht so on top bin. Da wird’s dann schwieriger mit dem Durchhalten.

    Wie machst Du es an solchen Tagen? Ewig behältst Du die Motivation?

    Danke und liebe Grüße!

    Mia

    1. Hallo Mia,

      schön, dass der Artikel dir gefallen hat! Ich kann sehr gut verstehen, dass es dir hin und wieder schwerfällt durchzuhalten. Das kenne ich natürlich auch. Für mich persönlich hat es sich bewährt, mein „Warum“ zu kennen. Warum mache ich das alles? Warum möchte ich dieses Ziel erreichen? Für mich ist das mit einer sehr starken Motivation verbunden. Es gibt mir immer wieder Kraft.

      Viele Grüße
      Michael

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