Wie du mit Nein-Sagern umgehst

Für alle, die etwas mehr „Ja“ in ihrem Leben wollen

Es geht vergeht kein Tag, an dem ich nicht von jemandem höre oder lese, er würde gerne gewisse Träume verwirklichen, aber die „anderen“ würden ihm das immer wieder ausreden. Es passiert ständig und überall: Jemand verspürt das dringende Bedürfnis, sein Leben grundlegend zu verändern und spricht mit seinen Freunden und seiner Familie darüber. Die anfängliche Euphorie wird dann schnell wieder gebremst. Es werden Zweifel gesät. Man hört von allen Seiten, man sei ein Träumer und das Leben sei zu hart. Es fallen Aussagen, wie z.B.:

  • „Wenn es so einfach wäre, würde es doch jeder machen.“
  • „Nicht einmal ich habe das geschafft. Wie willst du es dann schaffen?“
  • „Man muss einfach realistisch sein. Man kann nicht alles haben.“
  • „Das Leben ist kein Ponyhof.“
  • „Denk doch mal in Ruhe darüber nach. Dann wirst du merken, dass du das eigentlich gar nicht willst.“

Na, kommt dir das bekannt vor?

Alles nur zu „deinem Schutz“

Die berühmten Nein-Sager rühmen sich damit, nur das Beste für dich zu wollen. Sie wollen dich angeblich beschützen und davor bewahren, auf die Nase zu fallen. Sie verkaufen dir das Säen von Zweifeln und Unsicherheit als freundschaftlichen Dienst. Und vielleicht ist das in manchen Fällen sogar wirklich die Wahrheit. Vielleicht geht es manchen deiner Mitmenschen darum, dich zu schützen. Aber selbst dann wäre ihre Ansatz suboptimal, aber dazu später mehr.

Kennst du den wahren Grund, warum andere dir deine Träume ausreden? Weil du an ihrer Realität rüttelst. Weil du in Frage stellst, was sie für wahr halten. Weil du im Inbegriff bist, Dinge zu tun, die sie selbst nicht geschafft haben. Weil du mutig in einer Welt bist, in der zu viele sich längst aufgegeben haben. Weil du den bequemen Ausreden der anderen jegliche Grundlage entziehst. Stell es dir doch mal so vor:

1. Jemand steckt seit Jahrzehnten in einem beruflichen Hamsterrad fest und hat es nie geschafft, sich zu verwirklichen. Für ihn ist das Leben ein Kampf voller Frust und Unzufriedenheit. Und nun kommst du daher und erzählst von deinen großen beruflichen und persönlichen Plänen. Natürlich glaubt diese andere Person, du seist ein Träumer. In ihrer eigenen Realität gibt es nur das Scheitern und sie möchte dich davor bewahren, zu hoch zu fliegen, da du sonst umso tiefer fallen kannst.

2. Jemand hat viele gescheiterte Partnerschaften hinter sich und lebt allein. In der Vorstellung dieser Person ist die Liebe ein problematisches Konstrukt, das langfristig nicht funktioniert. Und jetzt kommst du mit dem Plan um die Ecke, deinen Seelenverwandten zu finden. Was glaubst du wohl, was diese andere Person darüber denkt?

3. Jemand hat nie aus seinen Fehlern gelernt und auch nie die Kraft gefunden, nach seinen Rückschlägen wieder aufzustehen. Und dann rollst du den Master-Plan aus, mit dem du die Rückschläge deiner Vergangenheit zu Triumphen der Zukunft machen willst. Ist es nicht offensichtlich, was diese Person dir darüber sagen wird?

Wie man mit Nein-Sagern umgehen sollte

Du könntest wütend auf die Nein-Sager sein, weil sie nicht an dich glauben. Du könntest es ihnen übel nehmen, dass sie dir deine Ziele und Träume ausreden wollen. Du könntest ihnen an den Kopf werfen, es sei der blanke Neid, der aus ihnen spricht. Genauso könntest du ihnen vorwerfen, sie würden ihre eigenen negativen Erfahrungen auf dich übertragen, um sich selbst besser zu fühlen. Du könntest sie verletzen. All das könntest du. Aber du solltest nichts von all dem tun, denn das würde nur noch mehr Hass und Negativität säen.

Ich möchte dir empfehlen, Mitgefühl zu haben. Kein hochnäsiges und verachtendes Mitleid, sondern empathisches und herzliches Mitgefühl. Verständnis dafür, warum andere Angst haben, du könntest dieselben Fehler machen wie sie. Mitgefühl dafür, dass sie so sehr unter der Vergangenheit gelitten haben, dass sie heute nicht die Kraft dazu finden, wieder große Träume zu pflegen. Verstehe, WARUM dir jemand deine Ambitionen ausredet und sei dir selbst dankbar dafür, dass du deinen Gedanken nicht so enge Fesseln und Grenzen anlegst.

Wenn du deinem Herzen folgst und deine Ziele erreichst, wird man dich lieben oder hassen. Es wird Menschen geben, die dich bewundern, weil du ein Vorbild bist. Genauso wird es Menschen geben, die dich hassen und beneiden, weil du sie daran erinnerst, was sie versäumt haben und dass ihre Ausreden nicht wahr sind. Ob man dich bewundert oder hasst, kannst du nicht beeinflussen. Du kannst nur deinen Weg beeinflussen und deshalb solltest du deine Energie in dein Wohlbefinden investieren. Dort ist sie am besten aufgehoben.

Sei kein Nein-Sager

Ich fürchte, ich bin seit dem ersten Tag meines Lebens damit beschäftigt, die Voraussagungen der Nein-Sager zu vereiteln. Ich kam als sogenanntes „Frühchen“ zur Welt, war eindeutig zu klein und hatte einen Herzfehler. Vor der Geburt hatten die Ärzte vorausgesagt, ich würde schwerbehindert sein. Nach der Geburt prognostizierten sie, ich könne nicht lange überleben. Und hier sind wir. Mein Leben lang war und bin ich von Menschen umgeben, die mir sagen, was ich tun kann und was nicht.

  • Auf ein Studium verzichten und ein eigenes Unternehmen gründen? Unmöglich.
  • Bücher schreiben und ein berühmter Autor werden? Werd erwachsen!
  • Von zu Hause aus Geld verdienen? Träumer.
  • Depressionen und Panikattacken ohne Therapie oder Medikamente überwinden? Mach dich nicht lächerlich.
  • Eine Frau finden, die ebenfalls ein unkonventioneller Knallkopf ist? Da kannst du aber lange warten.

Ich bin glücklich darüber, nicht auf die Nein-Sager gehört zu haben. Wie würde mein Leben wohl sonst aussehen? Damit möchte ich aber nicht so tun, als wäre ich ein ganz toller Kerl. Offen gesagt ist es manchmal sehr schwer, sich der Negativität anderer zu widersetzen. Viele Menschen hassen mich regelrecht dafür, dass ich unermüdlich meinem Herzen und dem Ruf meiner inneren Stimme folge. Und höchstwahrscheinlich hast du dieselbe Erfahrung auch schon gemacht. Aber sollen wir uns und unsere Vorhaben aufgeben, weil wir andere an das erinnern, was sie nicht geschafft haben, oder wozu ihnen die Kraft fehlt?

Ich weiß, wie es sich anfühlt, Gegenwind zu haben. Ich weiß, wie es ist, wenn niemand an einen glaubt. Deshalb habe ich mir geschworen, kein Nein-Sager zu sein. Ich helfe Menschen dabei, ihre Flügel auszubreiten, anstatt sie ihnen zu stutzen. Wenn mir jemand sagt, er wolle zum Mars fliegen, dann wünsche ich ihm viel Erfolg und einen guten Flug. Und ich möchte dich dazu motivieren, dasselbe zu tun. Du musst dich nicht der Mission anderer anschließen. Du musst keine Verantwortung übernehmen. Alles, was es braucht, ist etwas Zuspruch. Das kann für jemanden die Welt bedeuten.

Und jetzt kommen die Realisten, um mir zu sagen, man stehe in der Pflicht, andere zu warnen, wenn sie einen Höhenflug haben oder an falsche Vorstellungen glauben. Aber ich maße mir nicht an zu wissen, ob jemand seine Ziele zu hoch setzt oder nicht. Ich habe keine Ahnung, wie man eine Rakete baut, die bis zum Mars fliegt. Aber warum sollten meine Grenzen auch meine Mitmenschen einengen? Wir sollten aufhören, einander herunterzuziehen und anfangen, einander zu unterstützen.

Am Ende des Tages willst du ja auch nicht, dass dir jemand deine Träume und Wünsche ausredet, oder nicht?

Ja!

Im Laufe deines Lebens wirst du noch vielen Nein-Sagern begegnen. Aber weißt du was? Es ist nicht wichtig, wie oft andere „Nein“ zu dir sagen. Am Ende geht es nur darum, ob du den Mut hast, „Ja!“ zu dir selbst, deinen Wünschen und deinen Wertvorstellungen zu sagen. Ich wünsche dir viel Mut und Kraft.

Es ist schön, dass du dabei bist.
Michael

 

Titelbild: Unsplash.com, Yohann Lc

19 Kommentare, sei der nächste!

  1. Hallo Michael,
    Mal wieder ein toller Beitrag von Dir. Ich habe eine Bekannte, die vor 10 Jahren Witwe wurde. Eigentlich würde sie sich wieder einen Partner wünschen. Aber wünschen allein reicht nunmal nicht. Also redet sie sich ein, keinen Mann mehr zu brauchen. Sie redet sich jetzt das allein sein schön. Wozu einen Mann, den man alles hinterher räumen muss. Für ihn putzen und kochen. Allein sein ist schön. Man kann machen was man will…. Usw.
    Ich habe mich vor 8 Jahren scheiden lassen. Okay, ich BRAUCHE auch keinen Mann, würde mir aber einen Partner an meiner Seite wünschen. Ich hatte dann in den 8 Jahren 2 Versuche gemacht. Leider ist es in meinem Alter (57) nicht mehr so leicht, denn man weiß vielleicht nicht immer was man will, jedoch genau was man nicht mehr will. Eine Beziehung hielt also 2 Jahre und die letzte ging jetzt vor 1 Monat nach einem Jahr auseinander. Meine Bekannte hat in der Zeit immer wieder versucht mich davon zu überzeugen wie toll es ohne Partner ist. Mir war klar, sie ist neidisch. Und nach dem ich ihr jetzt von meiner Trennung erzählt habe, habe ich mit Erschrockenheit festgestellt, daß ein kleines, fieses Lächeln über ihre Lippen huschte. In dem Moment dachte ich… Vielleicht klappt es nicht mit einer neuen, festen Beziehung, weil sie so neidisch ist und diese negative Energie zu mir schickt. Ich weiß, daß hört sich blöd an. Aber so hab ich es empfunden. Sie gönnt es mir nicht mit einem neuen Partner glücklich zu werden, weil sie es sich selbst nicht erlaubt. Manchmal war ich kurz davor, ihr zu sagen was ich von ihrer neidisch en Art halte. Hab es aber nicht getan. Aber dieses Mitgefühl mit ihr zu haben, wie du es beschreibst, fällt mir schwer. Werde es aber versuchen.
    Deinen Beitrag jetzt zu lesen, hat mir richtig gut getan. Und weißt du was, drauf geschissen, was andere denken. Ich werde mich jetzt gemütlich auf mein Sofa setzenund dein neues Buch „ich geh dann mal meinen Weg“ was gerade heute bei mir angekommen ist lesen. Ich freue mich schon darauf. Und dann werde ich mich auf einer Singlebörse anmelden. Denn ich möchte nicht so einsam und verbittert enden wie meine Bekannte. Ich weiß…. Es wird wieder schön, nur anders.
    Danke für deinen Beitrag, der genau richtig für mich kam. Und danke für deine tollen Bücher, die mich jetzt schon länger auf meinen Weg begleiten.
    Liebe Grüße aus Hamburg

    1. Liebe Birgit,

      ich kann deine Situation sehr gut nachvollziehen und deine Schilderung hört sich keineswegs blöd an. Sie ist menschlich, authentisch und verständlich. Ich finde es sehr stark von dir, dass du dich nicht durch die Negativität anderer einschränken lassen möchtest. Wenn andere Menschen glauben, in einer Partnerschaft gäbe es nur Schwierigkeiten, ist das halt ihre Ansicht. Das ist in Ordnung. Und wenn du in einer Partnerschaft Glück und Erfüllung finden kannst, ist das genauso in Ordnung. Es ist wunderbar und ich wünsche dir, dass du genau das findest. Lass dich nicht von deinem Weg abbringen. Erst recht nicht von Menschen, die ihren Weg nicht sehen können.
      Ich drücke dir die Daumen!

      Liebe Grüße
      Michael

    2. Hallo Birgit,

      Recht hast Du.

      Meist bekrittelt man anderen was man selbst nicht hat, kann oder sich nicht zutraut.

      Ich wünsche Dir einen tollen Partner und bin zuversichtlich dass das auch klappen wird.

      Lg
      Christian (Ö)

  2. Hallo lieber Michael, deine Bücher und Artikel sind wirklich sehr inspirierend. Bin durch ein Hörbuch von Audible auf deine Arbeit aufmerksam geworden. Habe mittlerweile schon viele Hörbücher von dir gekauft und einige höre ich mir immer wieder an. Je nach aktueller Tagesverfassung, höre ich andere Schwerpunkte und Denkanstöße heraus. Jetzt wollte ich gerne dein Buch -Ich geh dann mal meinen Weg- kaufen, leider gibt es davon kein Hörbuch. Wirst du es noch vertonen? Wenn nicht, kaufe ich doch das Buch. Finde die Hörbücher nur so toll weil ich mir kaum die Zeit nehme zu lesen. Aber, hören kann ich z. B. : beim Hund ausführen, Auto fahren usw. Liebe Grüße Dagmar

    1. Hallo Dagmar,

      zuerst einmal freut es mich sehr, dass du aufgrund eines meiner Hörbücher auf mich aufmerksam geworden bist!
      Es wird bald auch das Hörbuch zu „Ich geh dann mal meinen Weg“ geben. In Zeiten der Pandemie ticken die Uhren leider etwas anders. Nicht nur die Produktion wurde verzögert, sondern auch die Veröffentlichung. Ich denke mal, dass es Ende Januar oder Anfang Februar so weit sein wird. Sobald ich einen genauen Termin habe, werde ich es natürlich ankündigen 🙂

      Ich wünsche dir ein schönes Wochenende!

      Liebe Grüße
      Michael

  3. Lieber Michael, wie schaffst du es nur immer wieder mich mit wenigen Zeilen zu motivieren und zu stärken!!!?? Danke dafür und ein wunderschönes Wochenende! Kathrin

  4. Die Rakete zum Mars baut eh Musk.
    Optimal ein Team von Menschen die sich gegenseitig zum Erfolg pushen.
    Gesellschaftliche Entwicklung aktuell immer mehr Egoisten, Narzissten.
    Besser Menschlichkeit, Empathie, miteinander …

    1. Meinen Segen hat er 😉
      Aber ja, noch besser geht es immer mit Menschen, die unsere Vision teilen. Deshalb müssen wir uns aussuchen, ob wir uns über die negativen Entwicklungen beschweren oder gute Vorbilder sein wollen. Das wird am Ende entscheiden, wie es weitergeht.

      Viele Grüße
      Michael

      1. Wobei Musk wohl eher zu den Narzissten gehört, zwischen Genie und Wahnsinn.
        Mit Empathie wird man wohl nicht zum reichsten Menschen der Welt.
        Er hat wohl viel umgesetzt aber als Chef möchte ich ihn eher nicht haben …

    2. Interessante Ansätze. Ich denke Herr Musk wird früher oder später auf dem Mars oder einem anderen Planeten landen bzw. einer seiner Angestellten. Der Mensch hat es bis zum Mond geschafft und ich sehe da auch keine Vision oder Herausforderung das man es auch bis zum Mars schaffen wird.

      Mir stellt sich schlicht nur die Frage „was“ da auf dem Mars landen wird. Was werden das für Menschen sein? Wenn wir sehen wie es heute auf der Welt zugeht und nur bedenkt das der Mensch überwiegend Kriege hatte dann (schmunzel) sollten die Marsianer dem Mensch ein Einreiseverbot aufdrücken.

      Wir schauen zu sehr in die Sterne statt in uns selbst.

  5. Hallo Michael,
    Danke für diesen Beitrag. Ich bin ähnlich wie Dagmar auf deine Bücher gestoßen. Bei mir war es durch Prime Reading.
    Dieser Artikel ist wieder Mal echt gelungen. Ich habe so einen Nein-Sager sogar als Mutter. Leider habe ich deshalb nicht immer versucht meine Träume zu erfüllen.
    Doch zum Glück habe ich jetzt seit meinem 15. Lebensjahr einen Partner an meiner Seite, der mir beigebracht hat, dass es nicht wichtig ist was Andere von einem denken und dass man nur an sich glauben muss.
    Durch ihn habe ich schon viel geschafft und auch endlich etwas Selbstbewusstsein und -vertrauen erlangt.
    Danke für deine Bücher, Artikel und Inspirationen.
    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende.
    Lisa

  6. Hallo Michael,
    ein toller Artikel. Ja, gebe nie deine Träume auf oder höre nie auf zu träumen.
    Ich habe das mal eine zeitlang gemacht und war sehr unglücklich. Man braucht Träume und Ziele und den Mut sie auch um zu setzen. Manchmal klappt es nicht, aber oft klappt es und wenn man einen Traum verwirklicht hat, ist es umso schöner. Klar haben Andere oft eine andere Meinung dazu, aber es ist dein Leben und nur Du kannst entscheiden, was richtig und falsch für Dich ist. Höre immer auf dein Herz, dann klappt das schon.

    Liebe Grüße und eine angenehme Woche.
    Annette

  7. Hallo Michael,

    Das ist einer der besten Artikel von Dir .
    Hoffentlich hören wir, über genau DIESES Thema , noch MEHR von Dir.
    Super Interessant und super motivierend.

    Als lebendiger Mensch ist es sehr schwer gegen die sogenannten Realisten anzukommen.
    Man kann ja fast nix mehr erzählen, ohne das einer das mies macht.
    Visionen, wenn man erzählt, werden nur noch ausgelacht.

    Also bitte mehr von diesem Thema
    lg Tasha

  8. da muss ich ja schon fast kritisch dagegen halten…

    Dazu hatte ich eine durchaus typisch eigensinnige Idee. Ich vertrauschte einfach das Wort Nein mit Ja und Ja mit Nein. Schmunzel und siehe selbst das ergab einen Sinn.

    *

    Das Wort nein wird viel zu sehr aus negativer Sicht betrachtet und mit negativer Sicht verbindet man schnel doof übel schlecht nix gutes usw. Daber wäre ein zeitnahes Beispiel angesagt das schlicht das Gegenteil zeigt und wir mal schnell beim Dauerthema Virus sind. Der Virustest ist negativ heißt es und der Mensch freut sich. Ebenso könnte man auch statt negativ das Wort nein verwenden und man würde sich über dieses nein doch herzlich freuen. Es gibt noch viele Beispiele mehr wo sich der Mensch garantiert über ein nein freuen wird und man würde die „nein-sager“ so richtig doll lieb haben.

    Ja oder Nein haben ihr Gewicht und wenn wir hier die Gewichtung auf eine Ebene bringen wie sie sein soll ist weder an Ja oder an Nein etwas gutes oder schlechtes. Es sind schlicht kurze knappe klare Aussagen.

  9. Hallo Michael,

    ich bin da ganz deiner Meinung und würde gerne noch einen Aspekt mehr hinzufügen.
    Wir leben gerade in verrückten Zeiten – ja – aber auch in sehr schnellen… auch in schnellen Entwicklungen…
    So stecken unsere Kinder plötzlich im Homeschooling… und der ach so verpönte PC ist einem täglichen Begleiter geworden, zum Teil über mehrere Stunden. Und alle Kinder müssen da jetzt durch.. Eltern auch.. 😛
    Was ist das Ergebnis davon…
    Ich muss sagen, bei uns – lernen die Kinder so recht gut, klappt spitze… sind aber schon 11 und 13 Jahre alt… 5. u. 6. Klasse und haben sehr engagierte Lehrer…

    Was wird wohl mit ihrem Gehirn geschehen (ist doch so schrecklich… hat man immer gehört)… ehrlich? Ist mir egal…
    Warum?
    Wenn ich mir die Zeit so „anfühle“ (nicht schaue :-P) … was stelle ich fest?
    Tja.. ich stelle fest, dass die Entwicklung vorbeizischt…
    Also…
    Keine Ahnung was ich meinen Kindern sagen soll… was sie mal werden sollen.. bzw als „Nein-Sager überhaupt vermiesen könnte“
    Alles ist so schnell… was wird es in 10 Jahren überhaupt für Berufe geben? Keine Ahnung…
    Also kann ich hier eigentlich kein „Nein-Sager“ sein, ich hab die Qualifikation dafür nicht… ich kann nicht in die Zukunft schaun … ich sag dann eben, „tu was dir am meisten Spass macht und werd richtig gut darin oder mach was handwerkliches.. das kann man immer gebrauchen und ist jetzt zur Zeit zumindest hoch gefragt!“
    Ich kann die Entwicklung auch nicht aufhalten… also müssen meine Kinder lernen mit der Technik umzugehen… ihre Gehirne müssen wohl einen Weg finden damit klar zu kommen… und besonders auch im richtigen Moment klar zu machen, dass jetzt mal Technikpause angesagt ist…

    Wenn ich mir dann die Kinder so anschaue… dann sind grad viele sehr Selbstbewusst… irgendwie auch voller Tatendrang, so dass ich mir gar keine Sorgen machen was aus ihnen wird… sie müssen nur lernen an sich zu glauben und auf sich acht zu geben.
    Burnout… Volkskrankheit… weil eben alles so schnell ist und weil unsere Generation es nicht gelernt hat… auf sich zu schauen… „Schaffen schaffen Häusle bauen“ wurde uns vorgelebt und war bei unseren Eltern und deren Eltern auch wirklich überlebenswichtig…

    Und was sollten wir der nächsten Generation vorleben /mitgeben?
    Glaub an dich und achte auf dich… aus dir kann alles werden, wenn du nur willst!

    Was muss ich mir eingestehen?
    Das ich keine Ahnung von der nahen Zukunft habe und meine Kinder mich sicherlich in den modernen Fertigkeiten überholen werden… und mir wohl mal zeigen müssen (helfen muss) wie alles funktioniert.
    Meine Eltern konnten mir noch die Welt erklären und mich an die Hand nehmen…
    Mit meinen Kindern muss ich zusammen erforschen und auf mich zu kommen lassen…

    Fazit…
    für mich, sind wir eigentlich die Generation, die das „Nein-Sagen“ gegenüber unseren Kindern getrost stecken lassen können….

    Was Neid und Missgunst angeht… ja das wäre mal wirklich schön wenn das der Mensch auch ablegen könnte, würden wir doch alle viel mehr von einander profitieren…

    Träumen wird ja wohl noch erlaubt sein 🙂

    1. Dein Kommentar ist echt toll, vor Allem im Umgang mit deinen Kindern und auch sehr inspirierend.
      Glaub an dich und achte auf dich… aus dir kann alles werden, wenn du nur willst. – Das ist ein echt toller Satz, den ich mir unbedingt für meine Kinder (4 Monate und 2 Jahre) merken und verinnerlichen muss 🙂

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